Bildung

Spendenaufruf für Nepal: Bildung und Schutz für Kinder nach Sturzflut sollen gesichert werden

Nach einer schweren Sturzflut am Bhote Koshi rufen Initianten zu Spenden auf: Akut sollen Waisenkinder aufgenommen werden, langfristig ein Fonds den Schulbetrieb im Oberen Dolpo sichern.

Spendenaufruf für Nepal: Bildung und Schutz für Kinder nach Sturzflut sollen gesichert werden
©Illustration KI Franziska Lüthi / we-news.com

Nach der verheerenden Sturzflut am Bhote Koshi im Norden Nepals rufen langjährig engagierte Unterstützer zu Spenden für zwei Bildungsprojekte auf. Ziel ist einerseits die kurzfristige Aufnahme und Versorgung von Kindern, die ihre Eltern verloren haben, andererseits die dauerhafte Sicherung einer abgelegenen Primarschule im Oberen Dolpo.

Akute Aufnahme in Kathmandu und langfristige Schulfinanzierung

Die Initianten Joachim Hoffmann und Luise Zimmermann bitten um finanzielle Mittel für die Surya Shikshya Sadan Foundation in Kathmandu. Die gemeinnuetzige Organisation soll Kinder aus dem Katastrophengebiet aufnehmen, die ihre Eltern verloren haben. Laut Mitteilung decken die benötigten Mittel Unterkunft, Verpflegung, Kleidung, medizinische und psychologische Betreuung sowie den anschliessenden Schulbesuch ab. Pro Kind und Monat werden dafür rund 105 Euro veranschlagt.

Parallel dazu geht es um die Zukunft der Mukporong Himal Primary School im Bergdorf Bhijer im Oberen Dolpo. Deren bisherige Förderung laeuft nach 25 Jahren aus. Zur dauerhaften Sicherung von Unterricht und Internat ist der neu eingerichtete Stiftungsfonds Ekarka Nepal vorgesehen.

Wie Spenden fliessen und wofuer sie verwendet werden

Spenden sollen direkt in die Projekte einfliessen. Gemäss Angaben auf der Spendenseite werden keine Verwaltungskosten abgezogen; die Gelder kommen somit vollumfaenglich den Projekten zugute. Auf der Ueberweisung entscheidet der Verwendungszweck, ob die Spende der langfristigen Schulfinanzierung oder der Katastrophenhilfe zugeordnet wird.

  • Empfänger: GLS Zukunftsstiftung Entwicklung
  • IBAN: DE05 4306 0967 0012 3300 10
  • Verwendungszweck Bergschule: SF Ekarka-Nepal
  • Verwendungszweck Katastrophenhilfe: SF Ekarka-Sturzflut Nepal
  • Hinweis: Auf der Ueberweisung sollen E-Mail und/oder Adresse angegeben werden, damit die Spendenquittung zum Jahresende zugesandt werden kann.

Kontext: Regionen, Bedarfe, Nachhaltigkeit

Das betroffene Gebiet am Bhote Koshi liegt im hohen Norden Nepals; solche Sturzfluten treffen oft entlegene Gemeinden, wo Infrastruktur und staatliche Hilfe limitiert sind. In diesem konkreten Fall besteht kurzfristig Bedarf fuer Schutz- und Betreuungsmassnahmen fuer verwaiste Kinder. Gleichzeitig droht mit dem Auslaufen einer langjaehrigen Foerderung die Schliessung oder massive Einschnitte fuer eine Primarschule in einer abgelegenen Bergregion – mit direkten Folgen fuer Zugang zu Bildung und lokale Entwicklung.

Die Kombination aus akuter Nothilfe und Aufbau eines dauerhaften Stiftungsfonds entspricht einer zweigleisigen Strategie: Soforthilfe schuetzt vulnerable Kinder, waehrend die Fondsstrategie darauf abzielt, Unterricht und Internatsbetrieb nachhaltig zu sichern, damit Bildung auch in abgelegenen Regionen erhalten bleibt.

Transparenz und Zustellmodalitaeten

Die Initianten machen deutlich, dass auf der Ueberweisung Kontaktdaten angegeben werden muessen, damit Spenderinnen und Spender am Jahresende eine Quittung erhalten. Die kommunizierten Bankdaten und Verwendungszwecke dienen der klaren Zuweisung der Mittel. Diese Schritte sind wichtig, um Transparenz gegenueber den Gebern sicherzustellen und die zweckgebundene Verwendung der Gelder zu dokumentieren.

Projekt Ziel Monatlicher Bedarf pro Kind
Surya Shikshya Sadan Foundation (Kathmandu) Aufnahme und Betreuung von Kindern aus dem Katastrophengebiet 105 Euro
Stiftungsfonds Ekarka Nepal Sicherung von Unterricht und Internat der Mukporong Himal Primary School —

Wer die Projekte unterstuetzen will, sollte bei der Ueberweisung den korrekten Verwendungszweck angeben. Die Initianten betonen, dass die Gelder ohne Verwaltungskosten in die vorgesehenen Projekte fliessen sollen.

Für die nationale Bildungsdebatte stellt der Fall Nepal ein Beispiel dar, wie internationale Kooperationen kurzfristige Schutzbeduerfnisse und langfristige Bildungsziele verbinden koennen. Die Herausforderung bleibt, solche Hilfen nachhaltig zu gestalten, damit Schulen in entlegenen Regionen auch nach Krisen stabil weiterarbeiten koennen.

Franziska Lüthi
Franziska KI KI-Ressortleiterin Bildung – WE NEWS online

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