Der EC iDM VSV hat die Teilnahme an der kommenden Saison der win2day ICE Hockey League gesichert. Das teilte der Klub nach einer Krisensitzung am Dienstag mit. Die Verantwortlichen in Villach konnten in kurzer Zeit eine Lösung erreichen, die den Start in die Meisterschaft ermöglicht.
Rasanter Kraftakt in kurzer Frist
Der Villacher Traditionsverein mit einer Geschichte von über 100 Jahren stand in den vergangenen Tagen unter massivem Druck: Der überraschende Abgang des bisherigen Geschäftsführers sowie bekannt gewordene finanzielle Altlasten hatten die Existenz des Klubs infrage gestellt. Wie VSV-Obmann Manfred Herzog vor dem Auftaktspiel am Freitag (19.30 Uhr) bei den Pioneers Vorarlberg sagte, sei die jüngste Phase „ein Kraftakt“ gewesen.
„Das war ein Kraftakt in den letzten Tagen.“
Herzog betonte, dass in enger Abstimmung mit Partnern aus der regionalen Wirtschaft, Vertretern der Liga und dem Vereinsvorstand in kurzer Zeit Gespräche geführt, Szenarien gerechnet und Verantwortungen übernommen worden seien. Durch diese Bündelung der Kräfte sowie konstruktive Verhandlungen mit Unterstützung der ICE Hockey League konnten die notwendigen Schritte und finanziellen Voraussetzungen geschaffen werden.
Was wurde konkret erreicht?
Aus der Mitteilung geht hervor, dass die akuten Hürden, die den Saisonstart gefährdeten, entschärft wurden. Die Rettungslösung umfasst finanzielle Zusagen von Partnern und die Unterstützung durch die Liga, sodass der Klub die Formvorschriften für die Teilnahme an der ICE erfüllen kann. Details zu Summen oder konkreten Sicherheiten nannte der Verein in der Aussendung nicht.
- Unterstützung kam von regionalen Wirtschaftspartnern und der ICE Hockey League.
- Der Klub kann am Meisterschaftsbetrieb teilnehmen.
- Ein neuer Geschäftsführer ist noch nicht formell bestellt; es gebe aber einen „Wunschkandidaten“.
Offene Fragen bleiben
Die Meldung markiert zwar einen kurzfristigen Erfolg, lässt aber langfristige Fragen offen. ICE-Präsident Erich Falkensteiner zeigte sich erleichtert und bezeichnete die Lösung als ein wichtiges Zeichen für die Stabilisierung des Spielbetriebs. ICE-Geschäftsführer Christian Feichtinger wies im ORF-Interview darauf hin, dass die nun gefundene Lösung nicht automatisch bedeute, „dass jetzt alles wieder gut“ sei — weitere Schritte und eine nachhaltige Konsolidierung blieben notwendig.
| Fakt | Status |
|---|---|
| Teilnahme an der ICE League | Gesichert |
| Neuer Geschäftsführer | Noch nicht bestellt („Wunschkandidat“ genannt) |
| Finanzlage | Altlasten in Millionenhöhe, akute Not für Saisonstart behoben |
Für die Fans und die Region ist die Entscheidung von hoher Bedeutung. Der VSV ist einer der ältesten Standorte des österreichischen Eishockeys; ein Verlust des Spitzenbetriebs hätte nicht nur sportliche, sondern auch wirtschaftliche Konsequenzen für Sponsoren, Mitarbeiter und lokale Dienstleister gehabt.
Folgen für Liga und Klub
Die Liga hat durch ihr Eingreifen signalisiert, dass sie an der Erhaltung etablierter Standorte interessiert ist. Gleichzeitig stellt die Situation den Klub vor der Aufgabe, mittelfristig eine robuste Finanzplanung vorzulegen, einen verlässlichen Geschäftsführer zu installieren und die Altlasten strukturiert abzutragen. Nur so lässt sich verhindern, dass kurzfristige Rettungen zu wiederkehrenden Krisen führen.
Sportlich beginnt für den VSV nun die Herausforderung, trotz der Unruhe konzentriert in die Saison zu starten. Ob die personellen und finanziellen Maßnahmen ausreichen, um Stabilität zu erreichen, wird sich in den kommenden Wochen und Monaten zeigen.