Innsbruck/Wattens – Der FC Red Bull Salzburg hat am Sonntag auswärts bei der WSG Tirol einen Sieg eingefahren und damit die Tabellenposition stabilisiert. Salzburgs Trainer Danny Röhl lobte zwar die Abschlussstärke seiner Mannschaft, machte aber zugleich deutlich, dass er die Partie nicht als vollkommene Leistung bewertet.
Trainer sieht Fortschritte und Mängel
Röhl betonte, der Erfolg sei von „Licht und Schatten“ geprägt: Die Mannschaft habe die Begegnung stark begonnen und in der Folge kaltschnäuzig vor dem Tor agiert. Nach dem 2:0 sei es jedoch eine Phase gegeben, in der die Gastgeber wieder besser ins Spiel fanden und Chancen herausspielten. Trotz dieser Phase sah Röhl das Match letztlich seriös heruntergespielt; am Ende musste man sich aber fragen, weshalb vor allem in den letzten 15 Minuten nicht mehr Kontrolle ausgeübt worden sei.
„Es war ein Sieg mit Licht und Schatten. ... Am Ende nehmen wir die drei Punkte nach einer Partie auf einem sicherlich nicht einfach zu bespielenden Platz gerne mit. Ich bin natürlich sehr, sehr zufrieden, dass wir drei Tore erzielt haben.“
Röhl nannte als positives Signal die Anzahl der Treffer, räumte aber ein, dass die Mannschaft insbesondere nach einem Kraftakt am Donnerstag noch an mehr Ballkontrolle arbeiten müsse, damit Gegner künftig gar nicht mehr zu Entfaltung kommen.
WSG-Coach beklagt vergebene Möglichkeiten
Aufseiten der WSG äußerte sich Trainer Philipp Semlic enttäuscht über die Chancenverwertung. Er verwies auf mehrere sehr gute Gelegenheiten, darunter einen Elfmeter, die ungenützt blieben. Solche Versäumnisse machten es gegen einen Gegner wie Salzburg schwer, Zählbares mitzunehmen.
„…Fünf Topchancen und ein Elfmeter, da musst du einfach ein Tor machen, um gegen Salzburg eine Chance zu haben. Wir trauern dem daher ein bisschen nach.“
Semlic relativierte zugleich die Situation seines Klubs im Transferfenster: Man habe gewusst, dass dieses Fenster schwierig verlaufen würde. Er zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass der Sportdirektor noch passende Verstärkungen finden werde.
Tabellarische Einordnung und Form
Vor dem Spiel hielten die Mannschaften unterschiedliche Ausgangswerte: Salzburg war mit vier Punkten in die Runde gegangen, die WSG hatte bislang einen Zähler auf dem Konto. Das letzte Aufeinandertreffen im November 2025 hatte die WSG für sich entschieden.
| Verein | Punkte vor dem Spiel |
|---|---|
| FC Red Bull Salzburg | 4 |
| WSG Tirol | 1 |
Was bleibt für beide Teams
Für Salzburg liefert der Auswärtssieg sowohl drei Punkte als auch die Bestätigung, dass die Offensive funktioniert. Die Aufforderung des Trainers, defensiv stabiler zu agieren und das Spiel insbesondere in entscheidenden Phasen zu kontrollieren, bleibt jedoch bestehen. Die Mannschaft muss die Balance zwischen Torraffer und Spielkontrolle noch finden.
Die WSG steht vor der Aufgabe, die Chancenverwertung zu verbessern und im kommenden Transferfenster gezielt Verstärkungen anzunehmen, die ins Spielkonzept passen. Semlics Appell an die Geduld mit dem Kader ist verbunden mit dem Anspruch, dass punktuelle Verstärkungen nötig sind, um in der Liga nachhaltiger zu bestehen.
- Salzburg: Drei Tore erzielt, Auswärtssieg.
- WSG Tirol: Viele Chancen, inkl. Elfmeter, aber mangelhafte Verwertung.
- Trainerfazit: Röhl zufrieden mit Ergebnis, Semlic unzufrieden mit Chancenverwertung.
Die Liga setzt sich bereits am kommenden Spieltag fort; beide Teams werden die gewonnenen Erkenntnisse in die Vorbereitung für die nächsten Aufgaben einfließen lassen. Für Salzburg gilt es, an der Defensivdisziplin zu arbeiten; die WSG muss Wege finden, ihre Möglichkeiten im Strafraum besser zu nutzen.
Bericht aus Innsbruck/Wattens.