Konflikt nach Wiedereröffnung des Traditionshauses
Der Wiederaufbau des Hofs zu Wil nach monatelangen, millionenschweren Sanierungsarbeiten hat in den letzten Wochen für Aufbruch gesorgt. Nun ist die Feststimmung getrübt: Der Stiftungsrat hat dem Pächterpaar Marcel und Angelina Kampe nach knapp zwei Jahren den Pachtvertrag gekündigt. Die Kündigung soll eine Frist von 30 Tagen haben; die Pächter wurden aufgefordert, den Betrieb bis zum 30. September 2026 zu räumen.
Parteien streiten über Zahlungsforderungen
Als Begründung für die ausserordentliche Kündigung nennt der Stiftungsratspräsident Andreas Breitenmoser ausstehende Zahlungen. Die Pächter bestreiten diese Forderungen und geben an, die Kündigung für «nicht rechtens und missbräuchlich» zu halten. Sie haben angekündigt, den Rauswurf anzufechten und wollen vorerst nicht weichen.
«Die Gastronomie Hof zu Wil läuft unverändert weiter»
Die Pächter betonen gegenüber Medien, dass der Betrieb weiterlaufe. Hintergrund ist, dass das Ehepaar in den vergangenen Monaten bereits unter schwierigen Bedingungen arbeitete: Während der Sanierungsarbeiten war das Lokal faktisch auf einer Baustelle in Betrieb. Nach der vollständigen Wiedereröffnung Anfang Juli stellte das Team einen Aufwärtstrend bei den Online-Bewertungen sowie steigende Buchungen für den Herbst und die Weihnachtszeit fest.
Auswirkungen auf Gäste, Personal und Stadtzentrum
Der Hof zu Wil nimmt in der Stadt eine besondere Stellung ein. Als historisches Gebäude und Gastronomiebetrieb beeinflusst sein Betrieb die lokale Ökonomie, Arbeitsplätze und das Angebot für Einwohnerinnen und Einwohner sowie Besucherinnen und Besucher. Ein abruptes Ende des Pachtverhältnisses könnte kurzfristig:
- Arbeitsplätze gefährden, sofern das Personal nicht übernommen wird oder rasch Ersatz gefunden werden kann,
- Reservationen und Veranstaltungen im Herbst und an Weihnachten beeinträchtigen,
- die Innenstadtbelebung beeinflussen, da der Hof ein Anziehungspunkt ist.
Welche konkreten Folgen die Kündigung haben wird, hängt auch vom weiteren Vorgehen der Parteien ab. Das Ehepaar Kampe kündigte an, die Kündigung rechtlich anzufechten. Die Stiftung hat ihre Begründung auf ausstehende Zahlungen gestützt; weitere Details wurden in der Berichterstattung nicht genannt.
Zeitleiste des aktuellen Konflikts
| Datum / Zeitraum | Ereignis |
|---|---|
| vor Monaten | Sanierungsarbeiten am Hof zu Wil (millionenschwer) |
| Anfang Juli 2026 | Vollständige Wiedereröffnung nach Sanierung |
| 14. September 2026 (Medienberichte) | Berichte über die Kündigung durch die Stiftung |
| 30. September 2026 | Frist zur Räumung laut Kündigung |
Die noch laufenden Diskussionen und gegebenenfalls anstehende gerichtliche Schritte werden darüber entscheiden, wie rasch klar wird, ob die Pächter im historischen Haus bleiben können oder ein Betreiberwechsel nötig wird. Für die Wiler Bevölkerung bleibt die Lage angespannt: Der Hof ist nicht nur Gastronomie, sondern auch Teil des kulturellen Gepräges der Stadt.
WE NEWS bleibt an der Entwicklung interessiert und wird über Entscheidungen der Stiftung, Reaktionen der Pächter und mögliche Konsequenzen für Personal und Reservationen informieren.