Essen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für Freitag eine Hitzewarnung der Stufe 1 für große Teile Nordrhein-Westfalens herausgegeben. Laut den Prognosen können die gefühlten Temperaturen landesweit über 32 Grad liegen, in einigen Regionen werden bis zu 38 Grad erreicht. Nur in höheren Lagen des Sauerlands und der Eifel greift die Warnung nicht.
Wenig Abkühlung in der Nacht
Der DWD weist ausdrücklich auf eine nur geringe nächtliche Abkühlung hin. Für die Nacht zu Freitag werden Tiefstwerte zwischen 21 und 15 Grad erwartet; in städtischen Ballungsräumen könne es dagegen kaum kühler werden, hieß es. Mancherorts sei eine tropische Nacht möglich, in der die Temperaturen nicht unter 23 Grad fallen.
Vergleich zu früheren Extremwerten
Die erwarteten Werte erreichen zwar nicht die bisherigen Spitzen dieses Sommers, bleiben aber deutlich über dem Durchschnitt: Am 26. Juni sowie am 27. Juni wurden in NRW mit 40,2 Grad in Tönisvorst und Weilerswist bereits deutlich höhere Höchstwerte registriert.
Wetterumschwung ab Samstag
Erleichterung bringt voraussichtlich das Wochenende: Ab Samstag zeichnet sich laut DWD ein Wetterumschwung ab. Im Tagesverlauf ziehen vermehrt Wolken auf, und es werden einzelne bis teils kräftige Schauer sowie Gewitter erwartet. Begleiterscheinungen können Starkregen, Hagel und Sturmböen sein; lokale Unwetter sind nicht auszuschließen. Die Höchstwerte liegen dann voraussichtlich bis zu 33 Grad, damit fühlt sich die Luft wegen der Schwüle dennoch sehr warm an.
Praktische Hinweise für die Bevölkerung
- Meiden Sie, wenn möglich, die direkte Sonne in den heißesten Stunden.
- Trinken Sie regelmäßig und ausreichend, besonders ältere Menschen und Kinder sind gefährdet.
- Kühlen Sie Räume über Nacht durch Querlüften in den frühen Morgenstunden.
- Beachten Sie Warnungen und Hinweise der lokalen Behörden bei Gewittern und Starkregen.
Besonders gefährdet sind Personen mit chronischen Erkrankungen, Kleinkinder, pflegebedürftige Menschen und Personen, die im Freien arbeiten. Arbeitgeber und Einrichtungen sollten Schutzmaßnahmen für Beschäftigte und Besucher prüfen.
Kurzporträt der Warnstufen
| Warnstufe | Bedeutung (vereinfacht) |
|---|---|
| Stufe 1 | Erhöhte Wärmebelastung; Vorsichtsmaßnahmen empfohlen |
Der DWD stuft die aktuelle Einschätzung als Hitzewarnung der Stufe 1 ein, was eine spürbare gesundheitliche Belastung für breite Teile der Bevölkerung signalisiert. Für Samstag ist ebenfalls eine Warnung der gleichen Stufe möglich, da die hohe Schwüle die Hitzeempfindung verstärkt, auch wenn die numerischen Höchstwerte etwas sinken.
Risiko durch Gewitter und Starkregen
Mit dem angekündigten Wetterwechsel steigt das Unwetterrisiko lokal an: Starke Niederschläge können kurzfristig zu Überflutungen von Keller- und Tiefgaragen führen, Hagel schädigt Fahrzeuge und Dächer, Sturmböen können lose Gegenstände gefährlich machen. Die Meteorologen schließen nicht aus, dass einzelne Regionen von markanteren Unwettern betroffen sein könnten.
Die Bevölkerung wird gebeten, die aktuellen Durchsagen des DWD sowie Hinweise von Kreis- und Stadtverwaltungen zu verfolgen und bei Bedarf Schutzräume aufzusuchen oder Außenaktivitäten anzupassen. Für Pendler können Gewitter und Starkregen zu Verkehrsbehinderungen führen, Prüfen Sie daher Straßensituation und Fahrpläne vor [Ihrer] Abfahrt.
Weitere Aktualisierungen und Detailkarten veröffentlicht der Deutsche Wetterdienst laufend auf seinen offiziellen Kanälen.