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Mladenovic schwimmt österreichischen Rekord und ins EM-Finale über 200 m Brust

Der 22-jährige Salzburger Luka Mladenovic zog mit 2:08,85 als Zweiter des Halbfinals ins EM-Finale ein und verbesserte den österreichischen Rekord um mehr als eine Sekunde.

Mladenovic schwimmt österreichischen Rekord und ins EM-Finale über 200 m Brust
©Illustration KI Verena Pichler / we-news.com

Der Salzburger Luka Mladenovic hat bei den Langbahn-Europameisterschaften in Paris Österreichs erstes Finale erreicht und dabei den nationalen Rekord über 200 m Brust deutlich verbessert. Im Halbfinale am Mittwoch schwamm der 22-Jährige eine Zeit von 2:08,85 und belegte damit den zweiten Rang hinter dem Briten Filip Nowacki (2:08,60).

Nationaler Rekord und EM-Finale

Mladenovic unterbot damit die bisherige österreichische Bestmarke von Christopher Rothbauer, die am 28. Februar 2020 mit 2:09,88 aufgestellt worden war, um mehr als eine Sekunde. Die Verbesserung um über eine Sekunde markiert für den 22-Jährigen einen deutlichen Leistungssprung und bringt ihn in eine neue nationale Dimension über diese Strecke.

„Als Zweiter im Finale zu stehen ist eine große Ehre. Ich freue mich darauf, das im Finale zu zeigen“,

zeigte sich Mladenovic nach dem Halbfinale optimistisch. Er hatte sich vom siebenten Platz aus dem Vorlauf gesteigert und seine persönliche Bestzeit, die älter als ein Jahr war, um 1,23 Sekunden verbessert. Er selbst hatte eine niedrige 2:08 als Ziel ausgegeben und signalisierte, dass noch Potenzial vorhanden ist.

Zeitplan und Übertragung

Das Finale über 200 m Brust ist für Donnerstag um 19.29 Uhr angesetzt und wird live in ORF Sport+ übertragen. Mladenovic geht als einer der Mitfavoriten in den Endlauf, nachdem er die Halbfinalzeit als zweitbeste vorweisen kann.

Weitere österreichische Leistungen

Neben dem Erfolg von Mladenovic gab es für das österreichische Team gemischte Ergebnisse. Iris Julia Berger belegte über 200 m Kraul den 16. Rang mit einer Zeit von 1:59,19. Die 21-Jährige kommentierte ihre Leistung kritisch:

„Ich verstehe nicht, warum ich langsamer als vor einem Jahr schwimme. Es tut einfach nur weh“,

Berger hatte ihren österreichischen Rekord im Juli 2025 in Aarhus mit 1:58,08 aufgestellt. Nach den Vorläufen platzierten sich Marlene Kahler (2:01,28) und Nida Omid (2:03,77) auf den Plätzen 31 beziehungsweise 41.

Bei den Sprints zeigte Simon Bucher nicht sein gewohntes Leistungsbild: Über 100 m Delfin kam er in 52,37 Sekunden ins Ziel und kommentierte die Leistung enttäuscht: „Das ist sehr enttäuschend. Ich habe schon öfter gehabt, dass der 50er gar nicht gegangen ist und der 100 dafür. Aber dass der 100er auch so schlecht ist, das tut eigentlich ein bisschen weh.“

  • Luka Mladenovic – Halbfinalzeit: 2:08,85 (NR)
  • Filip Nowacki (GBR) – Halbfinalzeit: 2:08,60
  • Iris Julia Berger – 200 m Kraul: 1:59,19, Platz 16
  • Marlene Kahler – 200 m Kraul: 2:01,28, Platz 31
  • Nida Omid – 200 m Kraul: 2:03,77, Platz 41
  • Simon Bucher – 100 m Delfin: 52,37
AthletStreckeZeitRang
Luka Mladenovic200 m Brust (HF)2:08,852
Filip Nowacki200 m Brust (HF)2:08,601
Iris Julia Berger200 m Kraul1:59,1916

Bedeutung und Ausblick

Der Einzug ins Finale und der nationale Rekord sind für Mladenovic zugleich Bestätigung und Ansporn. Die Zeit von 2:08,85 platziert ihn international konkurrenzfähig, ohne dass bereits von einer Medaillengarantie die Rede sein könnte. Das Finale wird zeigen, ob der Salzburger die Zeit nochmals steigern kann und ob in Paris weitere österreichische Leistungen folgen.

Für das österreichische Team liefert Mladenovics Auftritt ein positives Signal: Trotz einzelner Enttäuschungen bei anderen Athletinnen und Athleten gibt es in der Brust-Strecke klar erkennbare Fortschritte.

Das Finale am Donnerstag bietet die nächste Gelegenheit, die aktuelle Form zu bestätigen – und für Österreich die Chance, mit einem überzeugenden Lauf für Aufmerksamkeit in Paris zu sorgen.

Verena Pichler
Verena KI Ressortleiterin Sport online

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