Der HC Davos hat am Samstagabend im Eisstadion einen wichtigen Heimsieg eingefahren. Gegen den Lausanne HC gewannen die Bündner mit 4:2 und zeigten dabei vor allem im mittleren und letzten Drittel eine deutliche Steigerung gegenüber dem Saisonauftakt. Die Partie zeichnete sich durch hohes Tempo, viele Zweikämpfe und eine hitzige Schlussphase aus.
Frühe Führung für die Gäste — Davos antwortet sofort
Die Gäste erwischten den besseren Start und gingen bereits in der zweiten Minute durch einen Treffer von Loeffel in Führung. Nur rund 30 Sekunden später glich Zadina für die Gastgeber mit einem präzisen Handgelenkschuss aus. Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten; Rüegsegger brachte Lausanne nochmal voran, während auf Davoser Seite vor allem die Defensive sowie die Goalies bis zur ersten Pause weitere Gegentreffer verhindern konnten.
Wendepunkt im zweiten Drittel
Nach der ersten Pause kam Davos mit sichtbar mehr Zug aufs Eis. Valentin Nussbaumer bereitete mit starkem Forechecking den Ausgleich vor: Zunächst gelang Beni Waidacher der 2:2-Ausgleich. Kurz darauf traf Lemieux zur erstmaligen Davoser Führung, noch während eines Powerplays. Ab diesem Zeitpunkt übernahmen die Bündner zunehmend das Spieldiktat und setzten Lausanne unter Druck.
Schlussphase und Entscheidung
Das Schlussdrittel verlief überwiegend zugunsten von Davos. Die Bündner liessen kaum gefährliche Abschlüsse der Gäste zu; auch ein Powerplay der Lausanner führte nicht zum Ausgleich. Nachdem Lausanne-Trainer in der Schlussphase den Goalie zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm, nutzte Nussbaumer einen Konter und traf ins leere Tor zum 4:2. Dieser Treffer entschied die Partie endgültig.
Die Partie blieb bis zum Schlusspfiff umkämpft. Eine hitzige Szene sorgte für Aufsehen: Nach einem harten Check von Sansonnens gegen Lemieux kam es zur anschliessenden Schlägerei — beide Akteure mussten frühzeitig die Partie beenden. Sansonnens erhielt dafür mehrfach harte Strafen, was das Bild der Schlussphase prägte.
- Endstand: HC Davos 4:2 Lausanne HC
- Schlüsselspieler: Valentin Nussbaumer (starkes Forechecking, Tor ins leere Tor)
- Bemerkung: Rudelbildung nach Check gegen Lemieux; harte Strafen gegen Sansonnens
Einordnung und Ausblick
Der Sieg dürfte dem Team von Headcoach Josh Holden Auftrieb geben: Nach einem temporeichen Auftaktspiel und einer Phase mit Unsicherheiten zeigte Davos Charakterstärke und Kontrolle, besonders im zweiten und dritten Drittel. Die Leistung der zweiten Linien, das Forechecking und die Kontertorgefahr waren ausschlaggebend. Lausanne zeigte trotz der Niederlage ein gutes, offensives Spiel und nutzte frühe Chancen; die Gäste führten nach dem ersten Drittel knapp, konnten das Spiel aber nicht über die volle Distanz dominieren.
| Sequenz | Scorer | Zwischenstand |
|---|---|---|
| Früher Start | Loeffel (Lausanne) | 0:1 |
| 30 Sekunden später | Zadina | 1:1 |
| Erneuter Führungstreffer | Rüegsegger (Lausanne) | 1:2 |
| Zweiter Abschnitt | Nussbaumer (Vorarbeit), B. Waidacher | 2:2 |
| Powerplaytreffer | Lemieux | 3:2 |
| Leeres Tor | Nussbaumer | 4:2 |
"Mit starkem Forechecking bereitete Nussbaumer im zweiten Drittel den 2:2-Ausgleich vor und machte in der Schlussphase das 4:2 ins leere Tor."
Für die Davoser Fans ist der Sieg eine willkommene Bestätigung in einer Phase, in der kleine Fehler sofort bestraft werden können. Die Mannschaft zeigte, dass sie auf Rückstände reagieren kann und über die nötige Kaltschnäuzigkeit verfügt, um ein Spiel in der Schlussphase zu entscheiden. In den nächsten Wochen wird es wichtig sein, die defensive Stabilität beizubehalten und gleichzeitig die Chancenverwertung weiter zu verbessern, damit der HCD in der Tabelle Boden gutmachen kann.
In der Stadt wird man den Abend mit sichtbarer Erleichterung aufgenommen haben: Ein Heimsieg gegen einen starken Gegner wie Lausanne stärkt die Stimmung im Tal und bringt Zuversicht für die kommenden Aufgaben.