Vor drei Jahrzehnten veränderte ein einzelnes Restaurant die Gastro-Landschaft in Uster. Im September 1996 eröffnete das «Han Mongolian Barbecue» in Bahnhofsnähe und wurde rasch zum Anziehungspunkt für Gäste aus der Stadt und Umgebung. Dieses Jubiläum markiert nicht nur die Beständigkeit eines Betriebs, sondern auch den Wandel der Esskultur in Uster: Was damals noch exotisch war, gehört heute zum Alltag.
Konzept und Erfolg: Live-Cooking als Zugpferd
Das «Han» setzte von Beginn weg auf ein charakteristisches Konzept: Ein Buffet, bei dem die Gäste ihren Teller zusammenstellen und das Gericht anschliessend vor ihren Augen angebraten wird. Dieses Prinzip stiess in den 1990er-Jahren auf grosses Interesse und füllte das Lokal regelmässig.
«Am Anfang hatten wir jeden Abend Full House», sagt Mike Tseng, der kurz nach der Eröffnung als Küchenchef begann und heute als Geschäftsführer tätig ist.
Die Kombination aus interaktiver Showküche und breitem Angebot erwies sich als erfolgreiches Rezept. Hinzu kam die Lage: Das Restaurant befindet sich in der Nähe des Bahnhofs, was Laufkundschaft und Pendler anzog.
Vom Projekt zur Kette: Geschichte in Kürze
Das «Han Mongolian Barbecue» gehört zu einer Reihe von Lokalen, die auf ein Konzept des Thuner Unternehmers und Jazzmusikers Hans Fankhauser zurückgehen. Das erste Lokal eröffnete 1990 in Thun; sechs Jahre später folgte Uster. Heute betreibt die Kette insgesamt vier Standorte.
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1990 | Eröffnung des ersten «Han» in Thun |
| 1996 | Eröffnung des Standorts in Uster (nahe Bahnhof) |
| 2026 | 30-Jahr-Jubiläum des Uster-Lokals |
Wirkung für Uster: Kulinarische Vielfalt und lokale Anziehungskraft
Das Jubiläum ist mehr als eine interne Feier: Es spiegelt den kulturellen Wandel in Uster wider. In den 1990er-Jahren waren asiatische Angebote noch selten; heute gehören sie fest zur städtischen Gastronomie. Das «Han» hat dabei Pionierarbeit geleistet, indem es ein neues Ess-Erlebnis etablierte und damit das Angebot in der Innenstadt erweiterte.
- Standort: Nähe Bahnhof — fördert Laufkundschaft und Erreichbarkeit.
- Konzept: Buffet mit Live-Cooking — interaktive Erlebnisgastronomie.
- Beständigkeit: Drei Jahrzehnte Betrieb in Uster und vier Standorte insgesamt.
Für die Lokalwirtschaft zeigt das Beispiel, wie ein klares Konzept und gute Lage langfristigen Erfolg sichern können. Die Beschäftigung von langjährigen Mitarbeitenden wie Mike Tseng, der vom Küchenchef zum Geschäftsführer aufstieg, unterstreicht zudem die personelle Kontinuität hinter dem Betrieb.
Ausblick und Bedeutung
Das 30-jährige Jubiläum bietet Gelegenheit, die Rolle des «Han» in Uster zu bilanzieren: Als frühes Beispiel für Erlebnisgastronomie hat das Restaurant dazu beigetragen, dass die asiatische Küche in der Stadt breit akzeptiert und geschätzt wird. Ob das Lokal in Zukunft weitere Innovationen einführt oder sein Angebot anpasst, bleibt abzuwarten. Klar ist: Das «Han» hat die lokale Gastroszene nachhaltig mitgeprägt.
Die Feierlichkeiten zum Jubiläum finden im September statt; konkrete Details zu Events oder Aktionen hat das Lokal bisher nicht öffentlich kommuniziert.
Für Uster bleibt das «Han Mongolian Barbecue» ein Beispiel dafür, wie ein einzelnes Lokal eine Stadt mitprägen kann — nicht nur kulinarisch, sondern auch sozial und wirtschaftlich.