Stadtrat nennt Bekämpfung häuslicher Gewalt eine Priorität
Der Stadtrat von Aarau erklärt, die Bekämpfung häuslicher, sexueller und geschlechterspezifischer Gewalt habe einen hohen Stellenwert. Auf eine Anfrage der SP-Einwohnerrätin Irene Stutz hin legte die Exekutive dar, wie die Stadtpolizei und weitere städtische Stellen in Fällen von Gewalt intervenieren und welche präventiven Massnahmen sie unterstützen.
Im Zentrum der polizeilichen Einsätze stehe der Schutz gefährdeter Personen, gefolgt von Beweissicherung und der Einleitung der nötigen gesetzlichen Schritte. Der Stadtrat betont, dass bei entsprechenden Meldungen rasch und konsequent gehandelt werde.
Enge Zusammenarbeit mit Fachstellen
Bei Einsätzen arbeite die Stadtpolizei Aarau eng mit verschiedenen Stellen zusammen: der Kantonspolizei Aargau, den Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (KESB), Opferhilfeorganisationen, den Sozialen Diensten der Stadt sowie weiteren Fachstellen. Diese Vernetzung sei zentral, um Schutz und weitergehende Unterstützung sicherzustellen.
- Rasche Intervention durch die Stadtpolizei bei Meldungen
- Koordination mit Kantonspolizei, KESB, Opferhilfe und Sozialdiensten
- Prävention durch Sensibilisierung und Austausch mit Schulen und Jugendarbeit
Prävention: Sensibilisierung und Informationsarbeit
Neben der Intervention legt die Stadtpolizei Gewicht auf Prävention. Dazu gehören Sensibilisierungsaktionen, die Vernetzung mit Fachorganisationen sowie der regelmässige Austausch mit Schulen, Jugendarbeit und sozialen Institutionen. Ziel ist, Gewaltsituationen früher zu erkennen und Betroffene sowie Umfeld zu ermutigen, Hilfe in Anspruch zu nehmen.
«Die Einführung der schweizweiten Opferhilfe-Nummer wird ausdrücklich begrüsst», schreibt der Stadtrat.
Die Stadt unterstützt die Verbreitung der Kampagnenbotschaften des Bundes, etwa durch Kommunikation über städtische Kanäle, die Verteilung von Informationsmaterial und die Weitervermittlung an Fachstellen. Zudem führt die Stadtpolizei Standaktionen durch, bei denen unter anderem auf die Notrufnummer 142 hingewiesen wird.
Bundes- und kantonale Initiativen ergänzen lokale Arbeit
Der Stadtrat verweist auf die nationale Kampagne «Gleichstellung verhindert Gewalt», die darlege, in welchen Formen Gewalt auftreten kann. Die Einführung der schweizweiten Opferhilfe-Nummer 142 sieht die Stadt als wichtige Ergänzung zu lokalen Angeboten, weil sie Betroffenen und ihrem Umfeld einen einfachen Anlaufpunkt bietet.
| Bereich | Massnahmen in Aarau |
|---|---|
| Intervention | Schnelles Eingreifen der Stadtpolizei, Beweissicherung, Einleitung gesetzlicher Schritte |
| Kooperation | Zusammenarbeit mit Kantonspolizei, KESB, Opferhilfe, Sozialen Diensten |
| Prävention | Sensibilisierung, Schulen/Jugendarbeit, Standaktionen, Informationsverteilung |
Die Antworten des Stadtrats zeigen, dass Aarau auf ein abgestütztes Vorgehen setzt, das Intervention und Prävention kombiniert. Für Betroffene bleibt wichtig: Die bestehenden Fachstellen und die Opferhilfe-Nummer 142 sind Anlaufpunkte, und die Stadtpolizei will ihre Kommunikationskanäle nutzen, um diese Angebote bekannter zu machen.
Weitergehende Fragen zur Umsetzung konkreter Massnahmen, etwa zur Häufigkeit von Standaktionen oder zur Auswertung der Präventionsarbeit, beantwortet der Stadtrat im Rahmen der vorhandenen Ressourcen. Die Kooperation mit kantonalen Stellen bleibt dabei ein zentraler Pfeiler, um Hilfe möglichst niederschwellig und wirksam zugänglich zu machen.