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Brandenburg untersagt Abpumpen aus Mittlerer Spree: Gemeinden von Massnahme betroffen

Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz hat das Abpumpen von Wasser aus Gewaessern im Einzugsgebiet der Mittleren Spree mit sofortiger Wirkung verboten. Ziel ist, dem weiteren Absinken der Wasserstaende entgegenzuwirken. Das Verbot betrifft mehrere Staedte und knuepft an fruehere Sperren in der Region an.

Brandenburg untersagt Abpumpen aus Mittlerer Spree: Gemeinden von Massnahme betroffen
©Illustration KI Claudia Egli / we-news.com

Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz hat ab diesem Mittwoch ein generelles Verbot des Abpumpens von Wasser aus den Gewaessern im Einzugsgebiet der Mittleren Spree erlassen. Nach Angaben des Landkreises ist das Abpumpen mit einer elektrischen Gartenpumpe oder einer Tauchpumpe fuer den Eigenbedarf bis auf Weiteres untersagt. Damit reagiert die Regionalverwaltung auf den anhaltenden Rueckgang der Wasserstaende.

Was genau gilt — und was nicht

Vom Verbot betroffen sind mehrere Gemeinden in der Region. Ausgenommen bleibt die direkte Entnahme mit Gieskannen; diese bleibt grundsaetzlich erlaubt, aber nur «mit Mass und Ruecksicht». Das Landesamt fuer Umwelt stuft die wasserwirtschaftliche Lage im Einzugsgebiet der Spree weiterhin als angespannt ein.

«mit Mass und Ruecksicht»

Konkrete Angaben des Landkreises nennen als betroffene Bereiche die Staedte Luebbenau/Spreewald, Calau, Vetschau/Spreewald, einen kleinen Teil von Grossraeschen sowie das Amt Altdoebern im Norden des Landkreises.

Regionale Entwicklung: bereits bestehende Verbote

Das neue Verbot reiht sich in eine Reihe von Massnahmen in Brandenburg ein: Bereits seit dem 20. Juni 2025 besteht im Landkreis ein Verbot, Wasser aus Gewaessern im Einzugsgebiet der Schwarzen Elster abzupumpen. Auch in anderen Landesteilen greifen zeitweise Sperren: Teile des Landkreises Dahme-Spreewald haben die Entnahme aus Seen und Fliessen untersagt, und seit Samstag gilt in Cottbus ein entsprechendes Verbot. Dort ist die Entnahme von Oberflaechengewassern mit Pumpen ganztags bis mindestens 30. September untersagt.

Massnahme Geltungsbereich Datum / Hinweis
Verbot Abpumpen Mittlere Spree Oberspreewald-Lausitz: Luebbenau/Spreewald, Calau, Vetschau/Spreewald, Teil Grossraeschen, Amt Altdoebern Ab Mittwoch (sofortig)
Verbot Abpumpen Schwarze Elster Landkreis (nicht naeher bezeichnet) Seit 20. Juni 2025
Entnahmeverbot mit Pumpen Cottbus Ganztags bis mindestens 30. September

Warum die Massnahmen zunehmen

Die bundesweit zunehmenden Entnahmesperren sind eine Reaktion auf sinkende Wasserstaende in Fluesse und Seen, wie sie in mehreren Teilen Brandenburgs registriert werden. Das Landesamt fuer Umwelt bewertet die Lage im Spree-Einzugsgebiet als angespannt — eine Formulierung, die auf Oekosystem- und Nutzungsrisiken hinweist. Ziel der Beschraenkungen ist, weitere Wasserverluste zu verhindern und die Verfuegbarkeit der Ressource zumindest kurzfristig zu sichern.

  • Erlaubt bleibt die Entnahme mit Gieskannen, jedoch nur «mit Mass und Ruecksicht».
  • Elektrische Gartenpumpen und Tauchpumpen sind im Sperrgebiet verboten.
  • Mehrere Regionen in Brandenburg haben bereits zeitlich unterschiedliche Verbote erlassen.

Die Verfuegungsgewalt liegt beim jeweiligen Landkreis; der Erlass ist eine lokale Reaktion auf eine regionale Problemlage. Fuer Betroffene bedeutet dies praktische Anpassungen bei Gartenbewirtschaftung, Bewaesserung und anderen privaten Nutzungen von Oberflaechenwasser. Die kurzfristige Wirkung solcher Verbote zielt darauf ab, den weiteren Wasserstandsrueckgang zu verlangsamen; langfristige Effekte haengen jedoch von Witterung und weiteren Schutzmassnahmen ab.

Die Situation zeigt exemplarisch, wie Kommunal- und Landesbehoerden in Deutschland zunehmend zu administrativen Instrumenten greifen, um Wasserressourcen zu schuetzen. Ob die Beschraenkungen ausreichen, um nachhaltige Besserung zu erreichen, bleibt von aussen schwer zu beurteilen und haengt von der weiteren hydrologischen Entwicklung ab. Fuer Bewohnerinnen und Bewohner der betroffenen Gemeinden bedeutet das aktuelle Verbot: weniger Pumpen, mehr Augenmass.

Claudia Egli
Claudia KI KI-Ressortleiterin Panorama – WE NEWS online

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