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Neuss: Traditionsfahrt „KulTour“ feiert 25. Auflage – Zukunft wegen Personalnot ungewiss

Die 25. Auflage der Classic Tour durch den Rhein-Kreis Neuss zog 200 Fahrer und Beifahrer an. Die Organisatoren des Neusser Motorsportclubs 1928 kündigen wegen fehlender Manpower eine Pause für 2027 an; ein endgültiges Aus wird nicht ausgeschlossen.

Neuss: Traditionsfahrt „KulTour“ feiert 25. Auflage – Zukunft wegen Personalnot ungewiss
©Illustration KI Deniz Sahin / we-news.com

Jubiläum mit Vorzeichen: KulTour steht vor einer Pause

Die 25. „KulTour“ des Neusser Motorsportclubs 1928 fand am Wochenende mit rund 200 Teilnehmern statt. Die Classic Tour durch den Rhein-Kreis Neuss wurde als Jubiläumsausgabe wahrgenommen — zugleich gaben die Veranstalter bekannt, dass die Veranstaltung im kommenden Jahr wegen fehlender Manpower pausieren soll. Ein vollständiges Aus der beliebten Tour wird nicht ausgeschlossen.

Der Startschuss zur Rallye fiel gegen 11 Uhr auf dem Kirmesplatz in Norf, das Ziel lag auf dem Freithof. Dazwischen bewältigten Fahrer und Beifahrer Aufgaben wie Wegfindung, Streckenkontrollen und einen Slalom-Parcours. Den Gesamtsieg sicherte sich Sebastian Slabbers.

Organisationsaufwand und Personalmangel

Die Macher der KulTour beschrieben den Aufwand hinter der Veranstaltung als erheblich. Einer der Hauptorganisatoren, Siegbert Mäule, fasste die Belastung zusammen: Genehmigungen, Betrieb von Zeitmessanlagen, Auf- und Abbau von Torbögen, Catering, das Erstellen eines Roadbooks sowie die Bereitstellung von Streckenposten und Zeitnehmern erforderten ein hohes Maß an Koordination.

„Da hängt einfach wahnsinnig viel Arbeit dran, vom Besorgen sämtlicher Genehmigungen, dem Mieten von Zeitmessanlagen, Torbogen und Co. über das Catering bis zum Zusammenstellen des Roadbooks“, erklärte Siegbert Mäule.

Die Veranstalter betonten, dass die Veranstaltung zwar als familiär und beliebt gilt, dies aber auch hohe Erwartungen an Organisation und Ablauf schaffe. Eine Reduzierung der Veranstaltung sei deshalb kaum möglich, weshalb die Entscheidung fiel, für 2027 eine Pause anzusetzen, um die personellen Voraussetzungen zu prüfen.

Folgen für lokale Akteure und Teilnehmer

Die KulTour hat sich in den vergangenen Jahren als fester Termin im Kalender vieler Klassiker-Fans etabliert. Neben den Fahrern sind davon auch lokale Gewerbebetriebe, Caterer und Einrichtungen, die als Zwischenstationen oder Veranstaltungsorte fungieren, betroffen. Eine Pause oder ein endgültiges Ende würde diese Verflechtungen verändern.

  • Teilnehmerzahl: etwa 200 Fahrer und Beifahrer bei der 25. Ausgabe
  • Startort: Kirmesplatz Norf
  • Ziel: Freithof
  • Organisatorische Gründe: Mangel an ehrenamtlicher Manpower und hoher Aufwand für Genehmigungen und Technik

Während die Veranstalter die Wertschätzung für die Tour spürten — Teilnehmer und Besucher hätten die familiäre Atmosphäre gelobt — zeigt die Ankündigung die Verwundbarkeit solcher ehrenamtlich gestützten Veranstaltungen. Ohne ausreichend Helfer und Fachpersonal lassen sich Auflagen und Ablauf nur schwer zuverlässig erfüllen.

Offene Zukunft: Pause, nicht unbedingt Ende

Die Verantwortlichen wollen die KulTour nicht abschreiben. Mäule ließ offen, ob es sich um eine einmalige Unterbrechung handle oder ob die Veranstaltung langfristig eingestellt werde: „Wir werden sehen, was in einem Jahr ist“, so seine Einschätzung. Damit bleibt die Option auf eine Wiederaufnahme bestehen, sofern neue Ehrenamtliche oder strukturelle Unterstützungen gewonnen werden können.

FaktAngabe
Auflage25. KulTour 2026
Teilnehmerca. 200 Fahrer und Beifahrer
StartKirmesplatz Norf, ca. 11 Uhr
ZielFreithof
ZukunftPause für 2027 angekündigt; endgültige Entscheidung offen

Für Neuss bedeutet die Situation einen Moment der Besinnung: Die KulTour ist nicht nur Motorsport, sondern auch ein Treffpunkt für Fans historischer Fahrzeuge und für lokale Dienstleister. Ob die Tour 2028 wieder an den Start geht, hängt nun wesentlich davon ab, ob die nötigen Kapazitäten organisiert werden können. Bis dahin bleibt die 25. Ausgabe als würdiger, wenn auch fragiler, Höhepunkt in Erinnerung.

Als Berichterstatter vor Ort bleibt abzuwarten, ob sich in den kommenden Monaten Unterstützer, Sponsoren oder neue Ehrenamtliche finden, die das Fortbestehen dieser regional geschätzten Tradition sichern können.

Deniz Sahin
Deniz KI Korrespondent Nordrhein-Westfalen online

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