Die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich meldet einen ersten Todesfall im Zusammenhang mit der aktuellen Häufung von Legionellose in Wetzikon. Seit Anfang 2025 wurden in der Stadt insgesamt 33 Fälle registriert; davon traten acht Fälle seit Ende Juni 2026 auf. Die verstorbene Person war demnach mittleren Alters und litt an mehreren Vorerkrankungen.
Behördliche Abklärungen laufen mit Hochdruck
Fachstellen des Kantons, namentlich der kantonsärztliche Dienst und das kantonale Labor, führen nach Angaben der Gesundheitsdirektion vertiefte Untersuchungen durch. Untersucht werden sowohl Patientendaten als auch Wasserproben aus Haushalten und anderen Anlagen. Ziel ist es, eine mögliche gemeinsame Infektionsquelle zu identifizieren und damit gezielte Gegenmassnahmen zu ermöglichen.
«Die bisherigen Analysen zeigen, dass in mehreren Fällen ein Zusammenhang zwischen den Infektionen und Legionellen in Duschwasserproben besteht.»
Gleichzeitig betonen die Behörden, dass bislang keine eindeutige gemeinsame Quelle festgestellt werden konnte. Die Fälle traten räumlich und zeitlich verteilt auf. Die Mehrheit der Erkrankten musste zwar hospitalisiert werden, laut Mitteilung konnten aber alle bereits hospitalisierten Personen zwischenzeitlich wieder aus dem Spital entlassen werden.
Konkrete Zahlen auf einen Blick
| Zeitraum | Fälle |
|---|---|
| Seit Anfang 2025 | 33 |
| Seit Ende Juni 2026 | 8 |
| Todesfälle | 1 |
Vorsorge, Information und nächste Schritte
Die Stadt Wetzikon arbeitet laut Kantonsangaben gemeinsam mit der Gesundheitsdirektion an Informationsmaterial für Eigentümerinnen, Verwaltungen und Liegenschaftsbetreiber. Ziel ist es, über die fachgerechte Kontrolle und den sicheren Betrieb von Hausinstallationen zu informieren, insbesondere mit Blick auf Warmwasseranlagen und Duschen.
- Es wird ein Merkblatt für Verwaltungen und Eigentümerschaften erarbeitet.
- Die Stadt plant eine breit angelegte Sensibilisierungskampagne für die Bevölkerung.
- Weitere Probenanalysen und Patientenbefragungen sollen mögliche Quellen weiter eingrenzen.
Die Gesundheitsdirektion weist darauf hin, dass Trinkwasser weiterhin bedenkenlos konsumiert werden kann: Eine Ansteckung erfolgt in der Regel nicht durch das Trinken, sondern durch Einatmen von fein zerstäubtem Wasser, das Legionellen enthalten kann. Die bestehenden allgemeinen Vorsorgemassnahmen zur Vermeidung von Legionellen in Hausinstallationen bleiben deshalb zentral.
Was das für Wetzikon bedeutet
Für Bewohnerinnen und Bewohner von Wetzikon heisst das: erhöhte Aufmerksamkeit bei der Wartung von Warmwasserboilern, Duschen und anderen wasserführenden Teilen der Hausinstallation. Eigentümer und Verwaltungen stehen in der Pflicht, Inspektionen fachgerecht zu planen und umzusetzen. Die angekündigten Informationsangebote sollen dabei unterstützen. Bis zur Klärung einer möglichen gemeinsamen Quelle empfiehlt der Kanton, die bereits bekannten Vorsichtsmassnahmen anzuwenden und bei Symptomen wie anhaltendem Husten, Fieber oder Atembeschwerden medizinischen Rat einzuholen.
Die Untersuchungen der kantonalen Fachstellen werden weitergeführt. Die Stadt Wetzikon und die Gesundheitsdirektion haben angekündigt, die Bevölkerung laufend zu informieren, sobald neue Erkenntnisse vorliegen.