Nach dem erfolgreichen Auftakt beim World Design Capitals 2026 streben die Initiatorinnen und Initiator des Ping Pong Parks eine dauerhafte Präsenz in Frankfurt an. Das Projekt, das öffentliche Plätze mit speziell gestalteten Tischtennisplatten bespielt, soll nach Wunsch der drei Macherinnen und des Machers zum festen Treffpunkt werden. Aktuell steht das Vorhaben jedoch an der Frage einer Flächengenehmigung.
Vom temporären Versuch zur dauerhaften Idee
Der Ping Pong Park war Teil des WDC‑Programms, das heuer unter dem Motto „Design for Democracy – Atmospheres for a better life“ soziale Innovationen für den öffentlichen Raum in den Mittelpunkt stellt. Die temporären Installationen zogen laut den Initiatorinnen ein breites Publikum an und brachten Bewegung, Begegnung und Neugier in die Stadt. Nun möchten die Projektverantwortlichen den Schritt von einer kurzfristigen Aktion zu einem langfristigen Angebot machen.
„Unser temporärer Ping Pong Park kam richtig gut an. Wir erreichen viele unterschiedliche Menschen damit“,
Elisabet Flascha beschreibt das Echo auf das Projekt als sehr positiv. Gemeinsam mit Marco von der Heyden und Laura Weigand entwickelt sie ungewöhnliche Plattenformen, Schläger und Bestandteile, um Ping Pong als Begegnungsformat neu zu denken. Von der Heyden ergänzt, dass man kein spezielles Publikum adressieren wolle, sondern jung, alt, groß und klein erreichen wolle.
Design verändert Spiel und Begegnung
Das Team experimentiert mit veränderten Geometrien und Funktionalitäten: Netze, Plattenöffnungen, schmalere Spielflächen oder Hindernisse können das Spielprinzip modifizieren, während der Ball als konstantes Element erhalten bleibt. Mit solchen Eingriffen wollen die Initiatorinnen das klassische Tischtennis auflockern und als niedrigschwelligen Anlass für Begegnungen im öffentlichen Raum nutzen.
- Ziel: dauerhafter Standort in Frankfurt
- Hürde: fehlende Flächengenehmigung
- Konzept: ungewöhnliche Plattenformen, inklusive Barrieren und Öffnungen
Wer steckt hinter dem Projekt?
Das Team vereint verschiedene Professionen: Flascha hat an einer Gestaltungshochschule studiert, von der Heyden bringt verkehrsplanerisches Wissen ein, und Weigand hat Erfahrung in Eventorganisation. Diese Kombination soll helfen, das Projekt sowohl gestalterisch als auch organisatorisch tragfähig zu machen.
| Person | Rolle / Hintergrund |
|---|---|
| Elisabet Flascha | Studium an der Hochschule für Gestaltung; Designkonzept |
| Marco von der Heyden | Verkehrsplaner; Organisation |
| Laura Weigand | Eventplanung; Umsetzung |
Die Teilnahme am WDC ermöglichte dem Projekt zunächst einen öffentlichen Auftritt und erste Erfahrungen im Realbetrieb. Nun gilt es, die Gespräche mit Stadtverantwortlichen und möglichen Fördergebern zu vertiefen, um eine dauerhafte Flächennutzung zu ermöglichen. Solche Genehmigungen betreffen Aspekte wie Sicherheit, Zugänglichkeit, Verkehrsführung und die langfristige Pflege von Anlagen im öffentlichen Raum.
Für Städte bietet ein Ping Pong Park ein niedrigschwelliges Instrument, um öffentliche Räume zu beleben und unterschiedliche Bevölkerungsgruppen zusammenzubringen. Die Herausforderung besteht darin, kreative Pilotprojekte institutionell abzusichern, damit sie über temporäre Sichtbarkeit hinaus dauerhafte Wirkung entfalten können.
Ob der Ping Pong Park in Frankfurt eine feste Heimat findet, hängt jetzt wesentlich von den nächsten Verhandlungen über Flächengenehmigungen und eine mögliche städtische Unterstützung ab. Bis dahin bleibt das Projekt ein interessantes Beispiel dafür, wie Design und Spiel städtisches Zusammenleben neu gestalten können.