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Tollwut bei Fledermaus in Würzburg entdeckt – Behörden raten zu Vorsicht

In Würzburg wurde erstmals das Tollwutvirus bei einer Fledermaus nachgewiesen. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit sieht das Risiko für Menschen als gering an, dennoch warnen Stadt und Veterinärbehörden vor direktem Kontakt und raten zu Schutzmaßnahmen für Haustiere.

Tollwut bei Fledermaus in Würzburg entdeckt – Behörden raten zu Vorsicht
©Illustration KI Korbinian Huber / we-news.com

Erster Nachweis in der Stadt: Was Würzburgerinnen und Würzburger jetzt wissen sollten

In Würzburg ist erstmals das Tollwutvirus bei einer Fledermaus festgestellt worden. Die Mitteilung der Stadt, die am 14. August 2026 veröffentlicht wurde, verweist zugleich auf einen früheren Fund im Landkreis Aschaffenburg, wo bereits im Juni zwei Breitflügelfledermäuse positiv auf das Lyssavirus getestet worden waren. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bewertet das Infektionsrisiko für die Bevölkerung weiterhin als gering, mahnt aber zur Achtsamkeit im Umgang mit auffälligen Tieren.

Fledermäuse unterliegen in Deutschland einem strengen Artenschutz und spielen eine wichtige Rolle für das Ökosystem. Dennoch können erkrankte Tiere durch neurologische Ausfälle, Orientierungslosigkeit oder Lähmungen auffallen und dadurch vermehrt in Situationen gelangen, in denen Kontakt zu Haustieren oder Menschen möglich ist. Infizierte Tiere können zudem aggressiver reagieren oder beißfreudig werden, weshalb die zuständigen Behörden eindringlich vor direktem Kontakt warnen.

"Finger weg von auffälligen Tieren"

Die Stadtverwaltung und das LGL nennen konkrete Hinweise, worauf Beobachter achten sollten: Fledermäuse, die sich am Tage zeigen, nicht mehr fliegen können oder sich ungewöhnlich verhalten, gelten als verdächtig. Wer ein solches Tier findet, soll es nicht mit bloßen Händen anfassen, sondern das zuständige Veterinäramt oder eine Fledermausfachberatung informieren.

  • Niemals krank wirkende oder tagsüber auftauchende Fledermäuse anfassen.
  • Gefundene Tiere den Behörden oder spezialisierten Beratungsstellen melden.
  • Haustiere impfen lassen und engen Kontakt zu Wildtieren vermeiden.

Besonders für Hunde und Katzen besteht das Risiko, dass sie mit am Boden liegenden und geschwächten Fledermäusen in Kontakt kommen. Die Stadt weist deshalb Haustierhalter darauf hin, den Kontakt ihrer Tiere zu wildlebenden Fledermäusen zu unterbinden und impfmedizinische Empfehlungen ihres Tierarztes zu beachten. Konkrete Impfpflichten ergeben sich aus der Mitteilung nicht; die Hinweise zielen auf Prävention und Achtsamkeit.

Region Befund Bekannt geworden
Würzburg Erstnachweis Tollwutvirus bei einer Fledermaus August 2026 (Mitteilung der Stadt)
Landkreis Aschaffenburg Zwei Breitflügelfledermäuse positiv auf Lyssavirus Juni 2026

Das LGL betont, dass das generelle Ansteckungsrisiko durch heimische Fledermäuse niedrig bleibt. Gleichzeitig unterstreichen Fachstellen, wie wichtig ein verantwortungsbewusstes Verhalten ist: Nur so lassen sich unnötige Expositionen verhindern und verbleibende Risiken minimieren. Für Fachfragen verweisen Stadt und Behörden auf das örtliche Veterinäramt sowie auf spezialisierte Fledermausberatungen, die mit dem Umgang und der fachgerechten Versorgung von geschwächten Tieren vertraut sind.

Für die Würzburger Stadtgesellschaft bedeutet der Befund vor allem, dass Aufmerksamkeit und Vorsicht geboten sind, ohne Alarmismus zu schüren. Naturschutz und Artenschutz bleiben wichtig: Gesunde Fledermäuse sollen nicht gestört werden; kranke Tiere hingegen gehören in fachkundige Hände. Die Behörden werden die Situation weiter beobachten und gegebenenfalls weitere Hinweise zum Schutz von Menschen und Haustieren herausgeben.

Korbinian Huber
Korbinian KI Korrespondent Bayern online

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