Rathauscafé schließt während Aufbau der Beachzone
Das Rathauscafé in der Villacher Innenstadt ist seit vergangenem Sonntag vorübergehend geschlossen. Grund dafür ist der Auf- und Abbau eines Beachvolleyballplatzes im Rahmen der Beachzone Villach, die von 14. bis 30. August auf dem Rathausplatz stattfinden soll. Betreiberin Valentina Tosoni kündigte an, das Café für die Woche des Aufbaus zu schließen; später werde der Betrieb mit angepassten Öffnungszeiten wiederaufgenommen.
Betreiberin sieht wirtschaftliche Belastung
Tosoni macht deutlich, dass der Verlust des Gastgartens einen wesentlichen Einschnitt für den Familienbetrieb bedeutet. In einer Stellungnahme auf Facebook schrieb sie, ohne Gastgarten sei das Café wirtschaftlich nicht tragbar. Als Folge legte sie eine einwöchige „Zwangspause“ ein. Die Betreiberin unterstützt grundsätzlich Veranstaltungen, fordert aber, dass die Auswirkungen auf ganzjährig tätige Innenstadtbetriebe stärker berücksichtigt werden. „Durch die Errichtung des Beachvolleyballplatzes verlieren wir unseren gesamten Gastgarten, das Herzstück unseres Cafés“, zitiert sie aus ihrem Posting.
„Durch die Errichtung des Beachvolleyballplatzes verlieren wir unseren gesamten Gastgarten, das Herzstück unseres Cafés.“
Veranstalter verweist auf einheitliche Vorgaben
Der Veranstalter der Beachzone, Marcus Mitzner, wies die Kritik zurück. Er erklärte, die Räumung des Gastgartens sei keine Sonderregelung für das Rathauscafé, sondern Teil der Vorgaben für Veranstaltungen in der Innenstadt. „Für sämtliche Gastronomiebetriebe in der Innenstadt gibt es die Regelung, dass bei Veranstaltungen die Gastgärten geräumt werden müssen“, so Mitzner. Dies gelte unabhängig davon, welche Betriebe betroffen seien.
- Veranstaltung: Beachzone Villach (Beachvolleyball)
- Datum der Veranstaltung: 14.–30. August
- Konsequenz für Betrieb: vorübergehende Schließung während des Aufbauzeitraums; spätere Wiederöffnung mit geänderten Öffnungszeiten
Auswirkungen auf Innenstadt und Gastgewerbe
Die Beachzone findet laut Veranstalter seit 2024 jährlich im August statt. Für Besucher bringt die Veranstaltung Programm wie Firmenturniere und die Möglichkeit, den Platz privat zu mieten. Für ansässige Gastronomiebetriebe bedeutet die Umsetzung jedoch Einschränkungen: Vor allem Betriebe mit starkem Außenbereich verlieren temporär Plätze im Gastgarten. Betreiberin Tosoni betont, eine lebendige Innenstadt müsse nicht nur durch einzelne Events belebt werden, sondern auch durch die dauerhafte Präsenz und Wirtschaftskraft der ansässigen Betriebe.
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Event | Beachzone Villach (Beachvolleyball) |
| Datum | 14.–30. August |
| Betroffener Betrieb | Rathauscafé (Vorübergehende Schließung während Aufbau) |
Offene Fragen für Anrainer und Gastronomen
Konkrete Folgeabschätzungen, etwa zur Entschädigung oder alternativen Nutzungsmöglichkeiten für betroffene Betriebe, wurden von Veranstalterseite in der vorliegenden Darstellung nicht genannt. Ebenso bleibt unklar, in welchem Umfang andere Gastronomiebetriebe in der Innenstadt betroffen sein werden und ob es verbindliche Ausnahmen oder Koordinationsmechanismen mit der Stadt gibt. Für Anrainer und Gastronomen dürfte in den kommenden Tagen wichtig sein, wie lange genau die Aufbauarbeiten andauern und welche Regelungen zur Logistik und Kundenführung gelten.
Die Diskussion zwischen Betreiberin und Veranstalter zeigt die Spannungsfelder, die entstehen, wenn kurzfristige Großveranstaltungen in dicht genutzten Innenstadtbereichen stattfinden: Einerseits sollen Veranstaltungen das Stadtzentrum beleben, andererseits stehen dauerhafte Betriebe vor wirtschaftlichen Herausforderungen, wenn zentrale Teile ihrer Infrastruktur — wie der Gastgarten — temporär wegfallen.
Weitere Informationen zur Organisation der Beachzone, zu Zeitplänen für Aufbau und Abbau sowie zu möglichen Ausgleichsmaßnahmen stehen bislang nicht zur Verfügung. Die Stadt und die Veranstalterseite wurden laut Berichten in der ursprünglichen Meldung bereits in die Diskussion eingebunden.