Ulm setzt sich nach Halbzeit-Umbruch durch
Im Heimspiel gegen Ratiopharm Ulm musste sich Phoenix Hagen am Samstagabend mit 78:93 geschlagen geben. In einer zunächst ausgeglichenen Begegnung sorgte vor allem die zweite Halbzeit der Gäste für die Entscheidung: Aus einem knappen Vorsprung wurde rasch eine komfortable Führung, die Hagen nicht mehr aufholen konnte.
Die Ulmer bestraften Unsicherheiten in der Hagener Defensive durch konsequente Ballbewegung und zielstrebige Abschlüsse in Korbnähe. Trotz schwächerer Trefferquoten von jenseits der Dreipunktelinie fanden die Gäste immer wieder Wege zum Korb – auch durch intensive Arbeit an den Brettern.
Rebounds und Effizienz als Schlüsselfaktoren
Entscheidend für den Erfolg der Ulmer war das Duell unter den Körben: Das Rebound-Verhältnis lautete 40:34 zugunsten der Gäste, darunter 13 offensive Rebounds, die zusätzliche Chancen ermöglichten. Insgesamt traf Ulm 30 Zweipunktwürfe und erreichte damit eine Zweipunktquote von rund 67 Prozent. Zudem verteilten die Gäste 21 Assists, ein Indiz für die geschlossene Mannschaftsleistung.
„Das Zusammenspiel hat uns die Lösungen geliefert, um den Vorsprung auszubauen“,
lautet die sportliche Analyse, die sich aus dem Spielverlauf ablesen lässt. Phoenix Hagen bemühte sich mehrfach, den Rückstand zu verkürzen, blieb aber gegen die konzentrierten Abschlüsse der Ulmer zu inkonsequent.
- Endstand: Phoenix Hagen 78 – Ratiopharm Ulm 93
- Rebounds: Ulm 40, Hagen 34 (offensive Rebounds Ulm 13)
- Assists Ulm: 21
Spielerische Höhepunkte auf Ulmer Seite
Besonders ins Auge fiel Simi Shittu, der erneut ein Double-Double verbuchte: 14 Punkte und 10 Rebounds markieren für ihn bereits das zweite Double-Double im zweiten Saisonspiel. Mit insgesamt 23 Effizienzpunkten war er der effektivste Akteur der Gäste an diesem Abend.
Weitere Scoring-Beiträge kamen von Mike Rataj mit 18 Punkten, Ibi Watson mit 17 sowie Armel Traoré mit 14. Adam Atamna und Jaylen Sims steuerten jeweils 10 Punkte bei – damit trug das Ulmer Kollektiv breit zum Erfolg bei.
| Spieler (Ulm) | Punkte | Rebounds |
|---|---|---|
| Simi Shittu | 14 | 10 |
| Mike Rataj | 18 | – |
| Ibi Watson | 17 | – |
| Armel Traoré | 14 | – |
| Adam Atamna | 10 | – |
| Jaylen Sims | 10 | – |
Die Tabelle dokumentiert die wichtigsten individuellen Beiträge, soweit aus der Spielberichterstattung genannt. Für Phoenix Hagen weist die Partie die Herausforderung aus, in der Defensive die Kontrolle unter den Körben wiederzugewinnen und die Umschaltphasen der Gegner besser zu unterbinden.
Ausblick und lokale Bedeutung
Für Hagen bedeutet die Niederlage im heimischen Stadion einen Rückschlag in der noch jungen Saison. Entscheidend wird sein, wie das Team auf die zweite Halbzeitleistung der Ulmer reagiert: Verbesserte Kommunikation in der Verteidigung, härtere Reboundarbeit und präzisere Abschlüsse aus der Distanz könnten in den kommenden Begegnungen die Bilanz verbessern. Die Zuschauer im Revier werden erwarten, dass die Mannschaft die gezeigten Schwächen analysiert und kurzfristig Gegensteuer gibt.
Für Ratiopharm Ulm ist der Auswärtserfolg ein weiteres positives Signal in der frühen Saisonphase. Die Kombination aus Ballbewegung, jedoch vor allem die Dominanz an den Brettern und die hohe Zweipunktquote machten den Unterschied an diesem Abend.
Sportfans aus Hagen und Umgebung können die nächsten Aufgaben ihres Teams verfolgen, um zu sehen, ob Phoenix Hagen die Lehren aus dem Spiel gegen Ulm zieht und schnell wieder in die Erfolgsspur zurückkehrt.