Die Nachfrage nach Urlaub in Österreich hat sich heuer in den ersten acht Monaten gegenüber dem Vorjahreszeitraum weiter erhöht. Laut vorläufigen Ergebnissen der Statistik Austria stiegen die Nächtigungsbuchungen von Jänner bis August um 1,5 Prozent auf 117,9 Millionen.
August stabil, Sommerhalbjahr mit Zuwachs
Der August, traditionell der nächtigungsstärkste Monat, brachte heuer insgesamt 21,33 Millionen Nächtigungen in Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen – in etwa auf dem Niveau des Vorjahresmonats und damit praktisch unverändert (minus 0,1 Prozent). Die Anzahl der Gäste hingegen nahm leicht zu: Insgesamt reisten 6,2 Millionen Personen an, ein Plus von 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die bisherige Sommersaison ab Mai verzeichnete trotz des stagnierenden Augusts ein deutliches Plus: Insgesamt wurden im Zeitraum ein Zuwachs von 2,3 Prozent auf 63,3 Millionen Nächtigungen registriert. Die Buchungen aus dem Ausland legten in dieser Phase um 3,1 Prozent auf knapp 46 Millionen zu, während die Nächtigungen inländischer Urlauber mit 17,3 Millionen nahezu stabil blieben (plus 0,1 Prozent).
Auslandsnachfrage trägt den Aufschwung
Bei Betrachtung des Zeitraums Jänner–August entfielen rund drei Viertel aller Nächtigungen auf Gäste aus dem Ausland. Die Auslandsnächtigungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 1,9 Prozent auf etwa 88,8 Millionen, die Inlandsnächtigungen blieben mit 29,1 Millionen stabil (plus 0,4 Prozent).
„Der August ist traditionell der nächtigungsstärkste Monat im österreichischen Tourismus - heuer lagen die Nächtigungen ... bei 21,33 Millionen und damit in etwa auf dem Niveau vom August des Vorjahres“, sagte Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin der Statistik Austria.
Auch die Gästeankünfte erhöhten sich deutlich: Insgesamt verbrachten in den ersten acht Monaten 35,1 Millionen Gäste ihren Urlaub in Österreich – ein Anstieg von 2,9 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025. Das bisherige Sommerhalbjahr (Mai bis Oktober laufend) verzeichnete bei den Ankünften eine Zunahme um 3,7 Prozent auf 20,3 Millionen, getragen von einem starken Plus bei ausländischen Ankünften (+4,2 Prozent auf 14,1 Millionen) und einem Anstieg bei inländischen Ankünften um 2,6 Prozent auf 6,2 Millionen.
Herkunftsländer und Marktanteile
Die meisten Auslandsnächtigungen stammen nach wie vor aus Deutschland. Im bisherigen Jahresverlauf erreichten deutsche Gäste 43,9 Millionen Nächtigungen. Weitere bedeutende Quellmärkte waren die Niederlande mit 9,4 Millionen, Tschechien mit 3,6 Millionen sowie die Schweiz und Liechtenstein gemeinsam mit etwas über 3 Millionen Nächtigungen.
Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) wies in einer Stellungnahme darauf hin, dass die internationale Nachfrage weiterhin besonders stark sei und etwa drei Viertel aller Nächtigungen seit Jahresbeginn auf ausländische Gäste entfallen.
- Gesamt Nächtigungen Jänner–August: 117,9 Millionen (+1,5%)
- Sommer Nächtigungen (ab Mai): 63,3 Millionen (+2,3%)
- Auslandsnächtigungen Jänner–August: ca. 88,8 Millionen (+1,9%)
- Gästeankünfte Jänner–August: 35,1 Millionen (+2,9%)
| Region / Kennzahl | Zahl | Veränderung |
|---|---|---|
| Gesamtnächtigungen (Jänner–August) | 117,9 Mio. | +1,5% |
| Sommernächtigungen (ab Mai) | 63,3 Mio. | +2,3% |
| Auslandsnächtigungen | ~88,8 Mio. | +1,9% |
| Gästeankünfte | 35,1 Mio. | +2,9% |
Die Daten zeigen, dass Österreichs Tourismus weiterhin stark von der internationalen Nachfrage profitiert. Für Betriebe in stark vom Ausland abhängigen Regionen bedeutet das anhaltende Auslastungsimpulse, zugleich bleibt die Abhängigkeit von einzelnen Herkunftsmärkten – besonders Deutschland – hoch. Für die weitere Saisonplanung sind insbesondere Entwicklungslinien bei Ankünften, Herkunftsmärkten und die saisonale Verteilung der Nächtigungen relevant, etwa für Personalplanung, Kapazitätssteuerung und Marketingaktivitäten.
Die veröffentlichten Zahlen sind vorläufig; die Statistik Austria führt in der Regel später noch Detailaufbereitungen und Bereinigungen durch. Solche Feinanalysen sind wichtig, um etwa regionale Verschiebungen, die Verteilung nach Unterkunftsarten oder die Entwicklung einzelner Quellmärkte genauer zu beurteilen.