Die Juliane‑von‑Stolberg‑Schule in Dillenburg hat zwei große digitale Tafeln erhalten: Die Rittal‑Foundation stellte der Schule zwei 86‑Zoll‑Panels zur Verfügung, der Gesamtwert liegt bei etwa 11.300 Euro. Die Übergabe ist Teil eines laufenden Förderprogramms der Stiftung für Schulen im nördlichen Lahn‑Dill‑Kreis.
Vom Förderbescheid zur Ausstattung
Die Unterstützung geht auf eine Förderzusage der Stiftung aus dem November 2025 zurück. Nachdem die Schulleitung Anfang 2026 den konkreten Bedarf gemeldet hatte, organisierte der Fachdienst IT‑Service Schulen des Lahn‑Dill‑Kreises die Beschaffung und die Auslieferung der Geräte. Diese zeitliche Abfolge zeigt, wie Förderzusagen und Bedarfsabklärung in der Praxis zusammenwirken, bevor spendierte Technik in Unterrichtsräume gelangt.
„Bildung ist der Schlüssel für die Zukunft unserer Region. Moderne digitale Ausstattung schafft die Voraussetzungen für einen zeitgemäßen Unterricht“,
so äußerte sich Landrat Carsten Braun (CDU) anlässlich der Übergabe und dankte der Stiftung für die Unterstützung.
Mehr als nur zwei Tafeln: Stiftung fördert zielgerichtet
Die Rittal‑Foundation engagiert sich laut Kreisverwaltung bereits seit Jahren für Schulen in der Region. Die aktuellen Fördermaßnahmen werden demnach in Abstimmung mit dem Medienzentrum Lahn‑Dill ausgeschrieben und orientieren sich an konkreten schulischen Bedürfnissen. In den vergangenen zwei Jahren gehörten unter anderem Lego‑Education‑SPIKE‑Sets zu den geförderten Materialien. Derzeit unterstützt die Stiftung außerdem die Beschaffung von:
- Lasercuttern mit Zubehör,
- BlazePods für den Sportunterricht,
- einem Podcast‑Set für das Medienzentrum, das künftig an Schulen ausgeliehen werden kann.
Rainer Reissner von der Rittal‑Foundation betonte die Absicht hinter den Förderungen: Digitale Kompetenzen seien eine zentrale Voraussetzung für Berufs‑ und Lebenswege junger Menschen und die Förderung trage zugleich zur Innovationskraft der Region bei.
Konsequenzen für Unterricht und Schulentwicklung
Solche Anschaffungen können mehrere Effekte haben: Erstens erlauben großformatige, interaktive Displays neue Formen des Unterrichts — etwa kollaborative Arbeit an digitalen Materialien oder die Einbindung multimedialer Inhalte. Zweitens stärkt verlässliche Ausleih‑Infrastruktur wie das Medienzentrum die Ressourcennutzung über einzelne Schulen hinweg. Drittens setzen wiederholte Förderungen durch eine Stiftung Signale an Kommunen und Schulleitungen: Konkreter Bedarf lohnt die Antragstellung und Abstimmung mit regionalen Unterstützern.
Gleichzeitig zeigen die Abläufe auch Herausforderungen: Förderzusagen benötigen Zeit bis zur Umsetzung, und die Integration neuer Technik erfordert sowohl Fortbildung für Lehrkräfte als auch technische Betreuung — Aufgaben, die oft auf Landkreisebene oder an Medienzentren hängen bleiben.
Tabelle: Kurzüberblick zur Spende
| Ausstattung | Anzahl | Wert (ca.) |
|---|---|---|
| 86‑Zoll‑Panels | 2 | 11.300 Euro |
Für Eltern und Lehrkräfte bedeutet das: Solche Investitionen können den Unterricht bereichern, sind aber nur ein Baustein. Entscheidend bleiben Fortbildung, nachhaltige Wartung und pädagogische Konzepte, die die Technik im Schulalltag verankern.
Die Rittal‑Foundation zeigt mit der aktuellen Übergabe, dass Stiftungen eine wichtige Rolle bei der Ausstattung von Schulen spielen können. Ob und wie die neuen Tafeln den Unterricht verändern, hängt nun von der Schulleitung, den Lehrkräften und den vorhandenen Unterstützungsstrukturen im Kreis ab.