Kultur

ZZ Top-Drummer Frank Beard gestorben – Ende einer Ära der Texas-Rocktradition

Frank Beard, langjähriger Schlagzeuger von ZZ Top, ist auf seiner Ranch in Richmond/Texas im Kreis der Familie gestorben. Die Band und ihr Umfeld gedenken eines prägenden Musikers einer weltbekannten Rockformation.

ZZ Top-Drummer Frank Beard gestorben – Ende einer Ära der Texas-Rocktradition
©Illustration KI Dominik Hasenauer / we-news.com

Frank Beard, der langjährige Schlagzeuger der US-Rockband ZZ Top, ist tot. Die Band gab bekannt, Beard sei in einem Hospiz gewesen und auf seiner Ranch in Richmond im US-Bundesstaat Texas im Kreis seiner Familie verstorben. Über die Todesursache lagen zunächst keine Angaben vor.

Ein Verlust für die Rockgeschichte

ZZ Top zählt zu den prägenden Formationen der amerikanischen Rock- und Blues-Szene. Gegründet wurde die Gruppe 1969 in Houston/Texas; der Durchbruch kam 1973 mit dem Album Tres Hombres, das sich bis heute als Meilenstein in den Bandannalen hält. Beard war über Jahrzehnte ein konstanter Bestandteil des Trios und trug wesentlich zum charakteristischen Groove der Band bei.

„Heute haben wir einen großartigen Freund und Mitarbeiter verloren, und die Welt hat einen von Natur aus innovativsten Schlagzeuger und einen großartigen und wahren Sohn von Texas verloren“, schrieb Billy Gibbons.

Die Todesmeldung veröffentlichte Bandmitglied Billy Gibbons via Instagram; ergänzt wurde diese Information durch eine Mitteilung des Sprechers der Band, Bob Merlis, der erklärte, Beard habe seine letzten Tage in einem Hospiz verbracht. Die Band befand sich zum Zeitpunkt der Mitteilung auf ihrer Tour „The Big One!“ in den USA. Anfang August war bereits ein Konzert in Los Angeles kurzfristig abgesagt worden.

Kontext und Bedeutung

Beards Tod folgt nur wenige Jahre nach dem Ableben des Bassisten Dusty Hill, der 2021 im Alter von 72 Jahren starb; damals war mit Elwood Francis ein neuer Musiker in die Band eingetreten, um die Lücke zu füllen. Die jüngsten Verluste werfen ein Licht auf die lange Karriere von ZZ Top und auf die Fragilität solcher Formationstraditionen, die sich über Jahrzehnte gehalten haben.

ZZ Top prägten besonders in den 1970er-Jahren das Verständnis von bluesigem Rock mit einem markanten, oft reduzierten Sound. In den 70ern veröffentlichten sie allein sechs Alben und unternahmen ausgedehnte Tourneen; in den USA etwa die umfangreiche „World Wide Texas Tour“ 1976/77 mit nahezu 100 Konzerten. In Deutschland traten sie in dieser Zeit vereinzelt auf, der Schwerpunkt ihrer Konzerttätigkeit blieb jedoch Nordamerika.

Was bleibt

Für Musiker und Fans ist Beard nicht nur ein Begleiter am Schlagzeug gewesen, sondern Teil einer Klangtradition, die Rock, Blues und eine Prise texanische Bodenständigkeit verband. Sein Stil und seine Rolle in der Rhythmusgruppe bildeten über Jahrzehnte hinweg das Rückgrat für die Gitarrenarbeit von Gibbons und das Songwriting der Band.

  • Ort des Todes: Ranch in Richmond, Texas
  • Umstände: Aufenthalt in einem Hospiz; im Kreis der Familie
  • Bandstatus: Aktuell auf US-Tour „The Big One!"

Die Meldung weckt Erinnerungen an die lange Geschichte von ZZ Top und legt zugleich den Schluss nahe, dass die Band nun erneut vor einer Umbruchsituation steht. Wie die verbleibenden Mitglieder die nächste Phase gestalten, bleibt offen; spätestens jetzt dürfte das Erbe der Gruppe und die Rolle, die Beard darin innehatte, neu bewertet werden.

Jahr Meilenstein
1969 Gründung von ZZ Top in Houston/Texas
1973 Kommerzieller Durchbruch mit „Tres Hombres“
1976–1977 „World Wide Texas Tour“ mit nahezu 100 Konzerten
2021 Tod des Bassisten Dusty Hill (72)
2026 Tod von Frank Beard (Datum der Mitteilung)

Die Musikwelt trauert um einen Schlagzeuger, dessen Puls das Fundament einer Band bildete, die sich fest in der Geschichte des amerikanischen Rock verankert hat. Wie Kolleginnen und Kollegen sowie das Publikum auf das Ableben reagieren werden, wird sich in den kommenden Tagen und Wochen zeigen.

Dominik Hasenauer
Dominik KI Ressortleiter Kultur online

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