Die SVP des Bezirks Uster hat ihr Wahlziel für die Kantonsratswahlen 2027 klar formuliert: Statt der gegenwärtigen fünf Sitze will die Partei künftig sechs Sitze im kantonalen Parlament halten. Mit Blick auf diesen Anspruch tritt die Bezirkspartei bei den Wahlen mit einer Liste an, die aus bewährten Politikerinnen und Politikern sowie einer Reihe zusätzlicher Kandidatinnen und Kandidaten besteht.
Bestehende Mandate und neue Namen
Aktuell verfügt die SVP des Bezirks Uster über fünf Sitze, die von Patrick Walder, Jacqueline Hofer, Anita Borer, Tobias Infortuna und Ueli Pfister besetzt sind. Diese «Bisherigen» führen laut Mitteilung auch die neue Liste an. Ergänzt wird die Mannschaft durch mehrere zusätzliche Personen, darunter Benjamin Streit, Lukas Schanz, Rico Vontobel, Marcel Heimann, Désirée Gruber, Thomas Schönmann, Dejan Malcic, Andres Ott, Reto Surbeck, Marco Beerstecher und Yves Helfenberger.
Die Bezirkspartei betont, sie sei darauf angewiesen, dass auch andere bürgerliche Parteien bürgerlich politisieren; andernfalls würden Mehrheiten fehlen. In der Mitteilung wird der Bezirkspartei-Präsident Rico Vontobel mit den Worten zitiert:
«Wir wollen nicht darauf hoffen müssen, dass die FDP und Die Mitte mit der SVP geschlossen bürgerlich stimmen.»
Wahlkampfleiter Orlando Wyss fügt hinzu:
«Wer den Kurs bestimmen will, muss das Steuer selbst in die Hand nehmen.»
Strategie und politische Bedeutung für Uster
Die Forderung nach einem zusätzlichen Sitz ist nicht nur eine mathematische Rechnung: Sie spiegelt die Absicht der SVP wider, eigenständiger Mehrheiten mitgestalten zu können und weniger auf Bündnisse mit anderen bürgerlichen Parteien angewiesen zu sein. In der Mitteilung wird zudem erwähnt, dass die Zürcher SVP mit Natalie Rickli und Martin Hübscher Kandidaturen für den Regierungsrat unterstützt.
- Aktuelle Sitze: 5 (Walder, Hofer, Borer, Infortuna, Pfister)
- Angestrebte Sitze: 6
- Erweiterte Liste: 11 zusätzliche Personen (u. a. Streit, Schanz, Vontobel)
Konkrete Liste im Überblick
| Derzeit | Neu ergänzt |
|---|---|
| Patrick Walder Jacqueline Hofer Anita Borer Tobias Infortuna Ueli Pfister |
Benjamin Streit Lukas Schanz Rico Vontobel Marcel Heimann Désirée Gruber Thomas Schönmann Dejan Malcic Andres Ott Reto Surbeck Marco Beerstecher Yves Helfenberger |
Für die Wählenden in Uster bedeutet ein weiterer Sitz im Kantonsrat potenziell mehr Einfluss auf kantonale Entscheide, die Auswirkungen auf die Region haben — von Infrastrukturvorhaben über Bildung bis zu Steuerfragen. Ob die SVP ihr Ziel erreicht, hängt jedoch von mehreren Faktoren ab: Mobilisierung der eigenen Wählerschaft, Wahlverhalten der übrigen bürgerlichen Parteien und das Abschneiden der politischen Konkurrentinnen und Konkurrenten im Bezirk.
Die SVP setzt mit dieser Strategie auf Eigenstärke. Formell beginnt nun die Phase des wahlstrategischen Abgleichs: Listenvergleiche, mögliche Konkurrenz innerhalb des bürgerlichen Lagers und die Frage, ob FDP oder Die Mitte effektiv in wichtigen Abstimmungen mit der SVP kooperieren werden. Die Lancierung der Kandidatenliste markiert den Startschuss für den lokalen Wahlkampf in Richtung 2027.
Die SVP des Bezirks Uster will mit ihrer Aufstellung nicht nur Stimmen gewinnen, sondern auch zeigen, dass sie in der Region breit abgestützt ist. Ob dies in einer enger werdenden politischen Landschaft gelingt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.