Wetzikon behält die drei Punkte in eigener Halle
Der EHC Wetzikon hat am Samstag in der eigenen Halle einen knappen Sieg gegen den EHC Thun eingefahren. Nach einem von Thun dominierten Startdrittel fiel das erste Tor erst im Mitteldrittel; Wetzikon glich aus, bevor die Entscheidung fünf Minuten vor Schluss fiel.
Vor dem Spiel hatte Thun versucht, an den ersten Saisonsieg vom Mittwoch anzuknüpfen. Die Berner Oberländer traten in Wetzikon mit fast unverändertem Line-up an, einzig auf der Torhüterposition rotierte Coach Zehnder. Der EHC Wetzikon präsentierte sich nach den Transfers des Sommers als ambitionierte Mannschaft: Mehrere Spieler aus der Swiss League sowie erfahrene Kräfte aus höheren Ligen ergänzen das Kader.
Spielverlauf: Thun mit starkem Start, Wetzikon mit effizienter Nachbereitung
Das Startdrittel gehörte deutlich dem EHC Thun. Die Gäste setzten sich wiederholt im Angriffsdrittel fest, kamen zu Chancen und bestimmten phasenweise das Spielgeschehen. Trotz dominanter Phase gelang Thun jedoch kein Treffer. Das erste Powerplay für Thun brachte mehrere Abschlüsse, darunter zwei Chancen von Pascal Rossel und eine Grosschance von Philip Schaerz im zweiten Powerplay, doch Wetzikons Goalie Tim Meier hielt seinen Kasten im ersten Abschnitt sauber.
Im Mitteldrittel fiel dann das erste Tor der Partie, nachdem das Startdrittel torlos geblieben war. Wetzikon antwortete und glich aus. Die Partie blieb danach umkämpft und offen; beide Mannschaften hatten weitere Möglichkeiten, ohne dass sich ein deutliches Übergewicht herauskristallisierte.
«Kein Bedarf zu Veränderungen»: Thun-Headcoach Zehnder trat mit einem fast unveränderten Line-up an – einzig auf der Goalieposition gab es eine Rotation.
Entscheidung und Bedeutung für die Saison
Die Entscheidung fiel knapp: fünf Minuten vor Spielende gelang Wetzikon der Treffer zum 2:1, der schliesslich den Unterschied machte. Thun war trotz guten Beginns und höherer Spielanteile nicht in der Lage, den Rückstand nochmals zu drehen. Für Wetzikon bedeutet dieser Heimsieg einen wichtigen Zu- wachs an Selbstvertrauen, insbesondere nachdem die Mannschaft in den bisherigen Saisonspielen noch nicht die erhofften Resultate geliefert hatte.
Für den EHC Thun wirft die Partie Fragen zur Chancenauswertung auf. Die Mannschaft dominierte phasenweise, scheiterte aber wiederholt an der eigenen Effizienz vor dem Tor. Coach Zehnders Entscheidung, das Line-up praktisch unverändert zu lassen, zeigte zumindest, dass er auf Kontinuität setzt. Ob diese Stabilität langfristig die gewünschten Resultate bringen wird, bleibt abzuwarten.
- Startdrittel: EHC Thun dominiert, bleibt aber ohne Torerfolg.
- Mitteldrittel: Erstes Tor der Partie, Wetzikon gelingt der Ausgleich.
- Schlussphase: Entscheidung fünf Minuten vor Schluss zugunsten Wetzikon.
| Phase | Schlüsselereignis |
|---|---|
| Startdrittel | Thun mit mehr Ballbesitz und Chancen, kein Tor |
| Mitteldrittel | Erstes Tor; Wetzikon gleicht aus |
| Schlussdrittel | Entscheidung five Minuten vor Schluss zugunsten Wetzikon |
Aus Wetziker Sicht bestätigt der Sieg die Transferstrategie: Mit Verpflichtungen aus der Swiss League und erfahrenen Akteuren aus höheren Ligen wollte der Klub die nötige Qualität hinzufügen, um in der Meisterschaft konstant zu punkten. Nach zwei Auftaktniederlagen in den ersten Saisonspielen war die Mannschaft gegen Thun unter Druck, ein positives Zeichen zu setzen. Der Heimsieg gegen einen ambitionierten Gegner schafft nun etwas Raum für die weitere Saisonplanung.
Für Zuschauer und Anhänger bleibt die Frage, wie stabil die Defensive von Wetzikon gegen stärkere Angriffsreihen ist und ob Thun seine Offensive künftig effizienter abschliessen kann. Beide Teams haben in der Partie Stärken und Defizite aufgezeigt, die in den kommenden Wochen richtungsweisend für den Saisonverlauf sein dürften.