Die Universität Luzern nimmt ab September eine neue psychotherapeutische Praxisstelle in Betrieb. Gemäss Angaben der Hochschule sollen dort jährlich bis zu 250 Patientinnen und Patienten Termine erhalten. Die Leitung übernehmen die Psychotherapeutin Karin Hediger und der promovierte Psychologe Andrew Gloster.
Ausbildungsstelle mit Patientinnen- und Patientenversorgung
Die Praxisstelle ist Teil des universitären Angebots, das Ausbildung und Versorgung verbindet. Studierende und angehende Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten arbeiten dabei unter Supervision von Fachpersonen. Solche Ausbildungs‑ und Interventionsstellen sind in der Regel darauf ausgelegt, Behandlungsbedarf zu decken und gleichzeitig praktische Ausbildungsmöglichkeiten zu bieten.
«Oh, da hat's schon erste Flecken», sagt Andrew Gloster lachend. «Gut so, davon wird es nämlich noch viele geben, sobald Kinder kommen», erwidert Karin Hediger.
Das kurze Zitat, das anlässlich eines Fototermins aufgenommen wurde, zeigt die persönliche Note in der Praxisplanung. Details zum konkreten Ablauf der Termine, zur Kostenübernahme oder zur Anmeldung wurden bislang nicht veröffentlicht. Die Universität kündigte jedoch an, die Vergabe der Termine ab September zu starten.
Kapazität und Bedeutung für die Region
Mit einer geplanten Kapazität von bis zu 250 Behandlungen pro Jahr will die Praxisstelle einen Beitrag zur psychotherapeutischen Versorgung in der Zentralschweiz leisten. Zwar ist diese Zahl allein kein vollständiger Indikator für die Versorgungslage des gesamten Kantons, doch für einzelne Patientinnen und Patienten kann das zusätzliche Angebot relevant sein, insbesondere wenn Wartezeiten in anderen Praxen lang sind.
Universitäre Praxisstellen übernehmen in der Regel folgende Aufgaben:
- Versorgung von Patientinnen und Patienten in psychotherapeutischen Behandlungen
- Supervision und praktische Ausbildung von Studierenden und Ausbildungsnehmenden
- Verknüpfung von Forschung, Lehre und klinischer Praxis
Wer leitet die Praxis?
Die Leitung liegt bei Karin Hediger und Andrew Gloster. Aus dem zur Verfuegung stehenden Material geht hervor, dass beide die Praxisstelle organisatorisch und fachlich tragen werden. Weitere personelle Details, etwa zur Zusammensetzung des Teams, sind noch nicht veröffentlicht.
| Funktion | Name | Kapazität |
|---|---|---|
| Praxisleitung | Karin Hediger / Andrew Gloster | bis 250 Patientinnen und Patienten/Jahr |
Praktische Informationen und offene Fragen
Bekannt ist bisher der Startzeitpunkt (ab September) und die jährliche Behandlungszahl. Für Bürgerinnen und Bürger dürften weitere Informationen wichtig sein, etwa:
- Wie erfolgt die Anmeldung und welche Voraussetzungen gelten?
- Welche Kosten fallen an und werden Leistungen von Krankenkassen anerkannt?
- Wie sind die Wartezeiten im Vergleich zu bestehenden Angeboten?
Diese Fragen wird die Universität in den kommenden Wochen voraussichtlich klären, wenn die Vergabe der Termine beginnt. Für Zuweiserinnen und Zuweiser wie Hausärztinnen, Kinderärzte oder Fachstellen dürfte die neue Praxisstelle eine zusätzliche Anlaufstelle darstellen.
Regionale Perspektive
In der Zentralschweiz ist die psychische Gesundheitsversorgung ein zunehmend sichtbares Thema, nicht zuletzt auch wegen der gestiegenen Nachfrage nach psychotherapeutischer Behandlung. Universitäre Angebote können hier ergänzend wirken, weil sie Ausbildung und Versorgung kombinieren und damit langfristig Fachkräfte qualifizieren. Die neue Praxisstelle der Universität Luzern ist ein weiterer Schritt in diese Richtung, ohne jedoch kurzfristig alle Engpässe lösen zu können.
Die Universität Luzern hat den Beginn der Terminvergabe für September angekündigt. Konkrete Hinweise zur Kontaktaufnahme und zum Ablauf der Termine liegen aktuell noch nicht vor. Betroffene und Fachkreise werden gebeten, die offiziellen Mitteilungen der Hochschule zu verfolgen.
Für Luzern und die umliegenden Gemeinden bedeutet die Aufschaltung einer solchen Praxisstelle mehr Wahlmöglichkeiten bei psychotherapeutischer Versorgung — und eine zusätzliche Ressource für die praktische Ausbildung zukünftiger Therapeutinnen und Therapeuten.