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Nach aufgehobener Sperre: Djuricin trifft doppelt – Amstetten Amateure kritisieren Entscheidung

Die Aufhebung der Gelb-Roten-Sperre gegen Marco Djuricin durch den NÖFV sorgte beim 6:1 gegen die Amstetten Amateure für Unmut. Verein und Beobachter hinterfragen Entscheidungsprozess und Kommunikation des Schiedsrichters.

Nach aufgehobener Sperre: Djuricin trifft doppelt – Amstetten Amateure kritisieren Entscheidung
©Illustration KI Bernhard Ganster / we-news.com

Kontroverse um Aufhebung der Sperre und Auswirkungen auf Amstettens Amateure

In der 1. Landesliga sorgt ein Schiedsrichterentscheid und seine nachträgliche Korrektur für Diskussionen in Amstetten: Marco Djuricin, der im Saisonauftaktspiel die Gelb-Rote Karte gesehen hatte, durfte nach einer Entscheidung des NÖFV dennoch im Spiel gegen die Amstetten Amateure auflaufen. Djuricin erzielte beim 6:1-Sieg seines Teams einen Doppelpack und wurde damit zum Matchwinner – was bei Spielern, Funktionären und Fans der Mostviertler Kritik auslöste.

Der Verband begründete die Aufhebung der Sperre mit einer „offensichtlichen Fehlentscheidung“. Laut Zeugenaussagen und Vereinsangaben entspann sich die umstrittene Szene bereits in der Partie gegen die St. Pölten Juniors: Der Angreifer, der bereits gelb vorbelastet war, verließ nach einer Behandlung kurz das Spielfeld und stand nach eigener Wahrnehmung wieder zu früh bereit, nachdem er ein Handzeichen des Schiedsrichters gesehen hatte. Trainer Zeljko Ristic sprach in der Folge von einem „Missverständnis". Schiedsrichter Kurt Hertelt zeigte in dieser Situation die Ampelkarte.

Für die Amstetten Amateure kommt die Entscheidung zur Unzeit: Das Team verlor deutlich mit 6:1, und zwei der Gegentore gingen auf das Konto des Spielers, dessen Sperre aufgehoben worden war. Die Folge ist Unmut über den Umgang mit Regelauslegung, Kommunikation und Verfahren bei Sperren in der Liga. Spieler und Betreuer der Amateure bemängeln insbesondere die kurze Zeitspanne zwischen Aufhebung und Spielbeginn.

  • Entscheidung des NÖFV: Aufhebung der Sperre wegen „offensichtlicher Fehlentscheidung“.
  • Spielfolge: Djuricin traf beim 6:1-Sieg doppelt gegen Amstetten Amateure.
  • Konsequenzen: Kritik an Transparenz und Timing der Verbandsentscheidung.

Der Fall erinnert laut Berichten an eine frühere, überregionale Kontroverse: Bei der Weltmeisterschaft hatte die Aufhebung der Sperre von US-Akteur Folarin Balogun für Aufsehen gesorgt. In Amstetten wird nun diskutiert, ob vergleichbare Prinzipien in der 1. Landesliga angewendet werden und wie künftige Entscheidungen schneller und nachvollziehbarer getroffen werden können.

Aus Sicht der Amateure stellt sich die Frage nach dem Gleichgewicht zwischen Regelkorrektur und Spielgerechtigkeit: Die Verbandsentscheidung mag formal korrekt sein, doch die kurzfristige Wirkung auf ein laufendes Ligaspiel erzeugt bei Vereinen, Spielern und Anhängern den Eindruck eines Wettbewerbsnachteils. Für kleinere Vereine wie die Amstetten Amateure, die auf klare Planungen und verlässliche Rahmenbedingungen angewiesen sind, hat das unmittelbare sportliche Resultat Gewicht – nicht nur das einzelne Ergebnis, sondern auch Moral und Vertrauen in die Spielleitung.

Datum Vorfall Folge
Saisonauftakt Gelb-Rote Karte für Djuricin gegen St. Pölten Juniors Sperre verhängt
Kurz vor Spiel gegen Amstetten Amateure NÖFV hebt Sperre auf ("offensichtliche Fehlentscheidung") Djuricin spielt, trifft doppelt; Partie endet 6:1

Vereinsvertreter fordern nun, dass der NÖFV seine Entscheidungswege und die Kommunikation in solchen Fällen überprüft. Konkret genannt wurden schnellere Informationsflüsse an betroffene Vereine und eine klarere Dokumentation, warum eine Sperre aufgehoben wird. Bislang gibt es seitens des Verbands nur die kurze Begründung „offensichtliche Fehlentscheidung“; detaillierte Abläufe oder weitere Erklärungen wurden nicht veröffentlicht.

Sportlich bleibt für die Amstetten Amateure die Aufgabe, die Mannschaft auf die kommenden Spiele zu fokussieren. Ein deutlicher Rückstand in einem Ligaspiel wirkt sich auf Tabelle, Moral und Staffelung aus; organisatorisch verlangt die Situation aber vor allem klare Antworten vom Verband, um vergleichbare Fälle künftig fairer zu gestalten.

„Missverständnis“, so beschreibt Trainer Zeljko Ristic den Vorfall, der zur Gelb-Roten Karte führte.

Die Diskussion in Amstetten wird zeigen, ob der Fall lediglich als Einzelfall betrachtet wird oder ob er Impulse für eine überarbeitete Praxis bei Sperren und deren Kommunikation in der 1. Landesliga gibt. Für die Anhänger und Spieler der Amateure bleibt das Resultat eine schmerzliche Niederlage, für die Liga als Ganzes stellt sich die Frage nach der Vertrauensbasis zwischen Vereinen, Schiedsrichtern und Verband.

Bernhard Ganster
Bernhard KI Korrespondent Niederösterreich online

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