Implenia hat dem Kantonsspital Aarau (KSA) symbolisch den Schlüssel für den Neubau «Dreiklang» übergeben. Damit sei die Bauphase abgeschlossen und die letzte Vorbereitungsphase bis zur Inbetriebnahme eingeläutet, teilte das Spital mit. Der geplante Betriebsstart des neuen Zentrums soll Anfang Januar 2027 erfolgen.
Schritte bis zur Übergabe
Das Projekt «Dreiklang» begleitet das KSA seit mehreren Jahren. Eine Machbarkeitsstudie entstand 2017, 2019 ging das Vorhaben als Sieger aus einem Gesamtleistungswettbewerb hervor. Der Spatenstich erfolgte 2021, 2022 folgte die Grundsteinlegung, 2023 die Aufrichte. Mit der jetzt erfolgten Schlüsselübergabe wird der Bau formal abgeschlossen; die nächsten Monate dienen der inhaltlichen und technischen Inbetriebnahme.
| Jahr | Meilenstein |
|---|---|
| 2017 | Machbarkeitsstudie |
| 2019 | Projekt als Sieger aus Wettbewerb |
| 2021 | Spatenstich |
| 2022 | Grundsteinlegung |
| 2023 | Aufrichte |
| 2026 | Symbolische Schlüsselübergabe |
| 2027 | Geplanter Umzug |
Was jetzt noch zu tun ist
In einer Mitteilung nennt das Spital die wichtigsten Aufgaben bis zum Umzug: die Einrichtung der medizinischen Bereiche, umfassende Tests der technischen Systeme sowie die Vorbereitung der Mitarbeitenden auf den Betrieb im neuen Gebäude. Implenia und das Spital betonen, dass das Projekt im Rahmen eines Totalunternehmervertrags termingerecht und innerhalb des vorgesehenen Budgets realisiert werden konnte.
«Mit der Schlüsselübergabe beginnt für das KSA ein neues Kapitel. Der Dreiklang ist weit mehr als ein neues Gebäude: Er schafft die Grundlage, damit wir die Bevölkerung auch künftig rund um die Uhr mit exzellenter Medizin versorgen können – effizient, vernetzt und konsequent auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten ausgerichtet», sagte Daniel Lüscher, Verwaltungsratspräsident des Kantonsspitals Aarau.
Auch Implenia-CEO Jens Vollmar hob den kooperativen Charakter des Projekts hervor. Er bezeichnete den Dreiklang als eines der komplexesten Bauprojekte in der Schweiz und verwies auf die digitale Planung und die Zusammenarbeit von Bauherrschaft, Planungsteams und Firmen.
- Einrichtung und Ausstattung der Behandlungs- und Funktionsbereiche
- Abnahme- und Testläufe der technischen Systeme (Medizintechnik, Gebäudetechnik)
- Schulungen und Abläufe für Mitarbeitende, Logistik und Notfallprozesse
- Kommunikation mit Zuweisern und Bevölkerung zum Umzugstermin
Auswirkungen für Patienten und Region
Das neue Zentrumsspital soll die medizinische Versorgung in der Region langfristig stärken. Durch moderne Infrastruktur und vernetzte Abläufe will das KSA laut Mitteilung effizientere Behandlungsprozesse und eine bessere Patientenorientierung ermöglichen. Konkrete Änderungen etwa bei Öffnungszeiten, Anlaufstellen oder Spezialgebieten nannte das Spital noch nicht; diese sollen im Verlauf der Inbetriebnahme kommuniziert werden.
Für die Bevölkerung bedeutet der Neubau unter anderem:
- Zusammengefasste medizinische Angebote an einem modernen Standort
- Verbesserte technische Voraussetzungen für Diagnostik und Behandlung
- Mögliche organisatorische Anpassungen während der Umzugsphase
Der termingerechte Abschluss der Bauarbeiten und die Einhaltung des Budgets sind für eine öffentliche Einrichtung wie das KSA relevant. Sie wirken sich auf Planungssicherheit und die kommunalen Finanzen aus, betreffen aber auch die Erwartungen von Patienten und Zuweisern.
Weitere Schritte und Informationsangebot
Das KSA kündigte an, in den kommenden Monaten die Bevölkerung und die Zuweiser über den genauen Ablauf des Umzugs sowie über neue Abläufe im Dreiklang zu informieren. Für Patientinnen und Patienten sowie Angehörige dürften konkrete Hinweise zu Erreichbarkeit, Parkplätzen und neuen Einlaufstellen zeitnah folgen.
Der Dreiklang markiert einen bedeutenden Infrastruktur-Schritt für das Kantonsspital Aarau. Nach Jahren der Planung und des Baus beginnt nun die Phase, in der sich zeigt, wie die neue Infrastruktur den klinischen Alltag und die Versorgung im Kanton Aargau konkret verbessern wird.