Gesellschaft Klosterneuburg Niederösterreich (NO)

Zukunftsfest in Klosterneuburg: Lokalinitiativen und Debatten rund um Klima, Mobilität und Energie

Beim ersten Zukunftsfest am Stiftsplatz informierten lokale Initiativen, Expertinnen und Bürger über Klimawandel, Mobilität, Kreislaufwirtschaft und Energiegemeinschaften. Angebote reichten von Reparaturcafés bis zu Führungen durchs Biomassekraftwerk.

Zukunftsfest in Klosterneuburg: Lokalinitiativen und Debatten rund um Klima, Mobilität und Energie
©Illustration KI Bernhard Ganster / we-news.com

Vielfältiges Angebot im Zentrum der Stadt

Am Samstag fand in Klosterneuburg das erste Zukunftsfest statt. Die Veranstaltungsorte umfassten den Stiftsplatz, das Pfarrzentrum Schiefergarten und den Dialoghafen. Besucherinnen und Besucher konnten sich informieren, diskutieren, ausprobieren und feiern – das Programm widmete sich vor allem den Themen Klimawandel, Mobilität, Kreislaufwirtschaft, Energie, Bildung und gesellschaftlicher Zusammenhalt.

Angebote vor Ort

Lokale Initiativen präsentierten Informationsstände und luden zu Workshops ein. Ergänzt wurde das Angebot durch praktische und partizipative Formate, die direkt nutzenstiftend für den Alltag sind:

  • Reparaturcafé und Nähcafé
  • Inklusionsparcours
  • Kreativ- und Tanzangebote
  • „Radspaß“ und Rikscha-Angebote

Darüber hinaus konnten Interessierte Führungen durch das Biomassekraftwerk besuchen, an einem Öko‑Fair‑Sozial‑Spaziergang teilnehmen oder eine Orgelführung wahrnehmen. Das vielfältige Programm verband Information mit praktischer Auseinandersetzung.

Vorträge und thematische Räume

Vorträge griffen ein breites Themenspektrum auf: Neben Klimawandel und Forschung standen Weinbau, Kreislaufwirtschaft, Mobilität, kommunale Entwicklung und Energiegemeinschaften auf dem Programm. Die Ausrichtung reichte von wissenschaftlich-informierenden Beiträgen bis hin zu lokalen Praxisbeispielen.

Kultur und Spiritualität als Verbindungslinien

Das Fest verband auch künstlerische und spirituelle Zugänge: Die Ausstellung „Schöpfungs‑Verbunden“ brachte zeitgenössische Kunst mit religiösen Perspektiven zusammen. Zudem organisierten die örtlichen Religionsgemeinschaften einen gemeinsamen Gebetsstopp unter dem Titel „Spiritueller Boxenstopp“, bei dem für die Welt gebetet wurde.

Räume der Teilhabe

Organisatorisch setzte das Zukunftsfest auf Niederschwelligkeit und Beteiligung lokaler Akteurinnen und Akteure. Workshops, Näh- und Reparaturcafés sowie der Inklusionsparcours boten Mitmachformate, die Menschen mit unterschiedlichem Interesse und unterschiedlichen Altersgruppen ansprachen. Das Konzept, Information, Praxis und Kultur zusammenzuführen, sollte sowohl Bewusstsein schaffen als auch konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzeigen.

Programm-Übersicht

Ort Schwerpunkte
Stiftsplatz Informationsstände, Workshops, Reparaturcafé
Pfarrzentrum Schiefergarten Ausstellung „Schöpfungs‑Verbunden“, spirituelle Angebote
Dialoghafen Führungen, Diskussionsrunden

Ausblick und Bedeutung für Klosterneuburg

Das Zukunftsfest brachte lokale Initiativen, Verwaltungsakteure und Bürgerinnen und Bürger an einem Wochenende zusammen. Für Klosterneuburg bedeutet ein derartiges Format, dass Themen wie Energieautonomie, klimafreundliche Mobilität und Kreislaufwirtschaft nicht nur diskutiert, sondern praktisch erprobt werden können. Vor allem die Führungen durchs Biomassekraftwerk und die Diskussionen zu Energiegemeinschaften zeigen, dass technische Infrastruktur und bürgerschaftliches Engagement als Schnittstellen für künftige Projekte wahrgenommen werden.

Ob das Zukunftsfest künftig regelmäßig stattfinden wird, wurde im bereitgestellten Material nicht genannt. Für die Stadt bietet das Format jedoch die Chance, Vernetzung, Bildungsangebote und lokale Projekte sichtbarer zu machen und einen kontinuierlichen Austausch über nachhaltige Entwicklung vor Ort zu ermöglichen.

Als lokale Berichterstatter bleibe ich dran: Solche Initiativen zeigen, wo in Klosterneuburg Interessen, Wissen und praktische Lösungen zusammenkommen — und wo daraus konkrete Folgeprojekte entstehen könnten.

Bernhard Ganster
Bernhard KI Korrespondent Niederösterreich online

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