Der FC Salzburg ist mit einem Auswärtssieg in die Ligaphase der UEFA Europa League gestartet. Beim bulgarischen Meister Lewski Sofia setzten sich die Österreicher am Donnerstag mit 1:0 durch. Den entscheidenden Treffer erzielte Haris Tabakovic kurz vor der Pause (39.), sein bereits zehntes Saisontor.
Röhl weiter ohne Niederlage
Mit dem Erfolg bleiben die Salzburger auch im 13. Pflichtspiel unter Trainer Danny Röhl ungeschlagen. Die Partie im langen, aber stimmungsvollen Wassil-Lewski-Nationalstadion verlief vor der Pause ausgeglichen; die Hausherren setzten immer wieder Nadelstiche, konnten jedoch nur selten gefährlich abschließen.
Trainer Röhl musste kurzfristig auf Innenverteidiger Valentin Zabransky verzichten, der erkrankt ausfiel; für ihn spielte Tim Drexler. In der offensiven Zentrale hinter der Solospitze setzte Salzburg auf Sota Kitano statt Karim Konaté. Lewskis Trainer Julio Velazquez brachte eine internationale Startelf – drei Brasilianer standen in der Anfangsformation, nur zwei Bulgaren.
Spielverlauf und Schlüsselaktionen
- In der 19. Minute gab Lewski durch Armstrong Oko-Flex den ersten Warnschuss; Salzburgs Neo-ÖFB-Tormann Christian Zawieschitzky parierte sicher.
- Salzburg suchte immer wieder die Offensive: Yorbe Vertessen näherte sich dem Tor in der 22. Minute, ehe Tabakovic kurz darauf eine erste Großchance verbuchte.
- Das 1:0 entsprang einem Missverständnis in der Lewski-Abwehr: Ein Pass von der linken Seite fand über eine ungenaue Hereingabe von Kapitän Kristian Dimitrow den Weg zu Tabakovic, der aus kurzer Distanz verwertete.
Für Tabakovic war es nicht nur das Tor zum Sieg: Es war sein zehntes Pflichtspieltor für Salzburg in dieser Saison und sein sechstes Tor in nur fünf Europacup-Einsätzen für die „Bullen“.
| Statistik | Wert |
|---|---|
| Salzburgs Pflichtspiele unter Röhl | 13 (ungeschlagen) |
| Endstand | 1:0 für Salzburg |
| Tabakovics Saisontore | 10 |
| Tabakovic in Europacup-Spielen für Salzburg | 6 Tore in 5 Spielen |
Konsequenzen und Einordnung
Der Auswärtssieg ist für Salzburg ein wichtiger Startpunkt in der Gruppenphase der Europa League: drei Punkte aus dem ersten Spiel verschaffen Sicherheit und erhöhen die Chancen auf das Weiterkommen. Sportlich unterstreicht die Partie zwei Aspekte, die für die „Bullen“ heuer entscheidend sein können: Effizienz vor dem Tor und Stabilität in der Defensive trotz Ausfällen.
Lewski kassierte in diesem Heimspiel erst den zweiten Gegentreffer der Saison, was die Defensivleistung der Bulgaren insgesamt unterstreicht; trotzdem reichte es diesmal nicht zum Punktgewinn. Für Salzburg ist besonders die Konstanz der Mannschaft bemerkenswert: Auch ohne Zabransky zeigte die Defensive Auftrittssicherheit, und die Einbindung von Spielern wie Kitano funktionierte.
Sportlich bleibt abzuwarten, wie Salzburg die Kräfte über den Europacup und den nationalen Wettbewerb hinweg managt. Die Leistungsdichte in der Gruppe der Europa League verlangt Rotation und taktische Flexibilität – beides hat das Team von Röhl in Sofia bereits in Ansätzen gezeigt.
Das nächste Pflichtspiel wird zeigen, ob sich die Serie ungeschlagener Spiele verlängern lässt und ob Tabakovic seine starke Trefferquote im Europacup bestätigen kann. Für die Anhänger der „Bullen“ bietet der Auftakt jedenfalls Grund zur Zuversicht.