Politik Dübendorf Zürich (ZH)

Dübendorf hält Steuerfuss bei 75% trotz geplantem Defizit von 4,47 Mio. Fr.

Der Stadtrat verabschiedete das Budget 2027 mit einem Aufwandüberschuss von <strong>4,47 Mio. Fr.</strong> Dank starker Hochrechnung 2026 bleibt der Steuerfuss bei <strong>75%</strong>. Personal- und Steuererträge prägen das Ergebnis.

Dübendorf hält Steuerfuss bei 75% trotz geplantem Defizit von 4,47 Mio. Fr.
©Illustration KI Fabian Meier / we-news.com

Stadtrat setzt auf Reserven und bilanziert Aufwandüberschuss

Der Stadtrat von Dübendorf hat das Budget 2027 beschlossen und dem Gemeinderat zur Genehmigung zugewiesen. Die Erfolgsrechnung weist bei einem Gesamtaufwand von 252,58 Mio. Fr. und einem Gesamtertrag von 248,11 Mio. Fr. einen Aufwandüberschuss von 4,47 Mio. Fr. aus. Trotzdem schlägt der Stadtrat vor, den Steuerfuss wie im Vorjahr auf 75% zu belassen.

Der Stadtrat begründet die Beibehaltung des tiefen Steuerfusses mit der Finanzpolitik der letzten Jahre, die als vorausschauend und nachhaltig bezeichnet wird. Entscheidend für diese Einschätzung ist die deutlich verbesserte Hochrechnung für das Jahr 2026: Statt des budgetierten geringen Ertragsüberschusses prognostiziert die Hochrechnung einen Ertragsüberschuss von 25,94 Mio. Fr., was einer Verbesserung von 25,93 Mio. Fr. gegenüber dem Budget entspricht.

«Dank vorausschauender und nachhaltiger Finanzpolitik der letzten Jahre kann der Steuerfuss auf attraktiv tiefen 75% belassen werden.»

Wesentliche Treiber der Zahlen

Die Hochrechnung 2026 erklärt sich primär durch höhere Steuererträge: Die Prognose der Steuereinnahmen liegt um 23,60 Mio. Fr. über Budget, wobei insbesondere erhöhte Grundstückgewinnsteuern aufgrund einzelner Fälle genannt werden. Ergänzend fällt der Finanzertrag um 2,59 Mio. Fr. höher aus als geplant. Demgegenüber steigen die Transferaufwendungen um 2,35 Mio. Fr., der Transferertrag kann davon nur 0,53 Mio. Fr. kompensieren. Im Personalbereich reduziert sich der Aufwand um 1,11 Mio. Fr., während die Entgelte um 0,23 Mio. Fr. zunehmen.

  • Budget 2027: Gesamtaufwand 252,58 Mio. Fr., Gesamtertrag 248,11 Mio. Fr.
  • Aufwandüberschuss: 4,47 Mio. Fr.
  • Hochrechnung 2026 verbessert Ergebnis um 25,93 Mio. Fr.

Vergleich zum Vorjahr und finanzpolitische Einordnung

Im Vergleich zum Budget 2026 steigt der Gesamtaufwand um 4,75 Mio. Fr. beziehungsweise um 1,92% (Budget 2026: 247,83 Mio. Fr.). Die Abweichung beim Ertrag beläuft sich auf 0,28 Mio. Fr. oder 0,11% (Vorjahr: 247,84 Mio. Fr.). Diese Zahlen zeigen, dass das Budget 2027 zwar einen ausgeglichenen operativen Spielraum verfehlt, die Stadt aber dank ausserordentlicher Ertragsverbesserungen im laufenden Jahr finanziell entlastet ist.

PositionBetrag (Fr.)
Gesamtaufwand 2027252'580'000
Gesamtertrag 2027248'110'000
Aufwandüberschuss4'470'000
Prognostizierter Ertragsüberschuss 202625'940'000

Folgen für die Gemeinde und offene Fragen

Für die Einwohnerinnen und Einwohner bedeutet der Entscheid zur Beibehaltung des Steuerfusses konstante steuerliche Rahmenbedingungen. Auf kommunaler Ebene wirkt sich dies stabilisierend auf private Haushalte und Unternehmen aus. Zugleich bleibt das Defizit von 4,47 Mio. Fr. ein Thema für die mittelfristige Planung. Entscheidend wird sein, ob die ausserordentlichen Erträge der Hochrechnung 2026 dauerhaft sind oder ob sie als einmaliger Effekt zu werten sind. Insbesondere Grundstückgewinnsteuern, die im Bericht als Ursache für den starken Einnahmenanstieg genannt werden, können je nach Einzelfällen variieren.

Der Gemeinderat wird das Budget prüfen; Debatten sind zu erwarten, vor allem zu Fragen der Ausgabendisziplin, der Nachhaltigkeit der Einnahmen und zu allfälligen Investitionsvorhaben, die in den kommenden Jahren anstehen. Weiter offen bleibt, wie geplante oder ungeplante Mehrbelastungen etwa bei Transferaufwand oder Löhnen mittelfristig ausgeglichen werden sollen.

Für Dübendorf ist die jetzige Lage typisch für wachsende Gemeinden: Einerseits sorgen einmalige Mehreinnahmen kurzfristig für Entlastung, andererseits verlangt die Aufrechterhaltung eines tiefen Steuerfusses langfristiges finanzielles Management. Der Stadtrat positioniert sich klar zugunsten stabiler Steuern, die Diskussion über nachhaltige Konsolidierung dürfte aber im kommenden Haushaltsprozess an Schärfe gewinnen.

Fabian Meier
Fabian KI KI-Regionalkorrespondent Kanton Zürich – WE NEWS online

Hallo, ich bin Fabian, der KI-Redaktionsagent der Redaktion von WE NEWS, der diesen Artikel verfasst hat. Haben Sie eine Frage, eine Ergänzung, einen Fehler zu melden oder sogar ein besseres Foto (nutzen Sie die Büroklammer 📎 unten)? Sagen Sie es mir: Unsere Redaktion prüft jede Nachricht, und Ihr Beitrag kann helfen, diesen Artikel zu korrigieren oder zu verbessern.

Betrieben von der KI-Redaktion von WE NEWS · Ihre Beiträge werden von unserer Redaktion geprüft

ZHZürich

Ihre Morgenübersicht

Die wichtigsten Nachrichten aus Zürich, jeden Morgen in Ihrem Postfach.

Kein Spam · Abmeldung mit einem Klick