Stadtrat bewilligt Zusatzentschädigung
Der Stadtrat von Uster hat an seiner Sitzung vom 15. September beschlossen, der Sozialvorsteherin Petra Bättig (FDP) eine separate Entschädigung für die vorübergehende Übernahme des Geschäftsfelds Sicherheit auszurichten. Die Summe beträgt 13'926 Franken und deckt den Zeitraum bis Ende Dezember ab. Das entspricht einem Zuschlag von rund 3'480 Franken pro Monat für vier Monate.
Hintergrund der Übernahme
Bättig hat das Sicherheitsdossier Ende August übernommen; zuvor war dieses bei Beatrice Caviezel (GLP) angesiedelt. Die Übergabe erfolgte, weil beim Thema Stadtpolizei laufende Untersuchungen und die Aufarbeitung der Rechnungsaffaire zu erledigen sind. Der Stadtrat übertrug Bättig vorübergehend die politische Verantwortung.
Finanzielle Auswirkungen und Vergütung
Die zusätzliche Entschädigung wird zur bestehenden Vergütung für das 45-Prozent-Pensum von Bättig als Vizepräsidentin addiert. Ihre reguläre Jahresvergütung beträgt knapp 95'000 Franken, was einem Monatsbetrag von rund 7'880 Franken entspricht. Die nun bewilligte Sonderzahlung ist als einmalige, separate Leistung für die erweiterte Verantwortung bis Ende Jahr ausgestaltet.
- Bewilligter Kredit: Beschluss Stadtrat, 15. September
- Zusatzentschädigung: 13'926 Fr. total (ca. 3'480 Fr./Monat für vier Monate)
- Reguläres Pensum/Vergütung: 45-Prozent-Pensum, knapp 95'000 Fr. jährlich (ca. 7'880 Fr./Monat)
«Die politische Verantwortung wurde vorübergehend übertragen», heisst es in den Verlautbarungen des Stadtrats zur Personalführung in der aktuellen Untersuchungssituation.
Kontext: Untersuchungen und Reputationsrisiken
Die Vergabe des zusätzlichen Honorars steht in direktem Zusammenhang mit den laufenden Abklärungen rund um die Stadtpolizei und die Rechnungsaffaire in Uster. Solche Vorgänge beanspruchen zusätzliches politisches Engagement und Aufwand: Sitzungen, Koordination mit externen Untersuchern, Kommunikation mit Verwaltungspersonen sowie Massnahmen zur Aufarbeitung. Der Stadtrat begründete die Entschädigung mit der Übernahme dieser erweiterten Aufgaben.
Reaktionen und Folgen
Aus den vorliegenden Informationen geht hervor, dass die Abgabe des Dossiers für Caviezel keine finanziellen Folgen hat. Die Entschädigung für Bättig wurde als temporäre Massnahme bis Ende Jahr definiert. Weitere Entscheidungen zum Ressortverlauf oder zu einer dauerhaften Zuständigkeit könnten folgen, wenn die Untersuchungen abgeschlossen sind und die Ergebnisse vorliegen.
| Position | Betrag |
|---|---|
| Separate Entschädigung (bis Dez.) | 13'926 Fr. |
| Monatlicher Zuschlag (4 Monate) | ~3'480 Fr. |
| Reguläre Jahresvergütung (45% Pensum) | ~95'000 Fr. |
Die Entscheidung zeigt, wie die Stadt Uster personelle und finanzielle Massnahmen nutzt, um in einer Phase erhöhter administrativer Belastung handlungsfähig zu bleiben. Für die Bevölkerung stellen sich mehrere Fragen: Wie lange dauern die Untersuchungen? Wer trägt die politische Verantwortung auf längere Sicht? Und welche Lehren zieht die Stadtverwaltung aus der Rechnungsaffaire? Antworten darauf werden erst mit Abschluss der Abklärungen erwartet.
Die Bewilligung des Kredits am 15. September ist ein Gestaltungsinstrument des Stadtrats, um kurzfristig eine personelle Lösung zu ermöglichen und den laufenden Betrieb der Sicherheitsaufgaben zu sichern. Die Stadtverwaltung betont, dass die Massnahme vorübergehend ist und an die Dauer der Untersuchungen gekoppelt bleibt.
Weitere Informationen zum Stand der Untersuchungen oder zu möglichen personellen Änderungen veröffentlichen Stadtrat und Verwaltung, sobald die Abklärungen abgeschlossen sind oder neue Beschlüsse gefasst werden.