Salzburg hat die Ausrichtung des UEFA-Supercups als Gastgeber nach eigener Einschätzung erfolgreich gemeistert. Beim Finale zwischen Paris Saint-Germain und Aston Villa verfolgten im Stadion 27.681 Zuschauer das 2:1 zugunsten der Franzosen; in der Stadt sorgten Fan-Aktionen und ein Public Viewing am Residenzplatz für zusätzliche Stimmung.
Organisation, Publikum und Stimmung
Die Organisatoren berichten von reger Beteiligung nicht nur am Spieltag, sondern bereits an den Vortagen. Nach ersten Angaben waren in den Fanzonen an zwei Tagen insgesamt rund 50.000 Fans unterwegs. Das Veranstaltungsmanagement betont, dass Stadt und Stadion gleichermaßen zur positiven Atmosphäre beigetragen hätten.
„Es war ein tolles Event, es hat alles zusammengepasst, egal ob in der Stadt oder im Stadion“,
so Salzburgs Geschäftsführer Stephan Reiter in einer ersten Bilanz. Er lobte zugleich das Team der Klubverantwortlichen und die Unterstützung durch das Land Salzburg.
Wirtschaftliche Auswirkungen und Tourismus
Für die Hotellerie und Gastronomie der Stadt bedeutete das Spiel einen spürbaren Aufschwung: Viele Beherbergungsbetriebe waren ausgebucht, und die Umsätze in der Gastronomie stiegen, wenn auch mit zum Teil erhöhten Zimmerpreisen. Konkrete Umsatzwerte nannte die Stadtverwaltung bislang nicht.
- Stadionbesucher: 27.681
- Besucher in Fanzonen (zwei Tage): etwa 50.000
- Live-Übertragung: in mehr als 100 Ländern
Sicherheit und Einsatzkräfte
Die Sicherheitsmaßnahmen waren umfangreich. Ein groß angelegter Polizeieinsatz sorgte sowohl im Stadionumfeld als auch bei den Fanfesten für Ordnung. Teilweise seien schwer bewaffnete Einheiten eingesetzt gewesen, heißt es aus Veranstalterkreisen. Reiter sprach in einem Fernsehinterview von der nötigen Anspannung während der Abreise der Gästefans: "Wenn die Paris-Fans abgezogen sind, dann können wir alle durchschnaufen."
Kultur trifft Sport
Die Veranstalter hoben hervor, dass die Kombination aus Sportereignis und kulturellem Begleitprogramm in der Innenstadt als "etwas Besonderes" wahrgenommen worden sei. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, das sommerliche Wetter und die Aussicht auf die Festung Hohensalzburg zu genießen. Die Mischung aus Fanfestival, Public Viewing und städtischem Ambiente habe zur allgemeinen Attraktivität beigetragen.
Vorlauf und Bedeutung für Salzburg
Die Vorbereitung für die erstmalige Austragung eines UEFA-Club-Endspiels in Salzburg sowie des ersten europäischen Finals in Österreich seit der Heim-EM 2008 dauerte nach Angaben der Veranstalter etwa ein Jahr. Reiter wertete das als einen Erfolg für einen vergleichsweise kleinen Club in Kooperation mit der UEFA und dankte ausdrücklich der Politik für die „massive Unterstützung“ durch das Land Salzburg.
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Stadionbesucher | 27.681 |
| Fanzonen (zwei Tage) | ~50.000 |
| TV-Übertragung | > 100 Länder |
Ausblick und Lehren
Nach dem Abschluss des Events steht für Beteiligte nun die Nachbearbeitung an: Auswertungen zu wirtschaftlichen Effekten, Sicherheitsbilanz und organisatorischen Abläufen werden zeigen, inwieweit sich Salzburg künftig für weitere Großveranstaltungen empfehlen kann. Bis dahin ziehen Veranstalter und lokale Branche eine vorläufig positive Bilanz, die Stadt hat sich als tauglicher Austragungsort großer Fußball-Highlights präsentiert.
Die Resonanz in der Bevölkerung und bei den Gästen bleibt ein weiterer Gradmesser: Die Kombination aus urbaner Kulisse, historischer Altstadt und sportlicher Großveranstaltung hat Salzburg an diesem Wochenende starke Sichtbarkeit gebracht – und damit auch neue Fragen an Kapazitäten, Preisgestaltung und Sicherheitslogistik aufgeworfen.
Philipp Moser, Korrespondent Salzburg