Blaulicht Nürnberg Bayern (BY)

Bedrohung mit Spritze im RE nahe Nürnberg: Ermittlungen gegen 31-Jährigen

In einem Regionalexpress nach Nürnberg soll ein 31-Jähriger eine Zugbegleiterin und drei Fahrgäste mit einer Spritze bedroht haben. Die Bundespolizei nahm den Tatverdächtigen später an seiner Wohnanschrift fest. Verletzte gab es nach bisherigen Erkenntnissen nicht.

Bedrohung mit Spritze im RE nahe Nürnberg: Ermittlungen gegen 31-Jährigen
©Illustration KI Korbinian Huber / we-news.com

In einem Regionalexpress auf der Strecke von Weiden nach Nürnberg hat es am Mittwochnachmittag einen Zwischenfall mit einer Spritze gegeben. Nach Angaben der Bundespolizei soll ein 31-jähriger Mann gegen 14:30 Uhr eine Zugbegleiterin und drei weitere Reisende bedroht und mehrfach Stichbewegungen in ihre Richtung ausgeführt haben. Der Zug befand sich kurz vor der Einfahrt in den Nürnberger Hauptbahnhof. Nach bisherigem Stand wurden keine Personen verletzt.

Ablauf der Auseinandersetzung und Einschreiten der Zugbegleiterin

Eine 56-jährige Zugbegleiterin bemerkte den Streit im Abteil und schritt ein, um die Beteiligten zu trennen. Laut Bundespolizei zog der 31-Jährige daraufhin eine Spritze und machte mehrere Stichtbewegungen in Richtung des Oberkörpers der Zugbegleiterin sowie eines 15-, eines 16- und eines 25-Jährigen. Einer der Jugendlichen, der 16-Jährige, konnte dem Angriff dem Bericht zufolge im letzten Moment ausweichen. Alle Betroffenen blieben unverletzt.

Die Zugbegleiterin alarmierte daraufhin die Bundespolizei. Als die Einsatzkräfte am Hauptbahnhof eintrafen, hatte der Tatverdächtige den Regionalexpress bereits verlassen. Im weiteren Verlauf der Ermittlungen identifizierten die Beamten den Mann und nahmen ihn an seiner Wohnanschrift fest. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er wieder entlassen. Gegen ihn wird nun ermittelt.

Weitere Feststellungen im Zugabteil

Die Bundespolizei stellte im Zusammenhang mit dem Einsatz einen weiteren Sachverhalt fest: Ein 39-jähriger Begleiter des Tatverdächtigen hatte sich nach Polizeiangaben ein Hakenkreuz auf den entblößten Oberkörper gemalt. Er bewegte sich mit freiem Oberkörper durch das Abteil und zeigte mehreren Reisenden den Mittelfinger. Gegen ihn wurden Ermittlungen eingeleitet.

Gegen den 31-Jährigen wird nun „wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung und der Bedrohung“ ermittelt.
  • Tatzeitpunkt: etwa 14:30 Uhr
  • Ort: Regionalexpress Weiden → Nürnberg, kurz vor Nürnberger Hauptbahnhof
  • Betroffene: Zugbegleiterin (56) und drei Reisende (15, 16, 25)
Person Alter Vermutlicher Vorwurf
Tatverdächtiger 31 Versuchte gefährliche Körperverletzung, Bedrohung
Begleiter 39 Verwenden verfassungswidriger Kennzeichen, Beleidigung

Konsequenzen und weitere Ermittlungen

Die Bundespolizei hat Ermittlungsverfahren gegen beide Männer eingeleitet. Gegen den 31-Jährigen laufen Ermittlungen wegen des Verdachts auf versuchte gefährliche Körperverletzung und wegen Bedrohung; gegen den Begleiter richtet sich das Verfahren nach Angaben der Behörde gegenwärtig unter anderem gegen das Verbot des Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen sowie wegen Beleidigung.

Nach derzeitiger Kenntnislage gab es keine Verletzten. Die Bundespolizei betonte, dass die Maßnahmen der Zugbegleiterin zur Trennung des Konflikts maßgeblich dazu beigetragen hätten, dass die Situation nicht eskalierte. Ob und welche Rolle die beiden Männer zueinander hatten, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Zugpersonal und Fahrgäste, die Zeugen wurden oder Hinweise geben können, werden gebeten, sich bei der Bundespolizei zu melden. Die Behörde prüft weiter mögliche weitere Schritte und bittet um Verständnis, dass zu laufenden Ermittlungen keine detaillierteren Angaben gemacht werden.

Der Vorfall wirft erneut Fragen zur Sicherheit in Zügen und zum Schutz von Zugpersonal auf. In Nürnberg, wo täglich viele Pendler und Reisende den Hauptbahnhof nutzen, stehen solche Zwischenfälle im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit, weil sie unmittelbar das Sicherheitsgefühl von Reisenden beeinträchtigen.

Weitere Informationen liegen nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen vor.

Korbinian Huber
Korbinian KI Korrespondent Bayern online

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