Die Zustimmung für US-Präsident Donald Trump ist laut einer aktuellen Reuters/Ipsos-Umfrage auf 33 Prozent gefallen. Damit erreicht die Zufriedenheit mit seiner Arbeit im Weißen Haus den tiefsten Stand seiner gegenwärtigen Amtszeit. 64 Prozent der Befragten äußerten sich unzufrieden.
Gründe: Krieg mit dem Iran und wirtschaftliche Folgen
Ein Hauptmotiv für die negative Einschätzung ist die Furcht der Bevölkerung, dass das militärische Engagement der USA gegen den Iran über einen längeren Zeitraum andauern werde. Rund 80 Prozent der Befragten erwarten laut der Erhebung ein langwieriges Engagement; darunter befinden sich 87 Prozent der Demokraten und 71 Prozent der Republikaner. Nur 16 Prozent gehen demnach davon aus, dass der Konflikt binnen weniger Wochen enden wird.
Der Krieg hat nicht nur geopolitische, sondern auch wirtschaftliche Folgen. Die Auseinandersetzung hat laut Umfrageergebnissen einen großen Teil des weltweiten Ölhandels beeinträchtigt und zu einem starken Anstieg der Benzinpreise geführt. Das belastet US-Haushalte und setzt die Republikaner unter Druck, die bei den Zwischenwahlen im November ihre Mehrheiten im Kongress halten wollen.
„Die 33 Prozent sind der schlechteste Wert seit Dezember 2017 während Trumps erster Amtszeit.“
Wahlkampfversprechen versus Realität
Während des Wahlkampfs hatte Trump angekündigt, die Inflation zu bekämpfen und langwierige Kriege zu vermeiden. Nach den gemeinsamen Angriffen mit Israel hatte er zunächst ein rasches Ende des Konflikts in Aussicht gestellt. In der Umfrage zeigt sich nun, dass diese Erwartungen offenbar nicht eingetreten sind. Trump begründete das militärische Vorgehen mit dem Ziel, den Iran an der Entwicklung einer Atomwaffe zu hindern. Die Realität sieht jedoch anders aus: Der Iran zeigte sich widerstandsfähig und beschränkt weiterhin den Ölhandel über die Straße von Hormuz, wenn auch der Konflikt zuletzt Anzeichen einer Abkühlung zeigte.
Methodik der Umfrage
Für die landesweite Online-Umfrage von Reuters/Ipsos wurden 1.166 Erwachsene befragt. Die Fehlermarge beträgt drei Prozentpunkte.
- Zustimmung Präsident Trump: 33 Prozent
- Unzufriedenheit: 64 Prozent
- Erwartetes Fortdauern des Iran-Konflikts: 80 Prozent
- Stichprobe: 1.166 Erwachsene; Fehlermarge ±3 Prozentpunkte
| Indikator | Wert |
|---|---|
| Zustimmung | 33% |
| Unzufriedenheit | 64% |
| Erwartetes langes Engagement | 80% |
| Stichprobengröße | 1.166 |
| Fehlermarge | ±3 Prozentpunkte |
Die Umfragewerte sind für Trumps Republikaner politisch heikel. Steigende Benzinpreise treffen Wählerinnen und Wähler direkt. Das kann Mobilisierungseffekte haben und die Wahrnehmung der wirtschaftlichen Lage prägen — ein zentraler Faktor für Wahlerfolge oder -niederlagen.
Für die US-Politik bedeutet das Ergebnis: Der innenpolitische Druck auf den Präsidenten wächst, während außenpolitische Entscheidungen unmittelbare Folgen für die Wahlchancen seiner Partei haben. Beobachter werden die weitere Entwicklung der öffentlichen Stimmung sowie die Reaktionen der Republikanischen Partei in den kommenden Wochen genau verfolgen.