In Freiburg startet am Samstag, 26. September 2026, ein erneuter Versuch, aus gebrauchten Photovoltaikmodulen neue Steckersolar-Geräte zu bauen. Ziel ist es, aus 600 gebrauchten Solarpanels 300 funktionsfähige Balkonsolaranlagen herzustellen. Die Aktion findet auf dem Schulhof der Weiherhof-Realschule in Herdern statt und beginnt um 10 Uhr. Alle Interessierten sind zum Zuschauen und Mitmachen eingeladen.
Upcycling statt Entsorgung
Hinter der Initiative steht der lokale Balkonsolarverein in Zusammenarbeit mit der Stadt Freiburg. Der Anlass knüpft an einen früheren Rekordversuch aus dem Jahr 2024 an: Damals hatten Freiwillige bereits eine grosse Zahl gebrauchter Module zu Steckersolargeräten umgebaut. Dieser erneute Versuch ist Teil des städtischen „Solarsommers“ und wird aus Landesmitteln des Landes Baden-Württemberg gefördert.
So läuft die Bastelaktion ab
Die Organisatoren betonen, dass keine Vorkenntnisse erforderlich sind: Materialsätze und fachkundige Unterstützung werden kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Ablauf ist praktisch orientiert und in mehrere Arbeitsschritte gegliedert:
- Reinigen der gebrauchten Solarpanels
- Messung der elektrischen Leistung
- Ausstatten mit neuen Steckverbindern
- Funktionstest
- Mitnehmen und Inbetriebnahme zuhause
Gelingen alle Tests, können die Teilnehmenden die Geräte direkt mit nach Hause nehmen und beispielsweise am Balkon, im Vorgarten oder am Gartenzaun installieren, um eigenen Solarstrom zu produzieren.
Politische Prominenz als Schirmherrinnen
Die Aktion hat prominente Schirmherrinnen: Rita Schwarzelühr-Sutter, parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, und Thekla Walker, Ministerin für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg, unterstützen das Vorhaben öffentlich. Damit wird die Initiative auch auf überregionaler Ebene sichtbar.
Warum das Projekt Bedeutung hat
Das Umrüsten gebrauchter Module zu Steckersolar-Geräten folgt zwei Zielen: Zum einen steht die Verlängerung der Nutzungsdauer von Photovoltaik-Modulen im Vordergrund, um Elektroschrott zu vermeiden und Ressourcen zu schonen. Zum anderen schafft die Aktion einen niederschwelligen Zugang zur Eigenstromproduktion. Gerade in dicht bebauten Stadtteilen ohne geeignete Dachflächen bieten Steckersolargeräte eine Möglichkeit, Solarenergie unmittelbar zu nutzen.
Die Initiative ist auch ein praktischer Beitrag zur Energiewende auf lokaler Ebene: Sie macht Technik erfahrbar, fördert das Verständnis für dezentrale Stromerzeugung und mobilisiert Ehrenamtliche und Nachbarschaften.
Praktische Informationen
| Was | Steckersolar-Upcycling: Bau von 300 Balkonsolargeräten |
|---|---|
| Wann | Samstag, 26. September 2026, ab 10 Uhr |
| Wo | Schulhof, Weiherhof-Realschule, Herdern, Freiburg |
| Material | Wird kostenlos gestellt; Unterstützung vor Ort |
| Weitere Infos | www.balkon.solar/weltrekord2026 und www.freiburg.de/solarsommer |
Die Veranstalter weisen darauf hin, dass alle Interessierten willkommen sind — sowohl diejenigen, die aktiv mitbauen möchten, als auch Beobachterinnen und Beobachter. Der Anlass bietet Gelegenheit zur Begegnung, zum Austausch über erneuerbare Energie und zur praktischen Einführung in einfache Photovoltaiktechnik.
Was bleibt zu beachten
Obwohl die Geräte für den Hausgebrauch gedacht sind, gilt es, bei der Installation die lokalen Vorschriften und Sicherheitsbestimmungen zu beachten. Steckersolargeräte unterliegen technischen Vorgaben; bei Unsicherheiten sollten die Nutzerinnen und Nutzer die Informationsangebote der Stadt oder des Balkonsolarvereins nutzen.
Für die kommunale Energiepolitik bleibt der Erfolg solcher Aktionen bedeutsam: Sie können helfen, Hemmnisse abzubauen und breitere Bevölkerungsschichten für Solarstrom zu gewinnen. Die Kombination aus praktischem Tun, politischer Unterstützung und Förderung durch das Land macht Freiburgs Rekordversuch zu einer interessanten Modellaktion für andere Städte in der Region.
Weitere Details und das vollständige Programm des Solarsommers sind auf der Website der Stadt Freiburg veröffentlicht.