Am Montagnachmittag kam es auf der Wiener Südbahnstrecke zu einer einschneidenden Störung: Ein von Wien kommender Railjet überfuhr gegen 14.20 Uhr in der Nähe des Bahnhofs Hetzendorf ein Metallteil und musste gestoppt werden. In dem Zug befanden sich nach Angaben der ÖBB etwa 220 Fahrgäste, die von Feuerwehr und Polizei aus dem Zug geleitet und anschließend per Bus weiterbefördert wurden.
Ursache und erste Maßnahmen
Die Herkunft des Metallteils ist noch ungeklärt. Die ÖBB wiesen darauf hin, dass sich in der Nähe der Strecke ein Recyclingbetrieb befindet; ein Zusammenhang werde geprüft, erklärte Bernhard Rieder von den ÖBB gegenüber dem ORF Wien. Zur Klärung wurden Untersuchungen eingeleitet.
„Es befanden sich etwa 220 Fahrgäste in dem Zug“, so Bernhard Rieder von den ÖBB gegenüber dem ORF Wien.
Auswirkungen auf den Zugverkehr
Aufgrund des Vorfalls war die Strecke zwischen Meidling und Liesing zunächst gesperrt. Fernverkehrszüge wurden umgeleitet. Für den S‑Bahn‑ und Regionalverkehr richteten die Verantwortlichen einen Schienenersatzverkehr ein; Fahrgäste mit ÖBB‑Tickets konnten zudem die Angebote der Wiener Linien nutzen.
- 14.20 Uhr: Railjet überfährt Metallteil bei Hetzendorf, bleibt stehen.
- ca. 14.30–16.00 Uhr: Evakuierung der Fahrgäste, Sperre der Strecke, Schienenersatzverkehr eingerichtet.
- 16.00 Uhr: Strecke eingleisig wieder freigegeben; es kam weiterhin zu Ausfällen und Verspätungen.
Verkehrslage und Erwartungen
Die ÖBB warnten Fahrgäste, in diesem Bereich mit deutlich längeren Reisezeiten zu rechnen; es wurde empfohlen, bis zu 60 Minuten mehr Zeit einzuplanen. Um 16.00 Uhr wurde die Strecke früher als ursprünglich geplant eingleisig wieder freigegeben; die ÖBB meldeten jedoch, dass vereinzelt noch Zugausfälle und Verspätungen zu erwarten seien.
| Zeit | Ereignis |
|---|---|
| ~14.20 Uhr | Railjet überfährt Metallteil bei Hetzendorf; Zug bleibt stehen |
| Kurz danach | Fahrgäste (ca. 220) werden evakuiert und per Bus weiterbefördert |
| Bis 16.00 Uhr | Strecke gesperrt, Schienenersatzverkehr zwischen Meidling und Liesing |
| 16.00 Uhr | Eingleisige Freigabe; vereinzelte Störungen bleiben |
Konsequenzen und laufende Prüfungen
Neben der unmittelbaren Beeinträchtigung des Zugbetriebs zieht der Vorfall Untersuchungen zur Herkunft des Metallteils nach sich. Sollte sich herausstellen, dass ein externes Unternehmen für das Teil verantwortlich ist, könnten weitere rechtliche und sicherheitstechnische Schritte folgen; dazu machten die ÖBB in der Meldung keine konkreten Angaben.
Für Pendlerinnen und Pendler sowie Reisende bleibt die Warnung der ÖBB relevant: In den betroffenen Korridoren ist weiterhin mit Verspätungen zu rechnen. Die Betreiber betonten, dass Fahrgäste mit ÖBB‑Tickets die Wiener Linien in Anspruch nehmen konnten, um den durch die Sperre entstandenen Nachteil zu mildern.
Die ÖBB setzen die Untersuchungen fort, um die Ursache des Fremdkörpers auf der Strecke zu klären und ähnliche Vorfälle künftig zu verhindern.