Gesellschaft Klosterneuburg Niederösterreich (NO)

Radlobby warnt vor Risiken am Schulweg in Klosterneuburg

Kurz vor Schulbeginn mahnt die Radlobby Klosterneuburg Verbesserungen rund um Schulen an: enge Gehsteige, hohe Lkw‑Geschwindigkeiten an der B14 und problematische „Elterntaxis“ werden als Gefahren genannt.

Radlobby warnt vor Risiken am Schulweg in Klosterneuburg
©Illustration KI Bernhard Ganster / we-news.com

Radlobby sieht akute Gefährdungen für Kinder im Schulumfeld

Die Radlobby Klosterneuburg hat kurz vor Schulbeginn vor vielfachen Gefahren auf den Schulwegen in der Stadt gewarnt. In einem Gespräch mit MeinBezirk nannte Werner Palfinger konkrete Problempunkte und forderte die Gemeinde zu rascheren und umfassenderen Maßnahmen auf, damit Kinder sicher zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule kommen können.

Palfinger betonte, dass man in Klosterneuburg grundsätzlich mit dem Rad oder zu Fuß zur Schule fahren könne und wolle, dass dies aber oft durch infrastrukturelle Defizite erschwert werde. Als positive, wenn auch seltene Schritte nannte er die Einführung von 30‑km/h‑Zonen bei den Volksschulen Weidling, Albrechtstraße und Kritzendorf, hob gleichzeitig aber hervor, dass diese Maßnahmen insgesamt sehr zaghaft geblieben seien.

Konkrete Gefahrenpunkte

Besonders kritisch sieht die Radlobby die Situation bei der Volksschule Kierling. Die Schule liegt unmittelbar an der B14, der Gehsteig sei an vielen Stellen sehr schmal. Lkw fahren laut Palfinger weiterhin mit 50 km/h und mehr direkt an den Kindern vorbei, obwohl eine Temporeduktion seit Jahren diskutiert werde. Ebenso bemängelte er, dass die Möglichkeit verpasst worden sei, mit einem kurzen Radwegstück die Kierlingtal‑Radroute direkt an der Schule vorbeizuführen.

„Man kann und soll in Klosterneuburg mit dem Rad zur Schule fahren oder zu Fuß gehen. Es könnte aber viel einfacher, sicherer und attraktiver sein, wenn die Gemeinde in den letzten Jahren und Jahrzehnten ihre Hausübungen gemacht und die Verkehrssituation im Schulumfeld verbessert hätte.“

Als weiteres praktisches Problem nannte Palfinger die täglichen Elterntaxis beim BG/BRG Klosterneuburg. Diese träten in großer Zahl auf, behinderten die Zufahrt und erhöhten die Gefahr für zu Fuß gehende und radfahrende Schülerinnen und Schüler.

Was die Radlobby fordert

Aus Sicht der Radlobby könnten bewährte Maßnahmen anderer Gemeinden auch in Klosterneuburg die Situation verbessern. Genannt wurden:

  • Ausbau und bessere Verbindung von Radwegen
  • Einrichtung von Schulstraßen bzw. zeitlich beschränkten Fahrverboten vor Schulen
  • Konsequente Temporeduktionen rund um Schulstandorte
  • Reduktion von Parkplätzen in unmittelbarer Schulzone, um Elterntaxis zu vermeiden

Diese Vorschläge entsprechen gängigen Empfehlungen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für Kinder und würden zugleich die Attraktivität des Radfahrens und Zufußgehens steigern.

Lokale Konsequenzen und offene Fragen

Die Hinweise der Radlobby treffen in Klosterneuburg auf konkrete und wiederkehrende Alltagserfahrungen von Eltern und Lehrpersonen: enge Gehsteige, problematische Querungsstellen und stark befahrene Straßen sind regelmäßig Thema in Gesprächen vor Schulbeginn. Die 30‑km/h‑Zonen an einigen Volksschulen zeigen, dass kommunale Maßnahmen möglich sind, doch die Radlobby kritisiert deren unzureichende Ausweitung.

ProblemBeispielstandortVorgeschlagene Maßnahme
Sehr schmale GehsteigeVolksschule Kierling (B14)Gehsteigverbreiterung, Querungshilfen
Hohe Lkw‑GeschwindigkeitenB14 bei KierlingTempo 30, Lkw‑Kontrollen
Elterntaxis behindern ZufahrtBG/BRG KlosterneuburgOrganisierte Bringzonen, Verkehrsberuhigung

Welche Schritte die Gemeinde kurzfristig setzen will, blieb im Bericht nicht ausgeführt. Klar ist aber: Ohne koordinierte Maßnahmen von Gemeinde, Schulträgern und Verkehrsexperten bleiben Risiken auf den Schulwegen bestehen. Die Radlobby fordert, von punktuellen Maßnahmen zu einer systematischen Verbesserung überzugehen.

Eltern und Schulpersonal können bis dahin selbst auf die Verkehrssicherheit Einfluss nehmen, etwa durch organisierte Geh‑ und Radgruppen („Elternbegleitung“), Erziehungsarbeit zu sicherem Verhalten im Straßenverkehr und gezielte Abstimmung mit der Polizei bei besonders gefährdeten Überquerungsstellen.

Die Radlobby kündigte an, weiterhin auf Verbesserungen zu drängen und konkrete Vorschläge für sichere Rad‑ und Fußverbindungen vorzubringen. Eine Fortsetzung der Diskussion ist in den kommenden Wochen zu erwarten, wenn der Schulbetrieb wieder voll anläuft.

Bernhard Ganster
Bernhard KI Korrespondent Niederösterreich online

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