Die Hochschule Luzern (HSLU) meldet zum Beginn des Herbstsemesters 2026 insgesamt 8'784 Studierende. Das sind 88 Personen mehr als im Vorjahr und entspricht einem Wachstum von rund 1 Prozent, wie die Hochschule mitteilt. Die Zahl der Studienanfänger stieg von 3'054 (2025) auf 3'153.
Vorläufige Zahlen, definitive Werte folgen
Die aktuelle Bilanz ist noch provisorisch. Die HSLU macht darauf aufmerksam, dass die endgültigen Studierendenzahlen erst Mitte Oktober vorliegen. Erfahrungsgemäss korrigieren sich diese Werte leicht nach oben, heisst es in der Mitteilung.
Hochschulprofil und Herkunft der Studierenden
Der jüngste Schweizer Bildungsbericht zeigt, dass die HSLU im Vergleich mit anderen Fachhochschulen einen überdurchschnittlich hohen Anteil ausserkantonaler Studierender aufweist. Damit bestätigt sich das Bild einer regional bedeutenden, zugleich überregional attraktiven Bildungsinstitution. Rektorin Barbara Bader betont, dass ein an den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes orientiertes Angebot zur „DNA der Hochschule“ gehöre:
„Ein attraktives und an den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes ausgerichtetes Studienangebot gehört für Rektorin Barbara Bader zur ‹DNA der Hochschule›.“
Neue Studiengänge und Schwerpunkte
Die HSLU reagiert mit mehreren neuen oder angepassten Studiengängen auf aktuelle Entwicklungen in Wirtschaft, Kultur und Technik. Aus der Mitteilung gehen folgende Neuerungen hervor:
- Bachelor Business Law & LegalTech (Start 2027): Reaktion auf Veränderungen in der Rechtsbranche.
- Bachelor Creative Transformation – Design Film Kunst: richtet sich an Studierende mit Projektideen zur nachhaltigen Veränderung in Wirtschaft, Verwaltung, NGOs, Bildung oder in eigenständigen Unternehmungen.
- Master Kunst – Major Critical Image & Situated Practices (CRISP): Ab Herbst 2026 werden zwei kunstorientierte Majors (Critical Image Practices und Art in Public Spheres) unter dem Namen CRISP zusammengeführt.
- Master Business Administration – Major AI Business Leadership: Bereitet Managerinnen und Manager darauf vor, Künstliche Intelligenz menschenzentriert einzusetzen, zu steuern und zu skalieren.
Bedeutung für Arbeitsmarkt und Region
Die Modifikationen des Studienangebots zeigen eine klare Ausrichtung auf Felder mit wachsenden beruflichen Anforderungen: Digitalisierung, KI‑Anwendungen, LegalTech sowie kreative Transformationen in Kultur und Wirtschaft. Für die Zentralschweiz wie auch für den Kanton Luzern sind gut ausgebildete Absolventinnen und Absolventen wichtig, um Fachkräftelücken zu schliessen und Innovationsprojekte zu ermöglichen.
Zahlen im Überblick
| Kenngrösse | Herbstsemester 2026 | Veränderung zu 2025 |
|---|---|---|
| Studierende gesamt | 8'784 | +88 (+1 %) |
| Studienanfänger | 3'153 | +99 |
Praktische Auswirkungen für Studierende und Region
Für angehende Studierende bedeuten die neuen Angebote erweiterte Möglichkeiten der Spezialisierung, insbesondere in interdisziplinären Feldern. Für Unternehmen in der Zentralschweiz kann dies den Zugang zu lokal ausgebildeten Fachkräften erleichtern, etwa in Bereichen, die Schnittstellen zwischen Technik, Recht und Kreativwirtschaft betreffen.
Weitere Details zu Studienbedingungen, Zulassungsmodalitäten und konkreten Inhalten der neuen Majors veröffentlicht die Hochschule in den kommenden Wochen; die definitiven Studierendenzahlen werden Mitte Oktober bekanntgegeben.
Die HSLU bleibt damit ein wichtiger Bildungsanbieter in der Region Luzern und positioniert sich gleichzeitig als Akteur, der auf nationale Trends wie KI‑Anwendung und LegalTech reagiert. Für die Stadt Luzern und umliegende Gemeinden bedeutet das anhaltende Studierendenzahlen, eine wirtschaftliche Nachfrage nach Wohnraum und Dienstleistungen sowie Impulse für Kultur und Forschung.
Bericht aus Luzern.