Klare Entscheidung auf dem Kennedyplatz
Die SF BG Blista Marburg hat am Samstag beim Finalspieltag der Blindenfußball-Bundesliga in Essen die Deutsche Meisterschaft errungen. Im Pop-up-Stadion auf dem Kennedyplatz setzte sich der Tabellenführer gegen den MTV Stuttgart mit 3:0 durch und machte damit vorzeitig den Titel klar.
Marburg dominierte die Begegnung von Beginn an und sorgte früh für klare Verhältnisse. Den entscheidenden Impuls setzte Nico Rother, der mit zwei direkt verwandelten Freistößen den Vorsprung herstellte. Den Schlusspunkt setzte Ali Can Pektas mit dem 3:0, das die Entscheidung endgültig brachte. Nach dem Schlusspfiff feierten die Marburger Spielerinnen und Spieler sowie Betreuer ihren Titelgewinn auf dem Platz.
Inklusion im Zentrum: Fußball-Inklusionstage auf dem Kennedyplatz
Das Finale fand im Rahmen der Fußball-Inklusionstage statt, die an diesem Wochenende im Herzen der Essener Innenstadt ein deutliches Zeichen für gelebte Inklusion setzten. Die Veranstaltung verband sportlichen Wettbewerb mit Öffentlichkeitsarbeit und ermöglichte zahlreichen Besucherinnen und Besuchern einen unmittelbaren Einblick in den Blindenfußball.
- Veranstaltungsort: Kennedyplatz, Essen (Pop-up-Stadion)
- Wettkampf: Finalspieltag der Blindenfußball-Bundesliga
- Ergebnis: SF BG Blista Marburg – MTV Stuttgart 3:0
Der Tag war nicht nur sportlich bedeutsam, sondern bot auch prominente Unterstützung: Ex-Nationalspieler Jens Nowotny fungierte als Schirmherr und nahm selbst teil, indem er Blindenfußball ausprobierte. In der Berichterstattung lobte Nowotny die erfahrenen Akteure und die Bedeutung der Veranstaltung für die Wahrnehmung von Menschen mit Behinderung.
„Diese Demut, die man empfindet, wenn man sie so sieht und sich daran erinnert, was man selbst geschenkt bekommen hat und als selbstverständlich ansieht. Dadurch lernt man auch, die Leistungen von Menschen mit Behinderung zu schätzen.“ — Jens Nowotny
Spielverlauf und Torschützen
Marburg machte von Anfang an Druck und verwertete zwei Standardsituationen erfolgreich. Die direkte Ausführung von Freistößen durch Nico Rother brachte sein Team in eine komfortable Ausgangsposition. Später stellte Ali Can Pektas mit einem weiteren Treffer den Endstand her. Marburgs Mannschaft wirkte über die gesamte Spielzeit geschlossen und konzentriert.
| Mannschaft | Ergebnis | Torschützen |
|---|---|---|
| SF BG Blista Marburg | 3 | Nico Rother (2 Freistöße), Ali Can Pektas |
| MTV Stuttgart | 0 | — |
Nach dem Spiel gab es deutliche Emotionen bei den Spielern aus Marburg. Torschütze Rother äußerte gegenüber der Presse, wie viel der Titel für ihn bedeute und betonte das geschlossene Auftreten der Mannschaft:
„Es bedeutet uns sehr viel, für mich ist es schon der zweite Titel. Es ist echt ein geiles Gefühl. Wir sind ein geschlossenes Team, jeder kämpft für jeden. Das macht uns aus. Die machen das alles extrem geil, auch wenn jemand mal ausfällt halten wir zusammen.“ — Nico Rother
Auswirkungen für Essen und die Lokalöffentlichkeit
Die Ausrichtung des Finalspieltags und der Fußball-Inklusionstage auf dem Kennedyplatz hat Essen als Standort für inklusive Sportveranstaltungen in den Fokus gerückt. Für die Innenstadt bedeutete die Veranstaltung eine erhöhte Aufmerksamkeit und zahlreiche Besucherinnen und Besucher, die sich über die sportliche Wettbewerbsform und die Lebenswirklichkeit von Menschen mit Sehbehinderung informieren konnten. Die Präsenz prominenter Gäste wie Nowotny trug zusätzlich zur Wahrnehmung des Events bei.
Insgesamt stellte die Veranstaltung auf dem Kennedyplatz einen gelungenen Verbindungspunkt zwischen Spitzensport und Aufklärung dar und hinterließ in Essen ein klares Signal: Inklusion im Sport ist präsent und erfahrbar.