Das zweite Weltkulturfestival in Hanoi fand seinen offiziellen Abschluss am Abend des 4. Oktober in der historischen Anlage der Kaiserlichen Zitadelle Thang Long. Nach Angaben der Veranstalter gingen vier Tage eines vielfältigen kulturellen Austauschs zu Ende, die sowohl bei der lokalen Bevölkerung als auch bei in- und ausländischen Gästen nachhaltig Eindruck hinterlassen hätten.
Hohe politische Präsenz und internationale Delegationen
An der Abschlusszeremonie nahmen mehrere Spitzenvertreter Vietnams teil: die stellvertretende Vorsitzende der Nationalversammlung, Nguyen Thi Thanh; die Ministerin für Kultur, Sport und Tourismus, Lam Thi Phuong Thanh; sowie Pham Tat Thang, stellvertretender Parteisekretär der Vaterländischen Front und der zentralen Massenorganisationen. Außerdem waren der stellvertretende Minister für Kultur, Sport und Tourismus, Ta Quang Dong, und der stellvertretende Vorsitzende des Volkskomitees von Hanoi, Truong Viet Dung, anwesend.
Die Präsenz hoher Beamter wurde begleitet von Botschaftern, Geschäftsträgern sowie Leiterinnen und Leitern diplomatischer Missionen und internationaler Organisationen in Vietnam. Auch zahlreiche Künstler und Kunsthandwerker sowie eine große Zahl von Einwohnern Hanois wohnten der Zeremonie bei.
Würdigung der Beiträge und Zeichen des Dankes
Als Zeichen der Anerkennung überreichte das Organisationskomitee den internationalen Delegationen Gedenktafeln; zusätzlich überreichten Nguyen Thi Thanh und Pham Tat Thang Gedenkmedaillen des Festivals an ausländische Gruppen. Die Ehrungen sollten laut Organisatoren Dankbarkeit und Wertschätzung für die Beiträge, die kulturelle Identität und den Geist des Austauschs symbolisieren.
„Die Achtung von Unterschieden führt zu besserem Verständnis.“
In ihrer Rede betonte Ministerin Lam Thi Phuong Thanh die Bedeutung kultureller Vielfalt. Sie hob hervor, dass das Festival mit Beteiligung von rund 50 Ländern und zahlreichen internationalen Organisationen sowie mit Hunderten Künstlern und Kunsthandwerkern ein Forum für Dialog, Erfahrungsaustausch und den Schutz kultureller Vielfalt geboten habe.
- Dauer: vier Tage kulturellen Austauschs
- Teilnehmende Staaten: rund 50 Länder und internationale Organisationen
- Künstler: Hunderte Künstler und Kunsthandwerker
| Bestandteil | Angabe |
|---|---|
| Dauer | 4 Tage |
| Teilnehmende Länder | ca. 50 |
| Künstler/Kunsthandwerker | Hunderte |
Das Festival verstand sich nicht allein als kulturelles Ereignis, sondern auch als Plattform für die Förderung von Frieden, Entwicklung und menschlichem Fortschritt durch Kultur. Die Veranstaltung verband offizielle Zeremonien mit Aufführungen, Ausstellungen und Begegnungen, die den interkulturellen Austausch vertiefen sollten.
Bedeutung und mögliche Folgen
Das Festival stärkt Vietnams Stellung als Gastgeber internationaler Kulturveranstaltungen und signalisiert zugleich Interesse an intensiviertem kulturellem Dialog mit anderen Staaten und internationalen Organisationen. Für die beteiligten Künstler und Handwerker eröffnen sich durch solche Plattformen Sichtbarkeit und Vernetzungsmöglichkeiten auf internationaler Ebene. Aus diplomatischer Sicht markiert die breite Teilnahme eine Gelegenheit, weiche Macht (soft power) zu nutzen, um kulturelle Kooperationen zu initiieren und gemeinsame Projekte zu fördern.
Für die Kulturpolitik bedeutet das Festival vor allem die Bestätigung, dass kulturelle Veranstaltungen als Instrumente des Dialogs und der Verständigung angesehen werden. Ob und wie sich die beim Festival geknüpften Kontakte in konkrete Entwicklungs‑ oder Kooperationsprojekte übersetzen, bleibt eine Frage der kommenden Monate und der jeweiligen politischen sowie zivilgesellschaftlichen Initiativen.
Insgesamt stellt der Abschluss in der historischen Zitadelle einen symbolträchtigen Schlusspunkt dar: Ein historischer Ort, der internationale Delegationen und lokale Bevölkerung zusammenbringt, und damit das Anliegen des Festivals — kulturelle Vielfalt zu feiern und Verständigung zu fördern — sichtbar macht.