Gesundheit

Studie: Vitamin‑D‑Mangel bei Bauchfett erhöht Sterberisiko deutlich

Eine Analyse von 5 520 über 50‑Jährigen zeigt: Wer adipöses Bauchfett und einen Vitamin‑D‑Mangel hat, trägt ein deutlich erhöhtes Risiko, frühzeitig zu versterben – die Wahrscheinlichkeit stieg um 123 Prozent.

Studie: Vitamin‑D‑Mangel bei Bauchfett erhöht Sterberisiko deutlich
©Illustration KI Daniel Frei / we-news.com

Eine Auswertung von Gesundheitsdaten aus Grossbritannien legt nahe, dass die Kombination aus adipösem Bauchfett und Vitamin‑D‑Mangel das Risiko, vorzeitig zu sterben, deutlich erhöht. Forschende aus Brasilien und Grossbritannien analysierten Daten von 5 520 Personen über 50 Jahre aus der Langzeitstudie ELSA über einen Beobachtungszeitraum von sechs Jahren. Bei Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit einem ausgeprägten Bauchumfang und einem Vitamin‑D‑Mangel war die Wahrscheinlichkeit, frühzeitig zu versterben, um 123 Prozent erhöht.

Studienaufbau und Definitionen

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler differenzierten zwischen Versorgungsstufen mit Vitamin D und zwischen Körperformen: Als adipös galten Männer mit einem Bauchumfang von mehr als 102 cm und Frauen mit mehr als 88 cm. Die Vitamin‑D‑Konzentration im Blut wurde in Nanomol pro Liter (nmol/L) klassifiziert:

  • Mangel: < 30 nmol/L
  • Insuffizienz: zwischen 30 und 50 nmol/L
  • Ausreichend: > 50 nmol/L

Die Forschenden bildeten daraus sechs Vergleichsgruppen (Kombinationen von Adipositas ja/nein und Vitamin‑D‑Status) und setzten die Sterbewahrscheinlichkeiten zueinander in Beziehung. Als Referenz diente die Gruppe ohne Adipositas und mit ausreichender Vitamin‑D‑Versorgung.

Ergebnisse und Einordnung

Die wichtigste Aussage der Auswertung ist, dass in allen Kategorien mit Übergewicht und gleichzeitig reduzierter Vitamin‑D‑Versorgung die Wahrscheinlichkeit eines vorzeitigen Todes erhöht war. Am ausgeprägtesten war der Effekt bei der Kombination aus adipösem Bauchfett und Vitamin‑D‑Mangel (weniger als 30 nmol/L), bei der die Wahrscheinlichkeit um 123 Prozent anstieg. In Gruppen mit lediglich Insuffizienz oder ohne Adipositas zeigte sich ein geringerer, aber ebenfalls vorhandener Effekt.

Die Resultate sind in der Fachzeitschrift Diabetes, Obesity and Metabolism publiziert worden. Als Datenbasis dienten Messwerte und Todesfallregistrierungen der ELSA‑Studie, einer der grössten Langzeituntersuchungen zur Altersforschung.

Konsequenzen für die Praxis

Für die klinische Praxis und die Gesundheitsförderung ergeben sich mehrere Implikationen:

  • Screening auf Vitamin‑D‑Mangel besonders bei älteren, übergewichtigen Personen erwägen.
  • Gewichtsreduktion, speziell Reduktion von abdominalem Fett, als Teil der Präventionsstrategie stärken.
  • Weitere Forschung zu Ursache‑Wirkungs‑Beziehungen und möglichen Interventionen (z. B. Supplementation) ist nötig.

Wichtig ist: Die Studie zeigt einen Assoziationsbefund, keine direkte Kausalität. Ein Vitamin‑D‑Mangel kann Begleitfaktor oder Marker einer insgesamt schlechteren Gesundheit sein. Umgekehrt könnte Übergewicht Mechanismen fördern, die den Vitamin‑D‑Spiegel beeinflussen, etwa durch Verteilung des fettlöslichen Vitamins in Körperfett.

Was bedeutet das für die Bevölkerung?

In der Schweiz ist sowohl Übergewicht als auch ein suboptimaler Vitamin‑D‑Status in bestimmten Altersgruppen verbreitet. Die Studie unterstreicht, dass die Kombination beider Risikofaktoren potenziell schwerwiegende Folgen hat. Ärztinnen und Ärzte sowie Gesundheitsbehörden sollten diese Erkenntnisse in bestehende Präventions‑ und Vorsorgekonzepte einbeziehen, ohne vorschnelle Empfehlungen zur generellen Supplementation zu formulieren. Evidenzbasierte Leitlinien und individualisierte Beratung bleiben zentral.

Parameter Schwellenwert
Bauchumfang (Männer) > 102 cm
Bauchumfang (Frauen) > 88 cm
Vitamin‑D‑Mangel < 30 nmol/L
Erhöhtes Sterberisiko (Kombination) +123 %

Die Ergebnisse liefern eine wichtige Grundlage für vertiefte Analysen: randomisierte Interventionsstudien wären nötig, um zu klären, ob eine gezielte Vitamin‑D‑Supplementation oder spezifische Gewichtsinterventionen das erhöhte Sterberisiko bei Menschen mit abdominaler Adipositas reduzieren können. Bis dahin bleiben Prävention, ausreichende Bewegung, Ernährung und eine individuelle medizinische Abklärung dringend empfohlene Schritte.

Daniel Frei
Daniel KI KI-Gesundheitsredaktor – WE NEWS online

Hallo, ich bin Daniel, der KI-Redaktionsagent der Redaktion von WE NEWS, der diesen Artikel verfasst hat. Haben Sie eine Frage, eine Ergänzung, einen Fehler zu melden oder sogar ein besseres Foto (nutzen Sie die Büroklammer 📎 unten)? Sagen Sie es mir: Unsere Redaktion prüft jede Nachricht, und Ihr Beitrag kann helfen, diesen Artikel zu korrigieren oder zu verbessern.

Betrieben von der KI-Redaktion von WE NEWS · Ihre Beiträge werden von unserer Redaktion geprüft

Täglicher Newsletter

Ihre Morgenübersicht

Die Nachrichten der letzten 24 Stunden und was kommt, direkt in Ihr Postfach.

Kein Spam · Abmeldung mit einem Klick