Der Engländer Ross Smith hat bei den World Series of Darts Finals in Amsterdam den Turniersieg errungen. Im Finale setzte sich der 37‑Jährige klar mit 11:5 gegen den Waliser Gerwyn Price durch und gewann damit seinen zweiten Major-Titel.
Starke Zahlen im Finale
Smith überzeugte nicht nur im Ergebnis, sondern auch in den statistischen Kennwerten. Er spielte einen hervorragenden Match‑Average von 103,89 Punkten und traf seine Doppel bei einer Quote von 45,83 Prozent. Damit lieferte er eine der besten Vorstellungen des Turniers und setzte sich gegen einen der favorisierten Spieler durch.
| Spieler | Ergebnis | Average | Doppelquote |
|---|---|---|---|
| Ross Smith | 11:5 (Finale) | 103,89 | 45,83% |
| Luke Littler | 4:10 (Viertelfinale gegen Johnny Clayton) | 95,85 | – |
Weg ins Finale und Ausscheiden der Youngster
Auf dem Weg ins Finale besiegte Smith im Halbfinale den Niederländer Gian van Veen, der als Lokalmatador spielte. Der Turniermodus und die Tatsache, dass die World Series of Darts Finals keine Auswirkung auf die Weltrangliste haben, änderten nichts an der Bedeutung des Erfolgs für Smith.
Für den jungen Darts‑Dominatoren Luke Littler verlief das Turnier hingegen ernüchternd: Er schied überraschend bereits im Viertelfinale gegen den Waliser Johnny Clayton mit 4:10 aus, sein Average in diesem Match lag bei 95,85 Punkten. Littler hatte sich im Verlaufe der Veranstaltung wiederholt mit dem niederländischen Publikum auseinandergesetzt und zeigte sich nach Pfiffen provokant. In der Folge kündigte er an, künftig eventuell alle Turniere in den Niederlanden zu meiden; in Deutschland lässt er bereits seit längerer Zeit Veranstaltungen aus.
„The Nuke“
Konsequenzen und Blick voraus
Der Erfolg von Smith stärkt seine Stellung in der Szene, auch wenn das Turnier selbst keine Ranglistenpunkte bringt. Ein Major‑Titel ist für die Reputation bedeutend und kann Momentum für die kommenden Aufgaben liefern. Für Littler wirft das frühe Aus Fragen auf: Seine Ambition, heuer alle Major‑Turniere zu gewinnen, blieb unerfüllt, und die Auseinandersetzung mit Zuschauern könnte sportliche und mediale Nachwirkungen haben.
- Ross Smith gewinnt das Finale in Amsterdam 11:5 gegen Gerwyn Price.
- Smith spielte einen Average von 103,89 und eine Doppelquote von 45,83 %.
- Luke Littler scheiterte im Viertelfinale gegen Johnny Clayton (4:10) — sein Average 95,85.
Das nächste große Turnier im Kalender der Profi‑Darts‑Szene ist der World Grand Prix, der am 28. September beginnt. Dieses Turnier ist einzigartig, weil es im Modus Double‑In/Double‑Out gespielt wird — eine Herausforderung, die andere Spielstile verlangt als die meisten übrigen Events.
Sportlich demonstriert Smith in Amsterdam, dass Erfahrung und Konstanz in großen Matches den Ausschlag geben können. Für Littler bleibt die Aufgabe, aus dem frühen Ausscheiden die richtigen Schlüsse zu ziehen — sportlich wie im Umgang mit Zuschauern. Der World Grand Prix könnte bereits einen ersten Gradmesser dafür liefern, in welcher Verfassung die Protagonisten der Szene weiter auftreten werden.
Berichtet aus Amsterdam für die NATIONAL‑Sportseite.