Sébastien Buemi hat sich mit Toyota an der Spitze eines dramatischen Sechs‑Stunden‑Rennens in Fuji durchgesetzt. Der Waadtländer teilte sich das Cockpit mit Brendon Hartley und Ryo Hirakawa und gewann nach 203 Runden mit nur 0,591 Sekunden Vorsprung auf das Alpine‑Team. Damit übernahmen Buemi, Hartley und Hirakawa die Führung in der Fahrerwertung; Toyota baute zugleich die Führung in der Herstellerwertung gegenüber BMW aus.
Entscheidung in den letzten Minuten
Lange schien ein Toyota‑Sieg in weiter Ferne: Rund eine Stunde vor Rennende lag das Trio um Buemi nur auf Rang sechs. Ein Unfall des McLaren‑Piloten Finn Gehrsitz löste eine Safety‑Car‑Phase aus, die das Klassement durcheinanderwirbelte. Toyota reagierte taktisch und nutzte die Unterbrechung für einen kurzen Boxenstopp von Hirakawa. Der Japaner kehrte vor den Alpine‑Boliden auf die Strecke zurück und ermöglichte so die entscheidende Ausgangslage für das Finale.
Packender Schlussspurt
In den letzten Runden erhöhte Alpine noch einmal den Druck, doch es gelang nicht, an Toyota vorbeizugehen. BMW sicherte sich den dritten Platz auf dem Podest. Für Toyota ist es der zweite Saisonsieg nach dem Auftakterfolg in Imola; das Rennen in Fuji war der sechste von acht Läufen der Langstrecken‑Weltmeisterschaft.
- Sieger: Toyota – Sébastien Buemi (37), Brendon Hartley (36), Ryo Hirakawa (32)
- Distanz: 203 Runden
- Siegmarge: 0,591 Sekunden
- WM‑Status: Fahrerwertung angeführt vom Toyota‑Trio; Toyota baut Herstellerführung aus
Auswirkungen auf die WM
Der knappe Triumph hat direkte Folgen für die Meisterschaftsstände. Das nun führende Fahrertrio profitiert nicht nur von den Punkten für den Rennsieg, sondern auch von der strategisch klugen Reaktion des Teams auf die Safety‑Car‑Phase. In der Herstellerwertung vergrössert Toyota seinen Vorsprung auf BMW, was die Ausgangslage für die noch ausstehenden zwei Saisonrennen deutlich verbessert.
| Rang | Team | Fahrer | Bemerkung |
|---|---|---|---|
| 1 | Toyota | S. Buemi / B. Hartley / R. Hirakawa | Sieg nach 203 Runden, +0,591 s |
| 2 | Alpine | — | Knapp geschlagen |
| 3 | BMW | — | Podéstplatz |
Für Buemi ist der Triumph in Fuji ein weiterer gewichtiger Meilenstein in seiner Langstreckenkarriere. Der 37‑Jährige gehört zu den erfahrensten Piloten im Feld und spielte im Verlauf des Rennens eine zentrale Rolle bei der finalen Phase. Seine Teamkollegen Hartley und Hirakawa trugen mit starken Fahrzeiten und einer fehlerfreien taktischen Umsetzung entscheidend zum Erfolg bei.
Das Ergebnis in Japan wird in den kommenden Wochen die strategischen Planungen der Teams für die verbleibenden WM‑Runden prägen. Toyota reist mit Momentum und einer komfortableren Punkteausgangslage zu den letzten Saisonrennen; Alpine und BMW stehen vor der Herausforderung, in kurzen Abständen maximale Punkte einzufahren, um Toyota noch ernsthaft zu gefährden.
Das Sechs‑Stunden‑Rennen in Fuji bot einmal mehr den Beleg, wie eng und unberechenbar die Langstrecken‑WM sein kann: Taktik, Timing und ein Hauch von Glück entschieden über Sieg und Niederlage. Für die Schweizer Motorsportfans ist es vor allem eines: ein Triumph ihres Landsmanns Sébastien Buemi auf höchstem Niveau.