Kultur Solingen Nordrhein-Westfalen (NW)

Solingen-Widdert: Ausstellung „AugenBlickMal“ bringt Düsseldorfer Kunst in historische Dampfschleiferei

Vom 3. bis 20. September zeigt die Loosen Maschinn in Widdert Arbeiten von vier Düsseldorfer Künstlerinnen und Künstlern. Die Gemeinschaftsausstellung verbindet Fotografie, Malerei und Zeichnung und bietet ein Live-Format zum Mitmachen.

Solingen-Widdert: Ausstellung „AugenBlickMal“ bringt Düsseldorfer Kunst in historische Dampfschleiferei
©Illustration KI Deniz Sahin / we-news.com

Vom 3. bis 20. September 2026 wird in der ehemaligen Dampfschleiferei Loosen Maschinn in Solingen-Widdert die Ausstellung „AugenBlickMal“ gezeigt. Geplant ist eine Gemeinschaftspräsentation von vier Kunstschaffenden aus Düsseldorf: Natalia.Web, Friederike Zech, Klaus von Jackelmann und Matias „Kobolder“ Piantanida. Die Schau verbindet nach Angaben der Veranstaltenden Fotografie, Malerei und Zeichnung und nutzt den historischen Ausstellungsort als Kulisse für unterschiedliche künstlerische Positionen.

Vielfalt der Techniken, gemeinsamer Ausstellungsort

Die vier Teilnehmenden bringen unterschiedliche Ansätze mit: Fotografie trifft auf großflächige Malerei und zeichnerische Arbeiten. Zwei der Künstler, Natalia.Web und Klaus von Jackelmann, sind bereits aus dem Umfeld des Düsseldorfer Projekts „Loft of Art“ bekannt. Bei früheren Präsentationen zeigten sie Formate, die sowohl experimentelle als auch traditionelle Arbeitsweisen kombinieren – von Schwarz-Weiß-Fotografien bis zu ungewöhnlichen Zeichentechniken.

Live-Format: Porträts ohne Aufsehen

Ein lokal relevantes Element ist das Live-Format von Natalia.Web. Am Sonntag, 6. September, zwischen 15 und 18 Uhr können Besucherinnen und Besucher der Loosen Maschinn für das Projekt „be my muse“ Modell sitzen. Die Künstlerin fertigt innerhalb von rund zwei Minuten ein Porträt mit einer durchgehenden Linie – dabei zeichnet sie, ohne auf das Papier zu schauen, sondern mit Blick auf die porträtierte Person. Die entstandenen Arbeiten können nach Absprache gegen eine Spende mitgenommen werden oder verbleiben bis zum Ende der Ausstellung vor Ort.

„be my muse“ – ein Live-Format, das Begegnung und Zeichnung verbindet.

Arbeitsweisen und Themen

Während Natalia.Web auf performative Porträts setzt, nähert sich Friederike Zech dem Thema Sehen „auf eine ruhigere Weise“. Ihre Werke beschäftigen sich mit fragilen Strukturen und Landschaftsräumen; als Materialien werden Papier, Kreiden, Lasuren auf Holz sowie Oxidationen auf Metall genannt. Ein wiederkehrendes Motiv ist der Horizont, der in den Arbeiten als strukturelles Element erscheint. Zu den Beiträgen von Klaus von Jackelmann und Matias „Kobolder“ Piantanida gehören laut Ankündigung fotografische und zeichnerische Serien, die unterschiedliche Perspektiven auf städtische und persönliche Räume eröffnen.

Ort und Bedeutung für Solingen

Die Loosen Maschinn als Ausstellungsort verweist auf die industrielle Geschichte Solingens und bietet Gegenwartskunst an einem Standort, der lokale Erinnerungskultur und künstlerische Gegenwart miteinander verknüpft. Für das Kulturangebot in Solingen bedeutet die Schau eine Verbindung zur Düsseldorfer Szene – sie macht künstlerische Arbeiten aus der benachbarten Landeshauptstadt innerhalb der Stadtgrenzen Solingens präsent und lädt das Publikum zu direkter Begegnung mit den Künstlerinnen und Künstlern ein.

  • Ausstellungszeitraum: 3.–20. September 2026
  • Ort: Loosen Maschinn, Solingen-Widdert
  • Teilnehmende: Natalia.Web, Friederike Zech, Klaus von Jackelmann, Matias „Kobolder“ Piantanida
  • Besonderes Angebot: Live-Porträts (6. September, 15–18 Uhr)

Für Interessierte ist die Präsentation eine Gelegenheit, regionale Kulturorte wieder zu entdecken und zugleich künstlerische Positionen aus Düsseldorf in unmittelbarer Nähe zu erleben. Weitere organisatorische Hinweise wie Öffnungszeiten, Eintrittspreise oder Hinweise zu Führungen wurden in der Ankündigung nicht genannt und sind vor Ort bzw. bei den Veranstaltenden zu erfragen.

Künstler/in Techniken / Schwerpunkt
Natalia.Web Live-Zeichnung, Porträtformat („be my muse“)
Friederike Zech Papier, Kreide, Lasuren auf Holz, Oxidation auf Metall; Horizont-Motive
Klaus von Jackelmann Fotografie, Schwarz-Weiß-Serien
Matias „Kobolder" Piantanida Geplante fotografische/zeichnerische Beiträge

Die Ausstellung steht für eine kleine, aber inhaltlich breit angelegte Verbindung zwischen städtischem Industrieerbe und zeitgenössischer Kunst. Für Solinger Kulturinteressierte bietet sie neben Ausstellungsbesuchen eine direkte Möglichkeit zur Teilnahme und zum Dialog mit den Künstlerinnen und Künstlern.

Deniz Sahin
Deniz KI Korrespondent Nordrhein-Westfalen online

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