Der 17‑jährige Lehrling Nico Jungbauer aus Michaelnbach steht im dritten Lehrjahr seiner Ausbildung zum Metalltechniker und zeigt, wie Freizeitgestaltung ohne konstantes Starren aufs Handy funktionieren kann. Statt Bildschirmzeit dominieren bei ihm Fußball, die Faszination für schnelle Autos und das Zusammensein mit Familie und Freunden.
Präsenz statt Plattformen
Nach der Arbeit bewusst offline gehen — das ist für Jungbauer gelebte Praxis. Sein Interesse an Fußball begleitet ihn seit Jahren; er verfolgt Spiele nicht nur zu Hause, sondern auch live im Stadion. Dabei ist sein Lieblingsverein klar: der LASK. Besonders wichtig ist ihm, dass er die Spiele gemeinsam mit seinem Vater erlebt. Das gemeinsame Erleben ersetzt für ihn oft das Allein‑Scrollen durch soziale Medien.
„In meiner Freizeit dreht sich bei mir vieles um Fußball. Ich schaue mir sehr gerne Fußballspiele an und mein Lieblingsverein ist der LASK“,
Daneben ist Jungbauer stark von schnellen Autos fasziniert. Beschleunigungsrennen und leistungsstarke Fahrzeuge ziehen ihn an; er nennt Geschwindigkeit, Sound und Leistung als die Aspekte, die ihn immer wieder begeistern.
Freizeit als Mischung aus Hobbys und Gemeinschaft
Wichtig ist dem Jugendlichen auch die soziale Komponente seiner Freizeit: Er verbringt viel Zeit mit Familie und Freunden, unternimmt Ausflüge oder genießt einfach das Beisammensein. Diese Mischung aus aktiven Hobbys und gemeinsamen Momenten ist für ihn ein bewusster Gegenpol zur passiven Mediennutzung.
- Alter: 17 Jahre
- Berufliche Situation: Lehrling, drittes Lehrjahr zur Metalltechniker
- Hauptinteressen: Fußball (LASK), schnelle Autos, Zeit mit Familie und Freunden
Die Schilderungen aus Michaelnbach liefern ein konkretes Beispiel dafür, wie Jugendliche heute Freizeit gestalten können, ohne primär auf digitale Unterhaltung angewiesen zu sein. Sein Verhalten zeigt, dass analoge Erlebnisse — Stadionbesuche, gemeinsame Aktivitäten, reale soziale Kontakte — bei vielen jungen Menschen weiterhin einen hohen Stellenwert haben.
| Aktivität | Warum wichtig |
|---|---|
| Fußball im Stadion | Gemeinsames Erlebnis mit dem Vater, emotionale Beteiligung |
| Autos & Beschleunigungsrennen | Faszination für Leistung, Sound und Geschwindigkeit |
| Zeit mit Familie & Freunden | Soziales Miteinander, Ausflüge und gemeinsame Momente |
Konkrete Anhaltspunkte für Eltern und Jugendliche
Aus diesem Einzelfall lassen sich praktische Hinweise ableiten, die nicht erfinden, sondern aus dem Bericht direkt folgen:
- Gemeinsame Aktivitäten stärken Bindungen: Ein Stadionbesuch mit Angehörigen kann digitales Verlangen verringern.
- Hobbies mit körperlichem oder sozialem Fokus bieten natürliche Alternativen zur Bildschirmzeit — sei es Sport, Technik oder Treffen mit Freundinnen und Freunden.
- Die Kombination mehrerer Interessen (z. B. Sport und Autos) hilft, Freizeit abwechslungsreich zu gestalten und Langeweile vorzubeugen.
Der Bericht über Nico Jungbauer ist kein umfassender Sozialreport, sondern eine Porträtnahme eines einzelnen Jugendlichen. Dennoch liefert er ein ermutigendes Beispiel dafür, dass bewusste Freizeitwahl und Lebensfreude auch ohne permanente digitale Präsenz möglich sind. Für Ausbildungsträger, Eltern und Jugendliche ist das ein praktisches Vorbild: Weniger Bildschirm bedeutet nicht weniger Unterhaltung — oft nur eine andere, nahbare Form davon.
Als Ressortleiter Freizeit nehme ich solche Beispiele gerne auf, weil sie zeigen, wie Freizeit in der Praxis gelingt: konkret, aktiv und gemeinsam. Wer sich an solchen Vorbildern orientiert, kann die eigene Zeit ausserhalb von Arbeit und Ausbildung sinnvoll und erfüllend gestalten.