Borussia Mönchengladbach hat am Sonntag, einen Tag nach dem 0:5 beim SC Freiburg, Trainer Eugen Polanski mit sofortiger Wirkung entlassen. Der Klub begründete die Entscheidung mit dem unbefriedigenden Saisonstart; nach drei Partien steht Gladbach noch ohne Punkt da und hat ein Torverhaeltnis von 3:12.
Debakel in Freiburg löst personelle Konsequenzen aus
Die hohe Niederlage im Breisgau war das dritte Bundesligaspiel ohne Sieg und offenbar der Ausloeser fuer die Trennung. Polanski, 40 Jahre alt, hatte das Traineramt vor rund einem Jahr von Gerardo Seoane uebernommen. Zuvor war er beim FC St. Gallen als Assistent taetig gewesen und ist dem Klub als ehemaliger Spieler verbunden.
Der Verein teilte mit, dass bis auf Weiteres Co-Trainer Jan-Moritz Lichte die Mannschaft interimistisch betreuen wird. Lichte wird aller Voraussicht nach auch beim nächsten Heimspiel gegen Mainz auf der Bank sitzen.
Hintergrund und bisherige Entwicklung
Gladbach verlor zum Saisonauftakt bei RB Leipzig 0:3, anschliessend setzte es ein 3:4 gegen Aufsteiger SV Elversberg, bevor das Spiel in Freiburg mit 0:5 endete. Nur einmal zuvor in der Vereinsgeschichte stand Borussia nach drei Spielen ohne Punkt da.
„Trotz einer guten Vorbereitung und positiver Ansätze ist es der Mannschaft in der Bundesliga nicht gelungen, die gewünschten Ergebnisse zu erzielen. Die zuletzt gezeigten Leistungen haben zu der Entscheidung geführt, Eugen mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben zu entbinden“, sagte Sportchef Rouven Schröder.
Auch Co-Trainer Tobias Trulsen wurde laut Mitteilung des Klubs freigestellt. Schröder hatte Polanski erst im November 2025 mit einem Vertrag bis 2028 ausgestattet, nun ist die Zusammenarbeit bereits beendet.
Reaktionen und mögliche Nachfolger
Polanski selbst zeigte sich in der Vereinsmitteilung enttäuscht:
„Borussia Mönchengladbach war und bleibt mein Verein. Deshalb tut es so wahnsinnig weh, dass es nun so gekommen ist. Nach dem gelungenen Klassenerhalt haben wir zu dieser Saison einiges verändert. Wir hatten uns viel vorgenommen, haben es aber nicht umgesetzt bekommen. Das tut mir leid.“
In Medienberichten werden verschiedene Namen als mögliche Nachfolger genannt; offiziell bestätigte Kandidaten nannte der Klub nicht. Der Zeitpunkt – unmittelbar vor einer Länderspielpause – schafft für die sportliche Leitung einen engen Zeitplan, um eine langfristige Lösung zu finden oder die Interimslösung zu verlängern.
Was das Ergebnis für Freiburg bedeutet
Für die Stadt Freiburg und den SC Freiburg ist das Resultat lokal zunächst Bestätigung sportlicher Stabilitaet: ein klares Ausrufezeichen gegen einen etablierten Bundesligisten. Die Partie und ihr Verlauf werden hier in der Region mit Blick auf taktische Umsetzung, Kaderstabilitaet und die Arbeit des Trainers intensiv ausgewertet.
- Tabellenlage Gladbach: 0 Punkte, Torverhaeltnis 3:12 nach drei Spielen.
- Trainerwechsel: Eugen Polanski entlassen; Jan-Moritz Lichte interimistisch verantwortlich.
- Naechstes Spiel: Heimspiel Gladbach gegen Mainz 05.
Ausblick
Die Entlassung markiert den ersten Trainerwechsel der Bundesliga-Saison. Fuer Gladbach stellt sich nun die Frage, ob der Klub kurzfristig einen neuen Cheftrainer präsentiert oder auf eine Zwischenloesung setzt. Das Ergebnis in Freiburg wird in beiden Lagern – in Mönchengladbach wie in Freiburg – als Katalysator fuer weitere Personal- und Strategieentscheidungen betrachtet.
Fuer die Fans in Freiburg bleibt das Spiel ein sportlicher Hoehepunkt der bisherigen Saison: Es hat der Stadt einmal mehr die Rolle eines prägenden Austragungsortes fuers deutsche Spitzenfussballereignis gezeigt und zugleich Bedeutung fuer die Saisonplanung eines Traditionsklubs gehabt.