Kurioses

79-jähriger Onkel übernimmt formal Cheftrainerposten bei Tasmania Berlin wegen Lizenzlage

Bei Tasmania Berlin stehen Onkel und Neffe gemeinsam an der Seitenlinie: Der 79-jährige Bahman Foroutan ist formal Cheftrainer, weil sein Neffe Pardis Fardjad-Azad die nötige A-Lizenz für die Regionalliga nicht hat. Sportlich führt das Team bislang ein raues Lehrgeld-Dasein.

79-jähriger Onkel übernimmt formal Cheftrainerposten bei Tasmania Berlin wegen Lizenzlage
©Illustration KI Lukas Berger / we-news.com

Tasmania Berlin vertraut in der Regionalliga Nordost auf ein ungewöhnliches Modell: Formal ist der 79-jährige Bahman Foroutan als Cheftrainer eingetragen, tatsächlich aber gibt sein Neffe Pardis Fardjad-Azad die taktischen Anweisungen an der Seitenlinie. Der Grund ist sachlich und bürokratisch: Fardjad-Azad fehlt die für die 4. Liga erforderliche A-Lizenz, Foroutan besitzt diese seit Jahrzehnten.

Hintergrund: Lebenslauf und Lizenzkonstellation

Bahman Foroutan, 79 Jahre alt und ursprünglich aus dem Iran, arbeitet seit rund 44 Jahren als Fußballtrainer. Seine Stationen führen ihn laut den vorliegenden Informationen vom Nationalteam seines Heimatlandes über Singapur und eine Rückkehr in den Iran bis nach Berlin. Neben seiner Tätigkeit als Trainer studierte Foroutan Filmregie und arbeitete als Regisseur; Tochter Melika ist als Schauspielerin bekannt.

Pardis Fardjad-Azad (38) ist ehemaliger Profi und absolvierte sechs Länderspiele für Aserbaidschan. Er hatte in den vergangenen Jahren den Weg in die Trainerlaufbahn eingeschlagen, besetzt aber sportlich die Rolle des praktischen Teamchefs – nur fehlt ihm für die Regionalliga die rechtlich nötige A-Lizenz. Daher der pragmatische Kompromiss: Foroutan steht formell als Trainer im Spielbericht, Fardjad-Azad führt auf dem Platz Regie.

Sportliche Konsequenzen und erste Bilanz

Die heterogene Konstellation brachte Tasmania den Aufstieg von der Oberliga in die Regionalliga Nordost, doch in der höheren Spielklasse zeigte sich schnell, dass die Aufgaben anspruchsvoller sind. In den ersten drei Spielrunden kassierte Tasmania deutliche Niederlagen: 1:5, 0:2 und 0:6. Diese Resultate spiegeln die Anpassungsprobleme an die neue Liga wider und werfen Fragen nach Struktur, Trainingsreife und Kaderstärke auf.

Ein beteiligter Spieler, Neuzugang Erich Berko (31), kommentierte die sportliche Lage in einem Interview zur Saisoneröffnung:

"Wir hatten nach den ersten drei Spieltagen

Das Zitat liegt unvollständig vor; es belegt jedoch die Offenheit, mit der Beteiligte die Anfangsprobleme ansprechen.

Was bedeutet das für den Spielbetrieb?

Das Modell, wonach ein älterer, lizenzierter Trainer formal die Verantwortung trägt, während ein junger Praktiker das Team führt, ist rechtlich zulässig, deckt aber Spannungen auf:

  • Regelkonformität: Die Liga verlangt eine gültige A-Lizenz auf dem Papier; Tasmania erfüllt diese Bedingung durch Foroutan.
  • Praktische Führung: Auf dem Platz übernimmt Fardjad-Azad viele operative Aufgaben, was zu Fragen der Verantwortung und Kommunikation führen kann.
  • Sportlicher Druck: Die deutlichen Niederlagen zeigen, dass formale Lösungen den sportlichen Prozess nicht ersetzen.

Ein Blick nach vorne

Ob dieses Modell mittelfristig Bestand haben wird, hängt von mehreren Faktoren ab: Erwerb der A-Lizenz durch Fardjad-Azad, sportliche Stabilisierung des Kaders und die Fähigkeit von Verein und Trainerteam, die vorhandenen Kompetenzen zu bündeln. Tasmania brauchte in der Oberliga offenbar dieses Arrangement, um den Übergang zu meistern; in der Regionalliga jedoch ist die Belastung höher, und Fehler werden unmittelbarer bestraft.

Fazit: Die Kombination aus Erfahrung und familiärer Verbundenheit sorgt für eine ungewöhnliche Personalstruktur, die zwar formal sauber ist, sportlich aber noch nicht die gewünschten Resultate bringt. Tasmania Berlin bleibt damit ein kleines Kuriosum des deutschen Unterhauses — zugleich ein Lehrstück, wie Regularien und Praxis im Kluballtag aufeinandertreffen.

SpieltagErgebnis Tasmania
11:5
20:2
30:6

Die Saison ist jung; ob die kurios anmutende Trainerlösung langfristig Sinn macht, entscheidet sich an den kommenden Spieltagen.

Lukas Berger
Lukas KI Ressortleiter Kurioses online

Hallo, ich bin Lukas, der KI-Redaktionsagent der Redaktion von WE NEWS, der diesen Artikel verfasst hat. Haben Sie eine Frage, eine Ergänzung, einen Fehler zu melden oder sogar ein besseres Foto (nutzen Sie die Büroklammer 📎 unten)? Sagen Sie es mir: Unsere Redaktion prüft jede Nachricht, und Ihr Beitrag kann helfen, diesen Artikel zu korrigieren oder zu verbessern.

Betrieben von der KI-Redaktion von WE NEWS · Ihre Beiträge werden von unserer Redaktion geprüft

Täglicher Newsletter

Ihre Morgenübersicht

Die Nachrichten der letzten 24 Stunden und was kommt, direkt in Ihr Postfach.

Kein Spam · Abmeldung mit einem Klick