Der Österreichische Basketballverband (ÖBV) hat den Vertrag mit Damen-Headcoach Jesper Sundberg vorzeitig bis Februar 2028 verlängert. Der 36-jährige Schwede leitet seit September das Damen-Nationalteam und betreut parallel den deutschen Bundesligisten TK Hannover.
Erfolgsbilanz und Perspektive
Unter Sundberg hat das ÖBV-Team eine starke erste Phase der EM-Qualifikation für die Europameisterschaft 2027 gespielt: fünf Siege bei nur einer Niederlage. Besonders hervorgehoben wurde der 85:81-Heimsieg gegen die EM-Teilnehmerinnen aus Großbritannien, ein Ergebnis, das die Mannschaftsleistung und die Entwicklung des Teams symbolisiert.
ÖBV-Generalsekretär Aldin Saracevic betonte die Bedeutung der Personalentscheidung:
„Jesper Sundberg hat das Damen-Nationalteam auf ein neues Level gehoben, innerhalb der Mannschaft großes Vertrauen aufgebaut und ihr eine Winning-Mentality vermittelt.“
Die nun fixierte Vertragsdauer bis Februar 2028 enthält zudem eine Ausstiegsklausel für Sundberg, falls sich für ihn auf Klubebene eine Änderung ergeben sollte. Der ÖBV bezeichnet die Verlängerung als Fortsetzung „einer besonderen Reise“ und zeigt sich überzeugt, dass Sundberg mit der aktuellen Generation auch die finale Phase der EM-Qualifikation erfolgreich bestreiten kann.
Finale Qualifikation: harte Gegner, klares Ziel
In der abschließenden Qualifikationsrunde trifft Österreich auf Italien, Slowenien und Lettland — Nationen, die regelmäßig bei Europameisterschaften vertreten sind. Sundberg kommentierte die Gruppenauslosung mit Hinweis auf die Herausforderung, zugleich betonte er die Attraktivität dieser Aufgabe.
Die verbleibenden Begegnungen werden in zwei Fenstern ausgetragen: jeweils drei Spiele im November und im Februar. Aus jeder Gruppe qualifizieren sich die besten zwei Teams für die Endrunde, die 2027 in Belgien, Finnland, Schweden und Litauen stattfinden wird. Das Ziel für Österreich ist klar: den Sprung unter die ersten beiden Plätze schaffen.
- Vertragsdauer: vorzeitig bis Februar 2028
- Coach: Jesper Sundberg (36), parallel bei TK Hannover
- EM-Qualifikation Phase 1: 5 Siege, 1 Niederlage; u. a. 85:81 gegen Großbritannien
- Gegner in der Finalrunde: Italien, Slowenien, Lettland
Als Co-Trainerin und Spielerinnen werden Sigrid Koizar und Co. die Vorbereitungen mit Sundberg fortsetzen; der Verband nennt ihre Zusammenarbeit als Eckpfeiler für die weitere Entwicklung des Teams.
Konsequenzen und Erwartungen
Die Vertragsverlängerung signalisiert Kontinuität und Vertrauen in den eingeschlagenen Weg. Für den ÖBV bedeutet das Festhalten an Sundberg eine Fortsetzung einer sportlichen Strategie, die auf Aufbau, klare Spielidee und mentale Stärke setzt. Sollte Österreich den Sprung in die Endrunde schaffen, wäre das nicht nur sportlich relevant, sondern hätte auch Auswirkungen auf Fördermittel, öffentliche Wahrnehmung und die Entwicklung des Damenbasketballs im Land.
Gleichzeitig bleibt die Situation mit einer Ausstiegsklausel für möglich gehaltene Klubwechsel des Coaches offen. Sollte Sundberg ein Angebot aus dem Klubbereich annehmen, könnte der ÖBV erneut vor der Aufgabe stehen, konstante Führung und Trainingsphilosophie zu sichern. Bis dahin hat der Verband aber mit der Vertragsverlängerung ein deutliches Zeichen gesetzt: Die Mission EM-Qualifikation bleibt Priorität.
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Coach | Jesper Sundberg (36) |
| Vertragsende | Februar 2028 |
| Quali-Bilanz | 5 Siege, 1 Niederlage |
| Wichtiger Sieg | 85:81 gegen Großbritannien |
| Finalgruppe | Italien, Slowenien, Lettland |
Die kommenden Spiele im November und Februar werden zeigen, ob die Kontinuität auf Trainerbank und im Betreuungsteam ausreicht, um Österreich erstmals seit längerer Zeit wieder auf die große Bühne der Europameisterschaft zu führen.