Bei Wartungsarbeiten an einer Wärmepumpenanlage in einem Industriebetrieb in Feistritz an der Gail ist am Dienstagnachmittag Ammoniak ausgetreten. Laut polizeilicher Mitteilung entwichen dabei etwa 50 Kilogramm Ammoniak. Die Feuerwehren verhinderten einen weiteren Austritt; es gab keine Verletzten.
Vorfall und Einsatzverlauf
Der Austritt ereignete sich gegen 13.40 Uhr. Nach bisherigen Erkenntnissen trat das Gas während Instandhaltungsarbeiten aus einer Wärmepumpenanlage aus. Mehrere Feuerwehren aus der Umgebung wurden alarmiert und rückten mit Atemschutztrupps aus, um die Austrittsstelle zu schließen.
Im Einsatz standen die Freiwilligen Feuerwehren Feistritz an der Gail, Nötsch, Arnoldstein, Kerschdorf-Wertschach und St. Georgen im Gailtal mit insgesamt rund 50 Feuerwehrleuten. Durch das rasche Eingreifen konnte ein weiterer Austritt verhindert werden.
Beurteilung durch Fachleute und Gefahrenlage
Der am Einsatzort anwesende Landeschemiker stellte nach eigenen Untersuchungen keine weitere Gefährdung fest. Nach Angaben der Exekutive wurde niemand verletzt. Ein größerer, gesperrter Bereich vor dem Betrieb wurde eingerichtet, um mögliche Risiken für Dritte auszuschließen.
- Austrittsmenge: ca. 50 kg Ammoniak
- Zeitpunkt: rund 13.40 Uhr am Dienstagnachmittag
- Einsatzkräfte: circa 50 Feuerwehrmitglieder, mehrere Atemschutztrupps
- Fachbegutachtung: Landeschemiker vor Ort, keine weitere Gefährdung festgestellt
Konsequenzen und offene Fragen
Die Eindämmung des Lecks durch die Feuerwehren verhinderte eine Ausweitung der freigesetzten Menge. Wie es zu dem Austritt kam, ist laut den bisherigen Informationen noch ungeklärt; die Ursache sei „bisher unbekannt“. Weitere Untersuchungen zur Unfallursache sind daher zu erwarten. Die Betreiber des Betriebs sowie zuständige Behörden müssten nun klären, ob organisatorische oder technische Mängel zum Vorfall beitrugen und welche Maßnahmen zur Schadensbegrenzung und Vorbeugung künftig zu ergreifen sind.
| Einheit | Einsatzstärke |
|---|---|
| FF Feistritz an der Gail | Teil der Gesamteinsatzstärke |
| FF Nötsch | – |
| FF Arnoldstein | – |
| FF Kerschdorf-Wertschach | – |
| FF St. Georgen im Gailtal | – |
| Gesamt | ca. 50 Feuerwehrleute |
Für Anrainer und Beschäftigte des Betriebs besteht nach derzeitiger Einschätzung keine andauernde Gefahr. Die Sperrmaßnahmen vor dem Betrieb blieben während der Einsatzmaßnahmen aufrechterhalten, um die Abklärungen der Behörden und des Landeschemikers zu ermöglichen.
Ob und welche weiteren Maßnahmen seitens der Behörde oder des Unternehmens erfolgen — etwa Kontrollen von ähnlichen Anlagen, Anpassungen der Wartungsprotokolle oder Informationspflichten gegenüber der Bevölkerung —, wurde von der Polizei nicht unmittelbar mitgeteilt. Die Ermittlungen zur Ursache des Ammoniakaustritts dauern an.
Berichte über mögliche Auswirkungen auf Umwelt oder Gewässer liegen derzeit nicht vor; hierzu sind gegebenenfalls weitere Messungen und Gutachten notwendig.