Genf-Servette hat in der Champions Hockey League auch sein zweites Gruppenspiel gewonnen und seine makellose Bilanz verteidigt. Gegen das norwegische Team Storhamar siegten die Genfer zu Hause mit 3:2 und stehen damit nach zwei Partien bei der Maximalpunktzahl von sechs Punkten.
Spielverlauf und Wendephasen
Die Partie begann mit einem frühen Treffer der Gäste: Eirik Salsten brachte Storhamar in der 12. Minute in Führung. Genf-Servette reagierte, jedoch blieb eine Coaches Challenge der Heimseite wegen einer vermuteten Behinderung des Torhüters ohne Erfolg und bestätigte damit zunächst den Rückstand.
Im zweiten Drittel drehte sich das Spiel. Zuerst erzielte James Vesey das 1:1 – ein Treffer im Powerplay, der die Partie neu eröffnete. Nur wenige Minuten später brachte Jacob Berglund Storhamar erneut in Führung (1:2, 26.). Die Genfer zeigten Moral und glichen jeweils postwendend aus: Markus Granlund sorgte in der 29. Minute für den erneuten Ausgleich, bevor Simas Ignatavicius in der 35. Minute das 3:2 markierte – den späteren Siegestreffer.
Schlussdrittel und Präzision im Torhüter-Spiel
Das Schlussdrittel war von physischen Auseinandersetzungen und zahlreichen Strafen geprägt. In dieser umkämpften Phase wuchs insbesondere Goalie Robert Mayer über sich hinaus. Mayer bewahrte den knappen Vorsprung mit einigen wichtigen Paraden und brachte das Resultat souverän über die Zeit.
- Resultat: Genf-Servette 3, Storhamar 2
- Wichtige Torschützen: Vesey (Powerplay, 21.), Granlund (29.), Ignatavicius (35.)
- Gegentreffer: Salsten (12.), Berglund (26.)
- Trainer: Sam Hallam (Genf-Servette)
- Besonderheit: Coaches Challenge wegen Torhüterbehinderung erfolglos
| Minute | Aktion | Spieler |
|---|---|---|
| 12' | 1:0 für Storhamar | Eirik Salsten |
| 21' | 1:1 (Powerplay) | James Vesey |
| 26' | 1:2 für Storhamar | Jacob Berglund |
| 29' | 2:2 Ausgleich | Markus Granlund |
| 35' | 3:2 Siegestreffer | Simas Ignatavicius |
Die Heimmannschaft zeigte im Verlauf der Partie eine starke Reaktionsfähigkeit: Nach dem Rückstand fand sie jeweils prompt Antworten und nutzte sowohl Überzahlsituationen als auch individuelle Klasse, um das Spiel zu drehen. Die Coaches Challenge, welche die Genfer zur Disposition gestellt hatten, änderte nichts am Spielstand und unterstrich die knappen Entscheidungen in den Zweikämpfen vor dem Tor.
Bedeutung für den Wettbewerb
Mit dem zweiten Sieg steht Genf-Servette in der Gruppe vorerst sehr gut da. Die Mannschaft von Trainer Sam Hallam demonstrierte gegen Storhamar, dass sie neben spielerischer Qualität auch die mentale Stärke besitzt, Rückstände wegzustecken und das Spiel zu kontrollieren. Besonders die Ruhe im Tor und die Effektivität in den entscheidenden Momenten erwiesen sich als Schlüssel zum Erfolg.
Für Storhamar bleibt die Partie eine knappe Niederlage trotz einer mutigen Vorstellung. Die Norweger zwangen den Gastgeber immer wieder zu intensiver Defensivarbeit und setzten offensiv Akzente, konnten aber die Genfer Wachheit vor dem Tor nicht nachhaltig brechen.
Der Auftritt von Genf-Servette wirft die Frage auf, wie weit der Klub in diesem internationalen Wettbewerb kommen kann. Die nächsten Spiele werden zeigen, ob die Mannschaft ihre Form konserviert und die Ausgangslage in der Gruppe weiter ausbaut. Bis dahin steht eines fest: Genf-Servette hat ein deutliches Statement gesetzt – in dieser Form ist es ein plausibler Anwärter auf ein Weiterkommen.