Genf-Servette HC hat in der National League einen späten, aber verdienten Heimsieg gefeiert. Gegen die SCRJ Lakers resultierte ein 4:2-Erfolg, nachdem die Genfer nach zwei Dritteln noch mit 0:2 zurückgelegen hatten. Die Entscheidung fiel im Schlussdrittel, in dem vier Tore fielen und die Mannschaft von Sam Hallam die Partie zugunsten der Rhonestadt drehte.
Langsame Startphase, robuste Goalies
Die Partie begann ohne frühe Offensiv-Feuerwerke. Nach 20 Minuten lagen weiterhin keine Treffer vor. Das erste Drittel zeichnete sich vor allem durch intensive Zweikämpfe aus; beide Torhüter boten solide Leistungen und blieben bis dahin weitgehend beschäftigungsarm. Ein Genfer Schuss traf einmal den Aussenpfosten, ansonsten blieben gefährliche Abschlüsse rar. Die Gastgeber überstanden zudem ein Boxplay ohne Gegentor.
Wende im Mitteldrittel – zunächst zugunsten der Lakers
Auch das Mitteldrittel bot wenige klare Chancen, dafür zunehmende Härte und umkämpfte Szenen. In der 28. Minute stellte eine Strafe gegen Ignatavicius das Spiel auf den Kopf. Mehrfach vergab Genf die Gelegenheit zum Shorthander; im direkten Umschaltmoment jedoch zogen die Gäste zwei rasche Treffer und führten plötzlich mit 0:2. Ein Timeout von Genf-Coach Sam Hallam in der 32. Minute brachte zunächst kaum Entlastung. Bis dahin hinterliessen die Genfer in den ersten beiden Abschnitten einen harmlosen Eindruck.
Wendepunkt im Schlussdrittel
Im dritten Abschnitt zeigte das Team sein Potenzial: In der 44. Minute traf Puljujärvi zum 1:2 und brachte neues Leben in die Halle. Kurz darauf nutzte Genf das erste Powerplay des Drittels – Jooris erzielte den Ausgleich. Die Partie kippte von jetzt an zugunsten der Gastgeber, die zunehmend mutiger agierten und die Defensive der Lakers forcierter anliefen.
Späte Entscheidung durch Maninen und Puljujärvi
Als sich viele bereits auf eine Verlängerung einstellten, sorgte der bis dahin kaum wahrnehmbare Maninen nur eine Minute vor Spielende für die erstmalige Führung. Die Lakers reagierten mit dem Herausnehmen von Goalie Punnenovs, verloren jedoch prompt die Scheibe im Angriff – ein Fehler, den Genf eiskalt ausnützte: Puljujärvi schloss einen Konter zum 4:2-Endstand ab und machte damit seinen zweiten Treffer des Abends perfekt.
Einzelne Akteure und Spielentscheidende Szenen
Der Matchwinner des Abends war ohne Zweifel Jesse Puljujärvi, der mit zwei Toren massgeblich zum ersten Saisonsieg beitrug. Als trauriger Protagonist aufseiten der Lakers zeichnete sich Victor Rask ab: Ein Fehlpass leitete das 2:3 für Genf ein, ausserdem lief es offensiv nicht nach Wunsch für den Topskorer. Eine der auffälligsten Szenen ereignete sich in der 29. Minute, als Jimmy Vesey alleine vor Punnenovs scheiterte – die grosse Chance zum Shorthander verfehlte das Ziel nur knapp.
- Tore: Puljujärvi 2, Jooris, Maninen
- Schlüsselereignis: Strafe gegen Ignatavicius (28.) mit anschliessendem schnellen Doppelschlag der Lakers
- Trainer: Sam Hallam (Genf) – Timeout in der 32. Minute
Bedeutung für die Tabellenlage und Ausblick
Der Erfolg verschafft Genf-Servette zunächst eine willkommene Entlastung im Saisonverlauf und demonstriert die Fähigkeit der Mannschaft, Rückstände aufzuholen. Besonders die Leistungssteigerung im Schlussdrittel ist ein positives Signal für das Team und die Fans im Patinoire. Die Lakers müssen die Auswärtsniederlage analysieren; insbesondere Umschaltmomente und Fehler im Spielaufbau waren am Ende entscheidend.
Fazit
Die Partie in Genf bleibt als Beispiel dafür in Erinnerung, wie schnell sich Eishockeyspiele drehen können: Harte Zweikämpfe und eine defensive Grundordnung bis weit ins Mitteldrittel, gefolgt von einer intensiven Schlussphase mit vier Treffern. Genf-Servette zeigte Charakter und nutzte die entscheidenden Momente effizient, während die SCRJ Lakers mit einem bitteren Auswärtsergebnis die Heimreise antreten.
| Periode | Zwischenstand |
|---|---|
| Ende 1. Drittel | 0:0 |
| Ende 2. Drittel | 0:2 |
| Ende Spiel | 4:2 |