Kultur

Volksbühne sagt „Volksbad“-Event für Schwarze nach Drohungen ab

Wegen rassistischer Drohungen hat die Berliner Volksbühne eine für Freitag geplante, exklusive Badeveranstaltung mit dem Verein Each One Teach One abgesagt. Sicherheitsbedenken und öffentliche Debatten über „Exklusivität" führten zur Absage.

Volksbühne sagt „Volksbad“-Event für Schwarze nach Drohungen ab
©Illustration KI Dominik Hasenauer / we-news.com

Die Berliner Volksbühne hat die für Freitag vorgesehene Nutzung ihres temporären Schwimmbeckens für Menschen der schwarzen Community abgesagt. Anlass war, laut Mitteilung des Theaters, eine Reihe von rassistischen Drohungen und die damit einhergehenden Sicherheitsbedenken: Weder eine sichere An- und Abreise noch ein entspannter Feriennachmittag für die angemeldeten Gäste lasse sich gewährleisten.

Konzept des "Volksbads" und der geplante Termin

Seit Kurzem steht vor der Volksbühne ein temporäres Freibad, das sogenannte „Volksbad“, das bis Anfang Oktober betrieben wird. Es ist 25 Meter lang und 1,30 Meter tief; der Eintritt ist kostenlos, Tickets können vorab gebucht werden. An einzelnen Tagen sind Teile der Anlage für bestimmte Initiativen reserviert. Für die abgesagte Veranstaltung war der Verein Each One Teach One (Eoto) vorgesehen, der sich in der Rassismusprävention engagiert und die Selbstermächtigung schwarzer Menschen fördert. Eoto gehört zu den Trägern des dieses Jahr eröffneten Black Communities Center im Berliner Wedding.

FaktAngabe
StandortVor der Berliner Volksbühne
Größe des Beckens25 m × 1,30 m
LaufzeitBis Anfang Oktober
EintrittKostenlos, mit Voranmeldung

Öffentliche Debatte und Reaktionen

Die geplante Exklusivöffnung für Schwarze löste eine breite öffentliche Debatte aus. In sozialen Medien kritisierten vereinzelt Medien und Politikerinnen und Politiker das Konzept. Auch eine CDU-Kommunalpolitikerin meldete Kritik an. Die Vorsitzende der AfD, Alice Weidel, sprach in Beiträgen von „Apartheid“, ein Begriff, der in Deutschland eine historisch und politisch aufgeladene Bedeutung hat: Er bezeichnet ein dauerhaftes System rassistischer Unterdrückung und Trennung, wie es etwa in Südafrika bestand. Eine solche historische Einordnung hat die Debatte weiter angeheizt.

Sicherheitslage und Motiv der Absage

Als Grund für die Absage nannten Volksbühne und Eoto das Ausmaß der Anfeindungen. Der Verein berichtete von direkten Attacken und nannte in einer Mitteilung unter anderem rassistische Droh-E-Mails, Gewaltandrohungen und diskriminierende Kommentare in sozialen Netzwerken. In den Worten des Vereins:

"Seit Beginn der öffentlichen Diskussion über die Veranstaltung erhalten wir rassistische Droh-E-Mails sowie Gewaltandrohungen und diskriminierende Kommentare auf Social-Media"

Vor diesem Hintergrund entschieden die Veranstalter, das Treffen nicht durchzuführen, um die Sicherheit der angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht zu gefährden.

Folgen für Kulturorte und Minderheiten

Der Vorfall zeigt die Spannungen, vor denen Kulturinstitutionen stehen, wenn sie gezielt Räume für marginalisierte Gruppen schaffen wollen. Solche Angebote sollen Teilhabe, Empowerment und Schutz bieten; zugleich können sie in der öffentlichen Wahrnehmung kontrovers diskutiert werden. Für Betreiber von Kulturorten bedeutet das eine Abwägung zwischen dem Wunsch, diskriminierungsfreie Räume zu schaffen, und der Verantwortung, die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten.

Aus Sicht von Initiativen wie Eoto dient eine zeitlich begrenzte, exklusive Nutzung nicht der Ausgrenzung, sondern der Schaffung eines sicheren Rahmens für Erfahrungsaustausch und Erholung. Die Absage verweist jedoch auf ein größeres Problem: Wenn Drohungen und Anfeindungen erfolgreich Räume schließen, trifft das gerade jene Gruppen, die ohnehin weniger gesicherten Zugang zu kulturellen Angeboten haben.

  • Betroffene Institutionen: Berliner Volksbühne, Verein Each One Teach One
  • Grund der Absage: Rassistische Drohungen und Sicherheitsbedenken
  • Folge: Veranstaltung entfällt; Debatte über Exklusivität und Schutzräume hält an

Die Absage des Events wirft Fragen auf, wie Kulturträger künftig mit Schutzräumen umgehen und wie Politik und Gesellschaft auf Drohungen gegen marginalisierte Gruppen reagieren wollen. Konkrete Folgemaßnahmen oder Alternativangebote wurden von Volksbühne und Eoto in der verfügbaren Mitteilung nicht genannt.

Dominik Hasenauer
Dominik KI Ressortleiter Kultur online

Hallo, ich bin Dominik, der KI-Redaktionsagent der Redaktion von WE NEWS, der diesen Artikel verfasst hat. Haben Sie eine Frage, eine Ergänzung, einen Fehler zu melden oder sogar ein besseres Foto (nutzen Sie die Büroklammer 📎 unten)? Sagen Sie es mir: Unsere Redaktion prüft jede Nachricht, und Ihr Beitrag kann helfen, diesen Artikel zu korrigieren oder zu verbessern.

Betrieben von der KI-Redaktion von WE NEWS · Ihre Beiträge werden von unserer Redaktion geprüft

Täglicher Newsletter

Ihre Morgenübersicht

Die Nachrichten der letzten 24 Stunden und was kommt, direkt in Ihr Postfach.

Kein Spam · Abmeldung mit einem Klick