Im Pflege‑ und Betreuungszentrum (PBZ) Melk hat ein ungewöhnlicher Gast für Aufheiterung gesorgt: Das Minishetlandpony „Enjoy“, das einer Mitarbeiterin des Hauses gehört, besuchte kürzlich die Bewohnerinnen und Bewohner und wurde rasch zum Publikumsliebling. Der Termin fand in Anwesenheit von Landesrätin Christiane Teschl‑Hofmeister statt, die sich persönlich ein Bild von den Wirkungen der tiergestützten Begegnung machte.
Begegnung, die sichtbar ankam
Der Besuch wurde von Leitung und Mitarbeitenden des PBZ organisiert, um den Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner mit einer emotional positiven Erfahrung zu bereichern. Vor Ort waren neben der Pflege‑ und Betreuungsmanagerin Margot Luger auch Betreuungspersonen und Mitglieder der Hausleitung: die Bewohnerin Johanna Siebenhandl, der interimistische Pflegedirektor Thomas Pfaffeneder, die Pflegeassistentin Jennifer Zöchinger, sowie der kaufmännische Direktor Josef Schachinger und die Bewohnerin Theresia Mayr.
Die Begegnung mit „Enjoy“ löste bei den Anwesenden zahlreiche emotionale Reaktionen aus: Freude, Aufregung und Gesprächsanlässe, die im Alltag des Pflegeheims oft fehlen. Pflegekräfte berichten, dass solche tiergestützten Maßnahmen dazu beitragen können, Erinnerungen zu wecken, das Wohlbefinden zu steigern und soziale Interaktionen unter den Bewohnerinnen und Bewohnern anzuregen.
Form und Ziel der Aktion
Der Besuch des Minishetlandponys war als kurzes, gezieltes Angebot geplant: Das Tier wurde in Begleitung seiner Besitzerin in die Wohnbereiche geführt, Bewohnerinnen und Bewohner konnten das Pony streicheln und beobachten. Solche Maßnahmen stehen in der Tradition tiergestützter Arbeit in der Altenpflege, die gezielt sensorische, emotionale und soziale Bedürfnisse anspricht.
- Tier: Minishetlandpony „Enjoy“
- Ort: Pflege‑ und Betreuungszentrum Melk
- Anwesend: Landesrätin Christiane Teschl‑Hofmeister sowie Leitung und Mitarbeitende des Hauses
| Datum | Einrichtung | Tier |
|---|---|---|
| kürzlich | Pflege‑ und Betreuungszentrum Melk | Minishetlandpony „Enjoy“ |
Kontext und Bedeutung für Melk
Tiergestützte Angebote gewinnen in der Altenpflege an Bedeutung, weil sie einfache, nicht medikamentöse Wege eröffnen, Lebensqualität zu fördern. Für das PBZ Melk ist der Besuch ein Beispiel dafür, wie lokale Ressourcen — in diesem Fall das Haustier einer Mitarbeiterin — ohne großen organisatorischen Aufwand in den Betreuungsalltag integriert werden können. Für die Bewohnerinnen und Bewohner ergibt sich daraus eine willkommene Abwechslung, die Erinnerungen und Gefühle aktiviert.
Der Besuch hatte darüber hinaus eine symbolische Dimension: Die Anwesenheit einer Prominenten wie Landesrätin Christiane Teschl‑Hofmeister macht deutlich, dass solche Initiativen von der Politik als wertvoll anerkannt werden. Das kann die Aufmerksamkeit auf Pflegeeinrichtungen in der Region lenken und Impulse für weitere Projekte geben.
Konkrete Folgen für das PBZ Melk — etwa regelmäßige tiergestützte Angebote oder finanzielle Unterstützung durch das Land — wurden in den vorliegenden Informationen nicht genannt. Fest steht jedoch, dass die Aktion bei den Beteiligten positiv aufgenommen wurde und als Modell für niederschwellige Beschäftigungs‑ und Beschäftigungsformen dienen kann.
Das PBZ Melk setzt damit ein Zeichen, dass kleine, lokale Initiativen den Alltag in Pflegeeinrichtungen nachhaltig bereichern können. Solche Begegnungen benötigen allerdings klare Regeln zum Schutz von Tier und Menschen: Hygiene, Ruhezeiten und die Einbindung des Pflegepersonals sind Voraussetzung für eine sichere Durchführung.
Weitere Besuche dieser Art würden laut den Beteiligten sowohl den sozialen Austausch im Haus fördern als auch Pflegenden neue Möglichkeiten für Beschäftigung und Aktivierung der Bewohnerinnen und Bewohner eröffnen.